Aktuelles
Zwei Tage im Zeichen des Ehrenamts: am 2. Oktober Vortrag und Diskussion mit regionalen Vertretern der Vereine (herzlichen Dank an die Friedrich-Ebert-Stiftung/Fritz-Erler-Forum für diesen ideenreichen Abend!). Und gleich am nächsten Vormittag die erstmalige Verleihung des Marta-Schanzenbach-Literaturpreises. Die eingereichten Werke beleuchteten alle ebenfalls das Theme Ehrenamt aus den verschiedensten Blickwinkeln.
Anlässlich des 120jährigen Jubiläums des SPD-Ortsvereins Gengenbach wurde der Marta-Schanzenbach-Literaturpreis zum ersten Mal ausgelobt. Weitere Wettbewerbe sind geplant.
Am 3. Oktober konnten in einer feierlichen Matinee aus allen Einsendungen rund um das Thema Ehrenamt drei Preisträger gekürt werden - unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen.
Andrea Ahlemeyer-Stubbe führte durch die Matinee, Ursula Neumann trug eine geschichtliche Einordnung bei.
Und hier sind sie, die Preisträger 2020 mit ihren Werken:
1. Preis: Ursula Neumann "Flüchtling trifft Gutmensch"
2. Platz: Ulrike Blatter "Nachhilfestunden"
3. Platz: Dieter Baumann "Ich mochte ihn"
(Die Werke der Preisträger können mit deren freundlicher Erlaubnis auf unserer Webseite gelesen
werden. - Bitte einfach anklicken)
Wir gratulieren den Preisträgern, bedanken uns bei allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, und freuen uns auf den Marta-Schanzenbach-Literaturwettbewerb im nächsten Jahr!
Die städtische und touristische Entwicklung sowie das allgemein gestiegene Umweltbewusstsein erfordern in der Reichstadt mehr Elektrotankstellen und besondere Regelungen, zum Beispiel hinsichtlich der Parkmöglichkeiten von E-Fahrzeugen.
Die Themenliste, die Sascha Binder, SPD-Landtagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär für Baden-Württemberg. am Montag(10.8.2020) auf seiner Sommertour in Gengenbach hörte, ist lang. Nach seinem Besuch im Rathaus sprach er, zusammen mit Andrea Ahlemeyer-Stubbe, Vorsitzende der SPD Ortsgruppe, dem Vorstand des Handwerker und Gewerbevereins und weiteren Vertretern der heimischen Wirtschaft über konjunkturelle und wirtschaftliche Trends im Vorderen Kinzigtal, über mögliche Entwicklungen und Chancen der Einflussnahme. Dabei wurden eventuelle Corona-Szenarien nicht außer Acht gelassen.
Detailliert ging der Expertenkreis, der gemäß Ahlemeyer-Stubbe coronabedingt leider kleingehalten werden musste, auf die Probleme der Autoindustrie, deren Neuausrichtung hinsichtlich Elektroauto, Veränderungen der Arbeitsplätze, einschließlich mögliche Entlassungen, und die Auswirkungen auf die Region ein. Binder ist überzeugt, dass Städte wie Gengenbach hier einen Turnaround schaffen können und müssen. Angesichts der zunehmenden E-Mobilität gelte es die Infrastruktur und das Stromnetz so auszulegen, dass viele elektrobetriebene Autos gleichzeitig geladen werden können. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Ladestationen das historische Stadtbild nicht beeinträchtigen.
Darüber hinaus wurde über die Attraktivität der Gengenbacher Innenstadt für Einzelhändler gesprochen. Deren Spielraum beschränkten kleinteilige Ladenflächen, Denkmalschutzauflagen, hohe Mieten und inzwischen auch Corona-Bestimmungen. Nicht selten mit dem Ergebnis, dass Geschäfte geschlossen werden müssen. Denn die Einzelhändler verfügten nicht über die Querfinanzierungsmöglichkeit großer Ketten. Alle Gesprächspartner waren sich einig, Ladenschließungen müssen verhindert werden, denn sie beeinträchtigen die Attraktivität der Innenstadt wesentlich.
Gemäß SPD-Politiker Binder könnten Städte hier an zwei Stellschrauben drehen. Immobilen im städtischen Besitz so zu vermieten, dass Belange des Einkaufserlebnisses und des Stadtbilds und nicht Renditeaussichten das Maß der Dinge sind. Die Infrastruktur so zu verbessern, dass mehr Kunden in die Stadt kommen, dabei ist heute auch der Fahrradverkehr und ÖPNV ein wichtiger Baustein. Bezogen auf die Infrastruktur schloss Binder den Kreis wieder, indem er wiederholt mehr Investitionen für Ladestationen für E-Autos und E-Bikes ansprach.
Das Gespräch bewerteten Christoph Jauch (Hotel Sonne) Jörg Kaminsiki (Bäckerei Konditorei Cafe Honig) und Hans Helmut Hügel (Vorsitzender Handwerker und Gewerbeverein) als sehr konstruktiv. Sie begrüßten die Sicht und Ideen des Landespolitikers von außen auf Gengenbach. Man merke, dass Sascha Binder in Baden-Württemberg viel herumkomme und das ihm als Gemeinde- und Kreisrat die Probleme von kleinen und mittelgroßen Städten ihm nicht fremd sind.
Auch Hochschulen, Studierende und Studierendenwerke hart von der Corona-Krise betroffen
Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Gengenbach informierte Gabi Rolland (MdL) online am 27.07.2020 über die aktuelle Situation der Hochschulen und Studierenden in Baden-Württemberg. Trotz brütender Sommerhitze nahmen zehn interessierte Personen an der Online-Veranstaltung teil.
Gabi Rollands Vortrag gliederte sich in drei Bereiche: Hochschulen, Studierende und Studierendenwerke.
Hochschulen
Mitte März trifft die Corona Krise die Universitäten und Hochschulen unvorbereitet. Bundesweit folgte die Entscheidung, das Sommersemester digital durchzuführen. Diese komplette Umstellung des Lehrbetriebs auf digital war teuer, arbeitsintensiv und herausfordernd für Lehrende, Forschende, Studierende und Verwaltung. Doch es hat gut funktioniert. Es wurde viel publiziert. Im Vergleich zur Vergangenheit allerdings deutlich mehr von Männern als von Frauen. Hier zeigen sich die Auswirkungen des Ausfalls der Kinderbetreuung und der Schulen deutlich. Forschende Mütter konnten dadurch nicht ihren Beitrag leisten.
Inzwischen haben die Hochschulen insgesamt 46 Mio. Euro Unterstützung aus dem BW Nothilfefonds erhalten. Da auch das Wintersemester 20/21 hauptsächlich digital durchgeführt werden soll, muss jetzt dringend darüber diskutiert werden, wie Lehre und Forschung and den Hochschulen in Zukunft aussehen werden. Wieviel Präsenz an der Hochschule ist notwendig? Welche Digitalisierungs-strategien passen zu den unterschiedlichen Anforderungen im Laufe des Studiums? Wo ist Anwesenheit ein zwingender Bestandteil des Erfolges?
Die Diskussion dieser Fragen hat Einfluss auf die Erweiterungen und die Ausstattung der Hochschulen, aber auch auf die Hochschulstandorte. Denn wenn mehr Vorlesungen ins Netz verlegt werden, sinkt die Notwendigkeit für Studierende und Lehrende, vor Ort zu sein. Das wirkt sich aus - auf den Wohnungsmarkt, das kulturelle Angebot und die lokale Wirtschaft.
Im Fazit: es wird erhebliche Veränderungen in der Hochschulpolitik geben, auch mit Auswirkungen auf Hochschulstandorte wie Offenburg und Gengenbach.
Studierende
Aber auch auf Studierende sind erhebliche Härten zugekommen. Da die von vielen Studierenden genutzte Möglichkeit wegfiel, sich in der Gastronomie ein Zubrot zu verdienen, sind für viele wirtschaftliche Einbußen entstanden. Einbußen, die oft nicht vom Elternhaus aufgefangen werden können.
Besonders hilfreich ist in dieser Situation die Öffnung des BAföG für eine größere Menge von Berechtigten. Z. B. für Studierende, die bisher kein BAföG erhalten haben, weil ihre Eltern knapp zu viel verdienten, und die sich mit einer Mischung aus Elternunterstützung und Kellnern über Wasser gehalten haben. In BW können zusätzlich Nothilfe-Kredite beantragt werden. Darüber hinaus wurde die Regelstudienzeit verlängert. Die Rückzahlung der Gebühren für das Semesterticket wurde bis jetzt leider noch nicht erreicht.
Für die internationalen Studierenden wurde verschiedene Lösungen zur Unterstützung gefunden, damit neben den wirtschaftlichen Problemen nicht auch noch aufenthaltsrechtliche Probleme durch die Corona-Krise entstehen, weil die Studierende nicht wie geplant ein- oder ausreisen können.
Studierende im dualen Studium haben insbesondere in den technischen Studiengängen erhebliche Probleme. Sei es, ihre Pflichtpraktika in den Unternehmen noch zu starten oder Unterstützung für ihre Abschlussarbeiten zu erhalten. Die SPD-Landtagsfraktion hat bereits das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg um Klärung gebeten, welche Maßnahmen möglich sind. Ist eine Wiederaufnahme des MINT-Programms möglich? Oder eine Einstellungsoffensive in der öffentlichen Verwaltung?
Studierendenwerke
Studierendenwerke sind in der Hochschul-Infrastruktur die wichtigsten und konstantesten Beteiligten. Mit den von ihnen betriebenen Studierendenwohnheimen, Mensen, Cafeterias, Kiosken und Co. sind sie von den Schließungen und der Umstellung auf digitalen Unterricht ganz besonders betroffen - ihre Umsätze brechen weg. Die Mensen sind geschlossen, Studierende beziehen die Wohnheimzimmer nicht, sondern verfolgen die digitalen Vorlesungen vom Jugendzimmer im Elternhaus aus. Ob Instrumente wie Kurzarbeit eingesetzt werden können, um Studierenden-werke zu unterstützen, ist bei Beschäftigten der öffentlichen Hand zu prüfen.
Das Land BW zahlte 60 Mio. Euro aus dem Nothilfefonds an die Studierendenwerke. Denn in der Krise haben diese stark dazu beigetragen, Studierenden in Not zu helfen und Lösungen zum Wohle aller zu finden.
Im Anschluss an ihren Vortrag entbrannte mit Gabi Rolland eine lebhafte Diskussion.
Andrea Ahlemeyer-Stubbe vom SPD-Ortsverein Gengenbach bedankte sich bei Gabi Rolland für die Informationen, die auch für die Stadtratsarbeit in Gengenbach als Teilstandort der Hochschule Offenburg sehr wichtig seien.
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
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