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Positive Rückmeldungen aus den Schulen zur Unterrichtsversorgung

Veröffentlicht am 01.10.2014 in Landespolitik

Kultusminister Andreas Stoch: "Wir haben in diesem Schuljahr die gute Unterrichtsversorgung stabilisiert und teilweise verbessert. Die Stärkung der individuellen Förderung bleibt wichtiges bildungspolitisches Ziel in diesem Schuljahr."

 

Baden-Württemberg stellt zum Schuljahresbeginn 4.760 neue Lehrerinnen und Lehrer ein – damit mehr als im Vorjahr.

 

Die Schulen und die Schulverwaltung haben dem Kultusministerium eine erneut gute Unterrichtsversorgung im Pflicht- und Ergänzungsbereich im Land signalisiert. Damit ist ein wichtiges bildungspolitisches Ziel wieder erreicht worden. Zudem werden die Schulen mit zusätzlichen Stellen für Inklusion, Ganztagsschule sowie Vorbereitungs-klassen für Einwanderer und Flüchtlinge in ihrer Weiterentwicklung unterstützt. "Wir haben in diesem Schuljahr die gute Unterrichtsversorgung stabilisiert und teilweise verbessert. Die Stärkung der individuellen Förderung bleibt ein wichtiges bildungs-politisches Ziel in diesem Schuljahr", erklärte Kultusminister Andreas Stoch.

 

Das hohe Niveau der Unterrichtsversorgung drücke sich beispielsweise darin aus, dass die zu Zeiten der Vorgängerregierung aufgelaufenen Überstunden der Lehrkräfte – die sogenannte Bugwelle –  an den beruflichen Schulen und Gymnasien voraussichtlich weiter reduziert werden können, nachdem sie bereits in den beiden Vorjahren um rund 300 Deputate abgebaut wurden. "Wir müssen uns bei den Lehrerinnen und Lehrern nicht – wie das früher der Fall war – Stunden leihen, um die Unterrichtsversorgung zu sichern", erklärte Stoch.

 

Durch ein im Sommer beschlossenes, zusätzliches Kontingent von 837 Deputaten liegt die Gesamtzahl der neuen Stellen trotz Einsparungen deutlich über dem Vorjahr. Die vom Landtag beschlossene Streichung von 1.200 Stellen für 2014 wurde dadurch auf 363 Stellen abgemildert.

 

Von dieser Situation profitieren auch die Absolventen und Absolventinnen der Lehramtsstudiengänge im Land. Insgesamt kann das Kultusministerium 4.760 Lehrerinnen und Lehrer auf 4.578 Stellen einstellen (siehe Tabelle). Im Vorjahr waren es 4.410 Personen auf 4.035 Stellen. Bei den beruflichen Schulen liegt die Zahl der Einstellungen mit 1.030 in der Nähe der Rekordeinstellung des Vorjahres, als 1.100 Bewerber eingestellt werden konnten. Den Neueinstellungen standen 9.470 Bewerbungen gegenüber, hiervon allerdings 4.700 Altbewerber. "Insgesamt haben wir erneut zwischen den einzelnen Schularten maßvoll Umschichtungen vorgenommen. So berücksichtigen wir die unterschiedliche Entwicklung der Schülerzahlen und Bedarfe", erklärte Stoch.

 

Für die Aufgabe der Inklusion behinderter Schülerinnen und Schüler wurden 200 zusätzliche Stellen besetzt. "Damit stärken wir das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung bereits vor der angestrebten Schulgesetzänderung, mit der wir ein Wahlrecht für die Eltern behinderter Kinder einführen wollen", erklärte Stoch weiter. Ferner sind 200 neue Deputate für Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge und Einwanderer zur Verfügung gestellt worden.

 

Der Minister bedankte sich für die gute Arbeit der Schulverwaltung, die die Einstellung von 4.760 Personen sowie eine Vielzahl an Abordnungen, Versetzungen und Veränderungen im Deputat zu bewältigen hatte. Die Zahl von Lehrerinnen und Lehrern, die Elternzeit in Anspruch nehmen, ist mit 5.603 auf einen Rekordwert gestiegen.


 

Lehrereinstellung 2014

 

 

 

Neueinstel-lungen zum

Schuljahr 2014/15 (Prognose)

Vergleich:
Neueinstellungen zum Schuljahr 2013/14 (Schlussbilanz)

Neubewer-ber zum Schuljahr 2014/15

Altbewerber 1) und sonstige Bewerber zum Schuljahr 2014/15

Grund-, Haupt- und Werkrealschulen 2)

1.100

1.129

1.400

1.800

Sonderschulen

450

284

350

100

Realschulen 2)

550

558

750

700

Fachlehrer insg.

(davon 100 an SoS)

230

239

270

200

Gymnasien 2)

1.200

1.100

1.600

1.500

Wissenschaftliche Lehrer an beruflichen Schulen

1.000

1.077

400

300

Technische Lehrer an beruflichen Schulen

30

23

-

100

Insgesamt

4.560

4.410

4.770

4.700   1)

Zusätzliche Einstellungsmög-lichkeiten für VKL zur Sprachförderung

200

-

 

 

 

 

 

 

 

1)     Die Altbewerber sind wegen eingeschränkter Mobilität sowie aus Gründen des Fächerbedarfs und der Qualifikation in der Regel nur begrenzt verfügbar.

2)     Einschließlich Gemeinschaftsschulen.

Anteil Gemeinschaftsschulen bei:

GHWRS-Lehrkräfte:                                    228

Realschullehrkräfte:                                      61

Fachlehrkräfte (mus.-techn. Fächer):          22

Gymnasiallehrkräfte:                                   107

 

 

 

 

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