Aktuelles
Literaturwettbewerb „Marta Schanzenbach“ gestartet
Die SPD Gengenbach veranstaltet anlässlich ihres 120jährigen Bestehens und zu Ehren der Gengenbacherin Marta Schanzenbach einen Literaturwettbewerb zum Thema „Ehrenamtliche Tätigkeit“. Der Wettbewerb, unterstützt von der SPD Bundeszentrale, startet am 18. Mai und endet am 31. Juli 2020. Die Preisverleihung findet im folgenden Oktober statt.
Marta Schanzenbach, am 7. Februar 1907 geboren, am 3. Juni 1997 gestorben, gehörte von 1949 bis 1972 dem Deutschen Bundestag an. Von 1949 bis 1969 arbeitete sie als stellvertretende Vorsitzende des Bundesausschusses für Familien- und Jugendfragen maßgeblich an Fördermaßnahmen wie das BAföG mit. Sie war die erste Frau im Bundesvorstand und im Präsidium der SPD. 1945 gründete sie in Gengenbach mit Helfer die AWO und die SPD wieder.
Neben ihrer politischen Arbeit begleitete die ausgebildete Fürsorgerin, was heute mit dem Beruf einer Sozialarbeiterin vergleichbar ist, 30 Jahre lang als Vorsitzende die AWO Südbaden und 20 Jahre lang als stellvertretende Vorsitzende die AWO auf Bundesebene. Zeit ihres Lebens setzte sie sich für Familienförderung, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, vor allem in der Bildung, sowie Grundversorgung von Bedürftigen und Förderung des Ehrenamts ein. Der Gengenbacher Ehrenbürgerin sind in der Reichstadt ein Gymnasium und eine Straße gewidmet.
Mit dem Thema „Ehrenamtliche Tätigkeit“ will der SPD Ortsverein, ganz im Sinne ihres berühmten Mitglieds, die Bedeutung von ehrenamtlichen Engagements in der heutigen Zeit unterstreichen. Ohne solche Tätigkeiten sind die Herausforderungen durch Zuwanderung, Corona und älter werdende Gesellschaft, einschließlich der daraus resultierenden gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen, nicht zu bewältigen. Andrea Ahlemeyer-Stubbe, Vorsitzendes des Ortsvereins, ergänzt: „Gleichzeitig wollen wir mit dem Wettbewerb daran erinnern, dass besonders Frauen neben Beruf und Familie ehrenamtlich viel leisten.“
Am Literaturwettbewerb kann sich jeder beteiligen, eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Interessierte können jeweils einen Prosa- sowie Lyriktext einreichen. Die Texte müssen sich auf ein Ehrenamt, auf eine einzelne Ehrentätigkeit oder auf die allgemeine Relevanz, Anerkennung beziehungsweise Nichtbeachtung von einem oder mehreren Ehrenengagements beziehen. Der Umfang liegt bei 5.000 Zeichen. Die Auszeichnung der Preisträger findet im Oktober in Gegenbach im Rahmen eines Festaktes statt. Alle relevanten Texte werden in einem Kompendium veröffentlicht. Weitere Informationen unter: www.spdgengenbach.de.
In der aktuellen Situation möchte ich ein paar grundsätzliche Dinge ansprechen:
Die Wahrnehmung mancher Mitbürger, dass aktuell immer mehr Grundrechte außer Kraft gesetzt werden, kann ich nicht zustimmen. Um es klar zu sagen: Diese Wahrnehmung entspricht auch nicht der Realität.
Nach anfänglichen – und für unser aller Empfinden tatsächlich auch drastischen – Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie befinden wir uns mittlerweile wieder auf einem Pfad der Öffnung und der schrittweisen und verantwortungsvollen Rückkehr in gewohnte Bahnen. Die Einschränkungen haben dabei in einer Abwägung verschiedener Grundrechte stattgefunden und waren in meinen Augen aber verhältnismäßig.
Richtig ist: Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aller Einwohner hat in dieser Abwägung eine hohe Stellung gegenüber anderen Grundrechten eingenommen.
Richtig ist aber auch: Viele unserer Grundrechte als Bürgerinnen und Bürger wurden dabei auch gar nicht eingeschränkt! Die Redefreiheit war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, das Versammlungsrecht kann nach wie vor in Anspruch genommen werden und wird es ja auch. Die Rechtsstaatlichkeit und unsere Demokratie sind von den Maßnahmen nicht berührt, um nur einige Beispiele zu nennen.
Und so lassen sich alle Maßnahmen gerichtlich und parlamentarisch überprüfen und wo notwendig auch korrigieren. Als Landtagsabgeordneter und zusammen mit meiner Fraktion tragen wir genauso unseren Teil dazu bei wie Wissenschaftler, Journalisten, Bürger und Öffentlichkeit.
Ich appelliere deshalb an alle: Bleiben sie verantwortungsvoll, bleiben sie wo nötig auch kritisch, hüten sie sich aber vor Falschinformationen und der Gefahr instrumentalisiert zu werden. Besonders Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale nutzen in dieser Krise verstärkt Falschinformationen – um nicht zu sagen Lügen - um Verunsicherung zu schüren, die nicht angebracht ist.
Und wer sich an Protesten beteiligt - jetzt oder in Zukunft - dem rate ich sich genau anzusehen mit wem er oder sie dort zusammensteht. Nicht akzeptabel ist für mich zusammen mit Antisemiten, Verschwörungstheoretikern von links und von rechts und zusammen mit Feinden der Demokratie auf die Straße zu gehen und sie dadurch in ihrem Treiben zu bestärken.
Reinhold Gall MdL
Innenminister a.D.
Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Neckarsulm
Zahlreiche Regelungen wurden nun präzisiert, so dass sich Unklarheiten aufgelöst haben. Unter anderem gilt nun:
Info-Telefon der Stadt Mannheim
0621-293 2253
Erreichbar montags bis sonntags von 7.30 bis 19.00 Uhr
Infotelefon des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg
Telefon: 0711/ 904 39555
täglich von 9:00 - 18:00 Uhr
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (Beratung und Informationen in 18 Sprachen)
Telefon: 08000/ 116 016
Online-Beratungsangebot für Jugendliche
0800 22 55 530
Kinder- und Jugendtelefon "Nummer gegen Kummer" (anonym und kostenlos)
Telefon: 116 111 zu erreichen
Montag - Samstag: 14:00 - 20:00 Uhr
Elterntelefon "Nummer gegen Kummer" (anonym und kostenlos)
Telefon: 0800/ 111 0550
Montag - Freitag: 9:00 - 11:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 17:00 - 19:00 Uhr
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
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