Mitgliederversammlung: Christlich-Jüdische Gesellschaft
Bewegter Wechsel an der Spitze
Nach zehn Jahren erfolgreicher Vereinsentwicklung verlässt Peter Myrczik als Geschäftsführer die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar. Manfred Froese, geschäftsführender Vorstand des seit 50 Jahren existierenden Vereins, fiel die Aufgabe der offiziellen Verabschiedung bei der Mitgliederversammlung im Jüdischen Gemeindezentrum sichtlich schwer. "Ich bin zutiefst dankbar für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dir", fasste Froese die gemeinsam erlebte Dekade zusammen und schien damit seinen Zuhörern aus der Seele zu sprechen. Majid Khoshlessan als jüdischer und Lukas Glocke als katholischer Vorsitzender fanden ebenfalls ergriffene Worte zum Abschied.
Verstärkte Jugendarbeit
Myrczik selbst zeigte sich bewegt von den Dankesworten. "Ich war mit Herz und Hand bei euch, auch wenn die Hand nun geht, das Herz bleibt", versprach er den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Gesellschaft. Sein Nachfolger wird zum ersten April Matthias Winkler, der in große Fußstapfen treten muss. Durch viel ehrenamtliche Jugendarbeit in verschiedenen Diözesen fühle er sich aber gut gerüstet und werde seine neue Aufgabe voller Tatendrang beginnen, sagte er.
Weiterhin wurden auf der Versammlung die kontinuierlichen Mitgliedszahlen (rund 360), die stabile Finanzlage sowie das breitgefächerte Programm im vergangen sowie im kommenden Jahr hervorgehoben. Die Kuratoriumsliste für das kommende Jahr wurde nach wenigen Änderungen einstimmig angenommen. Ausgeschieden sind Helen Heberer, Oliver Brummer, Ute Lurk-Neumeier sowie Mechthild Fürst-Diery, neu in das Beratergremium aufgenommen wurden Bernd Marhöfer, Heinz Sigmund und Ilka Sobbotke. Satzungsgemäß wählt das neu gebildete Organ am 20. April den Vorstand. hah
Mannheimer Morgen
14. März 2009
Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität
Dafür steht die SPD - auch in Wolfach
Wir leben in einem demokratischen Staat, genießen Freiheit, Freizügigkeit und soziale Absicherung. Für unsere Demokratie haben viele Menschen ihr Leben gelassen. Die letzten 100 Jahre haben uns gelehrt, dass es keine alternative Staatsform zu einer Demokratie gibt.
Jungbusch: Politiker halten sich bei der Initiative "Rettet die Teufelsbrücke" bedeckt
Tauziehen um die Teufelsbrücke
Von unserem Redaktionsmitglied Anke Philipp
Zwei Stunden teils hitzige Debatte, Austausch von mehr oder weniger bekannten Argumenten, gegenseitige Vorwürfe: Am Ende plädierte lediglich CDU-Stadträtin Regina Trösch, wenn auch nicht im Namen ihrer Partei, klar für den Erhalt der denkmalgeschützten Teufelsbrücke im Jungbusch. Andere Politiker, die die Bürgerinitiative (BI) "Rettet die Teufelsbrücke" eingeladen hatte, um eindeutige Signale zu erhalten, bezogen zum Bedauern der Bewohner kaum Stellung.
Viele Fragen offen
Bekanntlich will die staatliche Hafengesellschaft HGM bis 2015 einen neuen Containerterminal errichten und Verkehrswege ausbauen. Die Teufelsbrücke soll dafür weichen. Gegen den von der HGM beantragten Brücken-Abriss haben Bürger eine Petition in Stuttgart eingereicht, die Grünen im Landtag eine Anfrage an die Regierung gerichtet. Zusammengetragen werden die Fakten bei der Stadt, die muss alles prüfen und wartet derzeit auf wasserrechtliche und denkmalrechtliche Stellungnahmen.
Abwarten wollen auch die Sozialdemokraten: Viele Fragen seien noch offen, Alternativen und Kompromissvorschläge nicht vorhanden, beklagten SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer und Stadtrat Prof. Jörg Schmidt die unübersichtliche Lage - allerdings zum Unmut der 30 Bürger. Die waren ins Laboratorio 17 gekommen, um Aufmunterndes von ihren Volksvertretern im Landtag zu hören. Außer Heberer war indes niemand erschienen, ließen sich Klaus-Dieter Reichard (CDU) krankheitsbedingt und Uli Skerl (Grüne) entschuldigen. Und der Gemeinderat, so Schmidt, habe eh keine Entscheidung in der Sache zu treffen.
Stadt und Politik würden sich auf das rechtliche Verfahren zurückziehen statt zu planen, kritisierte BI-Sprecher Frank Maas und forderte den Oberbürgermeister auf, mit dem Land zu verhandeln. "Wenn sich alle zurücklehnen, ist das Ende absehbar", kritisierte er die passive Haltung: "Stadt und Gemeinderat müssen doch eine Meinung haben". Schließlich gehöre der Hafen zu Mannheim, habe die Stadt viel investiert am Verbindungskanal. Dazu gebe es die Westtangenten-Pläne. Maas: "Die Politiker haben es in der Hand, diese zu beschleunigen". "Wir erwarten, dass man sich im Rathaus klar äußert," betonten Bewohner und hoben die Einzigartigkeit des Industriedenkmals und seine Bedeutung für das gesamte Ensemble an der Kauffmannmühle hervor.
Nicht verkehrssicher
Der Zustand der Mühle sei wohl eher "eine Schande für den Jungbusch": Michael Dietrich, technischer Leiter bei der HGM, hält das Gebäude für "nicht im geringsten verkehrssicher und sehr gefährlich". Es müsste seiner Meinung nach gesperrt werden. Die Sanierung der maroden Teufelsbrücke (ohne Technikteil) würde die HGM 1,1 Millionen Euro kosten. Dietrich bedauerte: "Es hat uns überrascht, wie emotional das gehandhabt wird". Dabei habe die Stadt selber 2004 den Kauf der Brücke abgelehnt, verfolge die Planungen für den Hafenausbau nun seit zwei Jahren. Die Entwicklung am Kanal, so Dietrich, werde von der HGM auch nicht boykottiert: Promenade, Musikpark und Pop-Akademie stünden auf Hafengrundstücken. Die geplante Westtangente zum Mannheimer Norden sei zudem "nicht die Lösung für die Verkehrsprobleme im Hafen: 75 Prozent der LKW kämen aus anderen Richtungen. Im Übrigen würde die Trasse eh frühestens ab 2015 gebaut.
Im Quartier möchte man dagegen die Planungen für die Westtangente forcieren: Stadt und Hafen müssten hier zusammenkommen, so Michael Scheuermann. Der Quartiermanager formulierte vier Szenarien, die für die Bürger wichtig seien: Neben dem Bau der Verkehrstrasse, den Erhalt der Teufelsbrücke (ertüchtigt für Schifffahrt und Fußgänger) sowie Alternativplanungen für die Zufahrt an der Mühlauhubbrücke. In jeden Fall müsse die Verbindung zwischen linkem und rechtem Ufer am Kanal erhalten bleiben.
Mannheimer Morgen
13. März 2009
Mehr Geld für Bildung ist eine Zukunftsinvestition für soziale Gerechtigkeit, wirtschaftlichen Erfolg und für die Sicherung des Wohlstandes in Deutschland. Darauf hat SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Montag nach einer Sitzung des SPD-Präsidiums verwiesen und einen entsprechenden Schwerpunkt im Wahlprogramm angekündigt.
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
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