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Caritas-Studie bestätigt Bedeutung einer regelmäßigen Armuts- und Reichtumsberichterstattung

Veröffentlicht am 30.06.2009 in Landespolitik

Quelle: photocase.com / coresince84

Angesichts der heute vorgelegten Caritas-Studie über Kinder- und Familienarmut hat die SPD-Fraktion die Forderung nach einer regelmäßigen Armuts- und Reichtumsberichterstattung in Baden-Württemberg erneuert. "Die Studie hat heute den Beweis geliefert, wie wichtig eine solche regelmäßige Berichterstattung ist", sagte Marianne Wonnay, familienpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Wonnay verlangte, Kinder- und Familienarmut endlich in den Fokus der Landespolitik zu stellen. "Sonst ist der Anspruch des Landes, ein Kinderland zu sein, nicht mehr als ein hohle Phrase", sagte sie.

Die Caritas-Studie belege eindrucksvoll, dass der Verweis auf vorhandene Statistiken kein Argument sei, um eine Armuts- und Reichtumsberichterstattung abzulehnen. Auch der Blick auf das Einkommen allein sei nicht ausreichend. Die Caritas fordere zu Recht, die Chancen von Kindern und Familien durch eine bessere Betreuung zu verbessern. Hier müsse es ebenso mehr Angebote geben wie bei Bildungsprojekten im Kindergarten. Wichtig sei auch, die Beitragsfreiheit im Kindergarten schrittweise einzuführen. "Bei all diesen Themen stiehlt sich die Landesregierung aus ihrer landespolitischen Verantwortung und bürdet sie einseitig den Städten und Gemeinden im Land auf", sagte Wonnay.

Wonnay verlangte, dass die Landesregierung aus einer zentralen Aussage der Caritas-Studie endlich Konsequenzen ziehe: "Einkommensarmut darf nicht dazu führen, dass auch die Entwicklungschancen für Kinder geringer werden." Gefordert sei eine ressortübergreifende Politik für Kinder, die präventiv gegen Armut wirke. "Davon ist die Landesregierung trotz aller Kinder-Rhetorik bisher meilenweit entfernt."

Homepage Reinhold Gall MdL

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