Allgemein
Für mich ist nach der Verkaufsentscheidung der LBBW zu Gunsten des Konsortiums unter Führung der Patrizia Immobilien AG nun diese in der Pflicht, die betroffenen Mieterinnen und Mieter über die Konsequenzen des Kaufs aufzuklären. In Mannheim handelt es sich um rund 1.100 Wohnungen, landesweit ca. 21.000. Hinter dem Patrizia-Konsortium stehen Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen sowie eine Sparkasse. Das Konsortium hat sich einer strafbewehrten Sozialcharta unterworfen, welche z. B. die maximal mögliche Mietsteigerung auf drei Prozent pro Jahr zuzüglich Inflationsrate begrenzen. Kündigungen aus Eigenbedarf oder wirtschaftlicher Verwertung sind auf zehn Jahre ausgeschlossen. Damit soll die Sozialcharta deutlich über den gesetzlichen Mieterschutz hinausgehen. Sicherlich wäre es für uns eine angenehmere Vorstellung, wenn der Zuschlag an einen Käufer unter kommunaler Führung erfolgt wäre. Allerdings sind hier die EU-Vorgaben mit Blick auf einen sogenannten diskriminierungsfreien Verkauf eindeutig gewesen. Die EU hat einen entsprechenden Treuhänder eingesetzt. Jede andere Entscheidung hätte vor Gremien der EU keinen Bestand gehabt. Zeitungsmeldungen sprechen davon, dass Patrizia 30 Mio. Euro mehr geboten hat. Insgesamt betrug der Kaufpreis 1,435 Mrd. Euro. Ich fordere nun den Käufer auf, umgehendseine weiteren Pläne in Mannheim vorzustellen. Ich werde mich entsprechend an das Konsortium wenden. Angeblich habe das Patrizia-Konsortium langfristige Interessen und sei nicht auf einen kurzfristigen Profit aus. Gleichwohl kann ich sehr gut verstehen, dass die Mieterinnen und Mieter Fragen haben, auf welche es eine Antwort geben muss. Dies gilt auch z. B. für anstehende Mieterhöhungen, denn trotz Sozialcharta seien langjährige aufeinanderfolgende steigende Mieten in Höhe von drei Prozent plus Inflation für die Haushalte eine deutliche Belastung. Insgesamt sehe ich zwar keinen Grund zur Panik, schließlich sei auch die LBBW zuvor kein Sozialverein gewesen. Gleichwohl werde man seitens der Politik in Zukunft auf die Einhaltung der Sozialcharta achten.
Wie gestaltet die grün-rote Landesregierung das Bildungssystem gerechter? Auf welchen pädagogischen Konzepten bauen die neuen Gemeinschaftsschulen auf? Diese und viele andere Fragen zum Bildungssystem in Baden-Württemberg beantwortete ich am Dienstagabend. Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger kam zu dieser vom SPD-Ortsverein Neckarstadt-Ost und vom Juso-Kreisverband Mannheim organisierten Veranstaltung ins Kulturzentrum Forum, um aus erster Hand Neuigkeiten aus dem Bildungsbereich zu erfahren. Ich erläuterte, dass der Umgang mit den Hinterlassenschaften der CDU - in der mittelfristigen Finanzplanung für den Bildungshaushalt effektiv eine Deckungslücke von mehr als 360 Mio. Euro - eine große Herausforderung ist. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat die neue Bildungsministerin Gabriele Warminski-Leitheußer als eine der ersten Maßnahmen den bereits geplanten Abbau von 711 Lehrerstellen verhindert. Zudem sorgte die grün-rote Regierung dafür, dass im Schuljahr 2012/2013 rund 3.300 Lehrerstellen, die durch den demographischen Rückgang freiwerden würden, weiter im System verbleiben und damit die Lehrerversorgung effektiv verbessern. Zentrale Maßnahmen, mit denen die Regierung in den nächsten Jahren für mehr Bildungsgerechtigkeit in Baden-Württemberg sorgen will, sind bereits vollzogen (Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung sowie die Abschaffung der Studiengebühren). Andere Vorhaben, wie die Einrichtung von parallelen G9-Zügen an Gymnasien, sind auf dem Weg. Wichtige Projekte für das Jahr 2012 sind sowohl die Einführung von Gemeinschaftsschulen als auch das Thema Inklusion. Die Einführung der Gemeinschaftsschulen ist vor allem von der Initiative vor Ort abhängig. Nur wenn Schule und Schulträger ein stimmiges pädagogisches Konzept vorlegen, wird die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule genehmigt. Ich stellte in meiner Präsentation dazu den Lehrplan der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen vor und konnte so einige offene Fragen der Praktiker beantworten. Ich finde besonders überzeugend, wie in dieser Schulform Schülerinnen und Schüler individueller als in herkömmlichen Schulen an ihren Stärken und Schwächen arbeiten können. Zudem haben Beispiele wie die Schule in Tübingen gezeigt, dass der Mehrbedarf an Lehrer zumindest in der Endstufe der Gemeinschaftsschulen nicht höher sein muss, als an konventionellen Schultypen.
Heute gedachte der Landtag von Baden-Württemberg in einer Feierstunde der Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass hielt Prof. Aleida Assmann einen Vortrag über die Kraft des Erinnerns. Sie unterstrich dabei insbesondere die Bedeutung von Gedenkstätten: Denn diese Orte ermöglichen eine nachholende Wahrnehmung.
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
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Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
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Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen
14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
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