Landespolitik
„Gemeinsam gute Schule machen“: Rund 450 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten werden am Samstag die Veranstaltung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusminister Andreas Stoch im Mannheimer Rosengarten besuchen, um mit den Politikern die Veränderungen in der Schullandschaft zu diskutieren.
Konferenz zum 1. Armuts- und Reichtumsbericht: Sozialministerin diskutiert mit Betroffenen und Praktikern
Katrin Altpeter: „Maßnahmen gegen Armut können nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn sie sich an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen orientieren“
Gemeinsam mit mehr als 150 von Armut Betroffenen und Praktikerinnen und Praktikern aus Sozialverbänden und Kommunen hat Sozialministerin Katrin Altpeter am Donnerstag (9. Oktober) in Mannheim über Wege diskutiert, um Armut vorzubeugen und die Lage Betroffener zu verbessern. Ein Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von Kinderarmut. Laut einer Erhebung des Statistischen Landesamtes im Auftrag des Sozialministeriums war 2011 fast jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg von Armut bedroht. Die Ergebnisse der Fachkonferenz „Armut aus Sicht der Praxis und der Betroffenen“ in Mannheim fließen in die Erarbeitung des ersten Armuts- und Reichtumsberichts für Baden-Württemberg ein, den die Ministerin im kommenden Jahr vorlegen wird.
Ministerin Altpeter: „Für Kinder hat Armut besonders negative Folgen. Sie haben – etwa in der Bildung – sehr viel schlechtere Teilhabe- und Entwicklungsmöglichkeiten und das wirkt sich bis ins Erwachsenenalter aus. Die Landesregierung hat bereits viele Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut auf den Weg gebracht, aber wir wollen noch besser werden. Maßnahmen gegen Armut sind nur dann dauerhaft erfolgreich, wenn sie sich an der tatsächlichen Lebenswirklichkeit der Betroffenen orientieren und nicht im Elfenbeinturm entstehen. Deshalb ist der heutige Austausch zwischen Politik, Betroffenen und Praktikern sehr wichtig.“
Erfolgreiche Projekte gegen Kinderarmut
Viel Raum nahm auf der Konferenz die Vorstellung bereits erfolgreich im Land erprobter Konzepte aus der Praxis ein, die neue Wege aufzeigen, um Kinderarmut entgegenzutreten und die alle vom Land gefördert werden. Dazu zählen Kommunale Präventionsnetzwerke wie in Singen, die bestehende Unterstützungsangebote für arme Familien innerhalb der Kommune miteinander vernetzen, für jede Altersgruppe passende Angebote sicherstellen sowie über Armutsgefährdung informieren. Das im Rahmen des Landesarbeitsmarktprogramms „Gute und sichere Arbeit“ geförderte Projekt Duett zielt darauf ab, Alleinerziehende in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ermöglicht ihnen Berufsausbildungen in Teilzeit. Besonders innovativ ist auch der Ansatz der Phönix-Genossenschaft, die u.a. in Göppingen und Heidenheim eine neue Form der Zusammenarbeit von Jobcenter und Jugendhilfe ermöglicht. Während das Jobcenter den arbeitslosen Elternteil bei der Suche nach einer Arbeitsstelle unterstützt, betreut die Jugendhilfe die gesamte Familie bei allen mit der Arbeitslosigkeit einhergehenden Herausforderungen.
Weitere Maßnahmen gegen Kinderarmut
Neben der Förderung dieser Projekte unterstützt die Landesregierung von Armut betroffene Kinder und ihre Eltern auch auf vielfältige andere Weise. Beispielhaft nannte Ministerin Altpeter die im Mai 2014 erfolgreich abgeschlossene Neuausrichtung des Landesprogramms STÄRKE, mit dem Eltern ermutigt und unterstützt werden sollen, Elterntreffs oder -kurse zu besuchen. „Wir haben STÄRKE noch mehr auf die Familien ausgerichtet, die wirklich auf finanzielle Hilfe angewiesen sind“, so die Ministerin. „Für die Eltern, die auf jeden Cent achten müssen und mit ihrem Kind im ersten Jahr nach der Geburt ein Familienbildungsangebot besuchen wollen, haben wir die Unterstützung deshalb auf bis zu 100 Euro angehoben. In vielen Fällen bedeutet das, dass das Land für diese Familien die kompletten Teilnahmegebühren übernimmt.“ Darüber hinaus hat die Landesregierung die Mittel für den Ausbau der U3-Betreuung im Land massiv auf rund eine halbe Milliarde Euro jährlich erhöht. „Ein ausreichendes und qualitativ hochwertiges Angebot an Krippenplätzen ermöglicht Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und kann ungleiche Startvoraussetzungen junger Menschen durch eine gezielte Förderung der Schwächeren ausgleichen“, sagte Altpeter.
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Internationaler Kongress "Die hundert Sprachen der Kinder" Staatssekretärin v. Wartenberg: „Bildungspolitik muss früh ansetzen, um ungleiche Startvoraussetzungen junger Menschen auszugleichen. Deshalb setzen wir jetzt auch bei den Flüchtlingskindern auf Sprachförderung von Anfang an.“ In der Liederhalle Stuttgart hat heute (9. Oktober) der internationale Kongress "Die hundert Sprachen der Kinder" begonnen. Der Kongress macht Erkenntnisse aus Forschung und Kita-Praxis öffentlich und setzt neue Impulse für die Sprachförderung und Qualitätsentwicklung in den Einrichtungen. Er richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Sprachförderkräfte, Lehrkräfte und Eltern. Mehr als 500 angemeldete Teilnehmer werden erwartet. Veranstalter des Kongresses sind die Landeshauptstadt Stuttgart und das Kultusministerium. „Gute Bildungspolitik muss möglichst früh ansetzen, um ungleiche Startvoraussetzungen junger Menschen auszugleichen. Deshalb setzt Baden-Württemberg einen Schwerpunkt auf eine frühe und gute Sprachförderung“, sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg. „Die vielen Kinder aus Flüchtlingsfamilien, die jetzt zu uns kommen, erfordern eine schnelle Unterstützung. Um ihnen einen guten Start in Baden-Württemberg zu ermöglichen, hat die Landesregierung zusätzliche Mittel für die Sprachförderung bereitgestellt.“ Internationale Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis stellen in Vorträgen und Fachgesprächen vor, wie Erzieherinnen und Erzieher die Sprachentwicklung besser fördern, und wie Kinder auch ohne deutsche Sprachkenntnisse beim Spracherwerb unterstützt werden können. Sie beziehen gesellschaftliche und pädagogische Herausforderungen bei dieser Problematik ebenso ein wie die Chancen, die sich aus dieser Vielfalt ergeben. Bürgermeisterin Isabel Fezer: „Ich erwarte mir von diesem Kongress Antworten darauf, wie wir sozial sensibler, vorurteilsbewusster und sprachlich vorbildlicher den spielerischen Alltag der Kinder begleiten können. Denn: Kinder haben ein Recht auf umfassende, inklusive Bildung, diese Investitionen lohnen sich!“ Mehr Zeit für das einzelne Kind durch kleinere Gruppen Das Konzept der Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf (SPATZ), sei, so v. Wartenberg, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zum Kindergartenjahr 2014/2015 hat das Kultusministerium das Sprachförderprogramm SPATZ verbessert und mit mehr Mitteln ausgestattet. Die deutlich kleineren Gruppen erhöhen die Qualität der Spracherziehung und erleichtern die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. In Kitas mit einem Migrantenanteil von mindestens 80 Prozent ist die Gruppengröße von bislang zehn auf jetzt fünf Kinder je Gruppe halbiert worden. „Damit stärken wir insbesondere Kinder mit Deutsch als Zweitsprache und ermöglichen ihnen einen guten Übergang in ihre schulische Laufbahn“, erläutert Marion v. Wartenberg. Zusätzlich zu den Mitteln für SPATZ stellt das Kultusministerium je 1,2 Millionen Euro in den Jahren 2015 und 2016 für die Förderung von Kindern aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien zur Verfügung. Die Mittel sollen insbesondere für die intensive Sprachförderung eingesetzt werden.
Alle Infos zum Kongress, zu den Referenten und zum Programm finden sich unter: www.hundert-sprachen.de |
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Kultusminister Andreas Stoch: "Wir haben in diesem Schuljahr die gute Unterrichtsversorgung stabilisiert und teilweise verbessert. Die Stärkung der individuellen Förderung bleibt wichtiges bildungspolitisches Ziel in diesem Schuljahr."
Baden-Württemberg stellt zum Schuljahresbeginn 4.760 neue Lehrerinnen und Lehrer ein – damit mehr als im Vorjahr.
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
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09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen
26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
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