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MdL Gunter Kaufmann (SPD) setzt sich in Landtagsrede für berufliche Schulen ein

Pressemitteilung vom 19. März 2009

SPD-Landtagsabgeordneter kritisiert ungerechte Verteilung der Lehrerstellen im Land zum Nachteil für den Regierungsbezirk Karlsruhe

Ein Viertel der 600 Schüler aus dem Landkreis Rastatt, die anstreben, nach diesem Schuljahr auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln, könnten zu Schuljahresbeginn im Spätjahr vor buchstäblich „verschlossenen Schultüren“ stehen. Auf diesen Umstand hat der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, in seiner Rede im Landtag am heutigen Donnerstag hingewiesen und von der CDU/FDP-Landesregierung rasche Gegenmaßnahmen gefordert. Anlass war eine von der SPD mitinitiierte Landtagsdebatte zum Thema „berufliche Schulen“, wozu Gunter Kaufmann in seiner Funktion als Sprecher für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion einen Antrag eingebracht hat.

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Die beruflichen Gymnasien im Land ermöglichten einem nicht unerheblichen Teil der Schülerinnen und Schülern einen Aufstieg im Bildungssystem. "Trotzdem erhalten diese Schulen von der Landesregierung nicht die Unterstützung, die sie verdienen", erklärte Gunter Kaufmann, Sprecher der SPD-Fraktion für Berufliche Bildung. Nach wie vor werde den beruflichen Gymnasien nicht erlaubt, notwendige Eingangsklassen einzurichten. Die derzeitigen Ressourcen reichten den Schulen daher nicht aus, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Daher falle weiterhin Unterricht in erheblichem Umfang aus. Zudem entspreche die Lehrerzuweisung nicht dem tatsächlichen Bedarf. Dabei "kann eine Unterfinanzierung des Bildungssystems ähnlich dramatische Auswirkungen haben wie das Wegbrechen von Wirtschaftszweigen", betonte Kaufmann.

Fünf Jahrzehnte ein "Blauer Engel"

Katastrophenschutz: Technisches Hilfswerk ehrt langjährige Mitglieder / Politiker versprechen mehr Anerkennung
Fünf Jahrzehnte ein "Blauer Engel"

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Er hat 50 Jahre lang überall mit angepackt, besonders aber Pontonbrücken gebaut und sich als Schirrmeister um Materialerhaltung gekümmert: Heinz Wetzler. Nun wurde er ausgezeichnet - für fünf Jahrzehnte engagierte Mitgliedschaft beim Technischen Hilfswerk (THW).

"Das ist eine Ehrung, die es nicht jeden Tag gibt, das verdient schon außerordentliche Anerkennung", erklärte Frank Ruf von der THW-Geschäftsstelle, als er dem 69-Jährigen beim jährlichen Helferabend mit der THW-Ortsbeauftragten Nicole Dudziak die Urkunde übergab.

Aber auch Dudziak selbst wurde geehrt: Für 20-jährige "Treue und stetige Einsatzbereitschaft". Frank Ruf überreichte ihr eine Urkunde, ehe Dudziak und Ruf - nun wieder gemeinsam - eine besonders treue Seele des THW-Ortsverbandes nach vorne riefen: Ellen Rude, die 25 Jahre dabei ist.

Weitere Urkunden gab es für Benjamin Wenker, Tobias Paulik-Rebe, Heinz Blattmann und Dominic Schmoigl, das Helferzeichen in Gold für besondere Verdienste ging an Kai Schlachter (Jugendbetreuer) sowie die Gruppenführer Thomas Wruck (Elektro), Boris Mandel und Michael Lansche (Bergung).

"Sie bringen hier wirklich einen unglaublichen Einsatz für die Allgemeinheit", äußerte Erster Bürgermeister Christian Specht große Anerkennung für die Arbeit der auch "Blaue Engel" genannten THW-Helfer. Das THW sei eine "tragende Säule und ein wertvoller Partner im Katastrophenschutz der Stadt". Er setze sich innerhalb der Stadtverwaltung dafür ein, dass derartiges ehrenamtliches Engagement bei der Auswahl von Bewerbern, etwa für Lehrstellen, positiv ins Gewicht falle, sagte Specht zu.

"Sehr beeindruckt" zeigte sich in ihrem Grußwort SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer: "Respekt vor dem, was Sie tun, wenn teils große Gefahr im Verzug ist!" Sie lobte zudem die "hervorragende Jugendarbeit". Wie schon zuvor Bürgermeister Specht hob SPD-Stadtrat Roland Weiss die Beteiligung des THW am "Schulterschluss" aller Hilfsorganisationen auf dem Maimarkt hervor, forderte dafür aber eine städtische Unterstützung. "Wir brauchen einfach auch einen Schulterschluss im Gemeinderat zugunsten aller Hilfsorganisationen", schloss sich dem Wolfgang Raufelder (Grüne) an.

Das griff Thorsten Ernst, der Regionalvorstand der Johanniter, gerne auf. "Was Ehrenamtliche leisten, wird viel zu selten gewürdigt", legte er in einem Grußwort im Namen aller Hilfsorganisationen den Politikern ans Herz. Die Organisationen seien sich einig: "Nur gemeinsam sind wir stark, um den Bürgern in Not zu helfen." Dies aber gehe nicht ohne Unterstützung aus Politik und Öffentlichkeit, betonte er.

Mannheimer Morgen
18. März 2009

"Heile Vereinswelt gibt es nicht mehr"

Neckarau: Feierstunde zum 125. Geburtstag des Turnvereins 1884 / Viel Lob für Jugendarbeit und Festhalten an Traditionen, aber auch Diskussion "heißer Eisen"
"Heile Vereinswelt gibt es nicht mehr"

Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß

Mit einer Feierstunde in seinem Vereinshaus hat der Turnverein 1884 Neckarau am Wochenende den Reigen der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich seines 125-jährigen Bestehens eingeläutet.

Im geschmückten großen Saal des Vereinsheims im Baloghweg versammelten sich an jenem Samstagmorgen Vertreter aus Sport und Politik, allen voran Landtagsabgeordnete Helen Heberer und Erster Bürgermeister Christian Specht. Für die Vertreter des Sports sei hier Turner-Legende Richard Möll genannt.
Moderner Verein

"Wir wollen nicht hoch hinaus, obwohl große Sprünge eigentlich unsere Sache sind", scherzte Vereinschef Michael Schwarz, als er den Gästen seinen Verein vorstellte. Statt eines nostalgischen Blicks in die Vergangenheit verwies er auf die Anforderungen der Zukunft, denen sich die Vereine stellen müssten: "Als moderne Dienstleistungsunternehmen, die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden."
Wichtig für Gesundheitsvorsorge

Helen Heberer, die einst selbst aktive Turnerin und später Vorsitzende eines Turnvereins (der TG Mannheim) war, lobte vor allem die Jugendarbeit des Vereins: "Dies ist gerade wichtig in einer Zeit, in der der Schulsport zu Gunsten der kognitiven Fächer immer stärker zurückgedrängt wird." Viele Krankheitsbilder des heutigen Menschen begännen schlicht mit Bewegungsmangel.

Zudem lernten Jugendliche im Sportverein Tugenden, die ihnen ihr ganzes Leben lang nützlich sein könnten wie etwa Respekt und Teamgeist, Solidarität und Fairness: "Beim Sport kann man vieles lernen für das Leben", so die Abgeordnete.
Lehren aus Winnenden

So lernt man im Verein zum Beispiel auch das Verlieren können. Ein junger Mensch, der dabei in der Gemeinschaft geborgen sei, raste nicht gleich aus, mahnte Erster Bürgermeister Christian Specht unter Hinweis auf den Amoklauf von Winnenden: "Der Verein kann Menschen retten, sogar Menschenleben".

"Ich bin in Sorge, ob die Rahmenbedingungen, die die Politik den Vereinen setzt, noch in Ordnung sind", bekannte Stadtrat Roland Weiß in Vertretung des Oberbürgermeisters. Natürlich sei das Ziel der Stadt richtig, in 50 Prozent aller Mannheimer Schulen eine Ganztagesbetreuung anzubieten. "Allerdings sollten wir aufpassen, dass wir am Ende nicht einen Scherbenhaufen unter denen anrichten, die sich schon immer um Jugendliche gekümmert haben." Diesem Thema widmete sich auch der Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, Michael Scheidel. Er lobte Schwarz als "heftigen Mitstreiter" im Bemühen, die Probleme der Ganztagesschule für die Vereine zu thematisieren.

Konrad Reiter, der Vorsitzende des Turngaus, dankte dafür, dass der TV die klassische Disziplin des Geräteturnens aufrecht erhalte. Den Walter-Kolb-Schild, eine der höchsten Auszeichnungen des Deutschen Turnerbundes, überreichte Prof. Richard Möll. Unter den Mannheimer Vereinen, so Möll, stehe der TV an zehnter, unter den über 400 Vereinen im Sportkreis an 30. Stelle.

Gleichwohl dürfe sich auch der TV nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen: "Die heile Welt der Vereine gibt es nicht mehr." 50 Prozent der Turnvereine verlören derzeit Mitglieder. Ursache seien die Individualisierung, die demographische Entwicklung und die Konkurrenz.

Für die Neckarauer Vereine gratulierte der Schatzmeister der Interessengemeinschaft (IG), Werner Schneider, der einst selbst fünf Jahre im TV aktiv war, für das Gewerbe der stellvertretende Vorsitzende der GdS, Matthias Schmitt, Gerhard Keller von der BB Bank überreicht eine Spende in Höhe von 4000 Euro.

Die Feierstunde endete mit der Nationalhymne.

Mannheimer Morgen
18. März 2009

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

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