Zufallsfoto

Grundschul-Krise: Von Hamburg lernen! - Hamburger Bildungssenator Ties Rabe zu Gast in SPD-Fraktionssitzung

Veröffentlicht am 02.12.2022 in Pressemitteilungen

„Die aktuellen Ergebnisse der IQB-Studie zeigen, dass Baden-Württembergs Grundschulen in vielen Bereichen abgehängt sind. Während sich das Land in einem bedenklichen Abwärtstrend befindet, hat sich Hamburg bei den Leistungsvergleichen in den vergangenen Jahren im Ranking deutlich verbessert“, so SPD-Fraktionschef Andreas Stoch. In der Fraktionssitzung am Dienstag hat sich die SPD-Landtagsfraktion daher beim Hamburger Bildungssenator Ties Rabe über den Erfolg der Hansestadt in der IQB-Studie informiert.

„Vor zehn Jahren lag Hamburg noch auf dem drittletzten Platz. Mittlerweile liegen unsere Grundschülerinnen und Grundschüler beim Lesen, Zuhören und Rechnen im Bundesvergleich auf den vorderen Plätzen“, so Ties Rabe. SPD-Fraktionschef Andreas Stoch ergänzt: „Die heterogene Schülerschaft ist in Hamburg und Baden-Württemberg vergleichbar. Der wirkliche Unterschied ist: In Hamburg hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben erledigt, in Baden-Württemberg nicht. Vor allem im Bereich der frühkindlichen Bildung und der Grundschulen.“ Während die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg beim schlechten Abschneiden derzeit auffällig oft auf den hohen Migrationsanteil der Schülerschaft verweist, ist dies in Hamburg bei einem Migrationsanteil von 51 Prozent kein Thema (BW: 49 Prozent).

Ties Rabe: „Wichtig ist, dass wir genau hinschauen, um zu erfahren, welche Kinder besonderen Förderbedarf haben und welche Förderprogramme auch tatsächlich funktionieren. Dazu braucht es regelmäßige Lernstandserhebungen. Trotz anfänglicher Skepsis in Teilen der Lehrerschaft sind diese heute ein wichtiges und anerkanntes Instrumentarium an unseren Schulen. Entscheidend ist zudem, dass Fördermaßnahmen auch verbindlich umgesetzt werden. Gute Erfahrungen machen wir zudem seit Jahren mit der sozialindexbasierten Ressourcenzuweisung. Dadurch erhalten Schulen in herausfordernden sozialen Lagen zusätzliches Lehrpersonal sowie zusätzliche finanzielle Mittel. In Hamburg müssen außerdem alle Kinder im Alter von 4 ½ Jahren an einem Sprachtest teilnehmen. Werden dabei sprachliche Defizite festgestellt, müssen die Kinder an der Sprachförderung teilnehmen. Auch verpflichtende und kostenlose Nachhilfeangebote bei schlechten Leistungen oder die Einführung der Lernferien entfalten ihre Wirkung.“

Als weiteren Erfolgsfaktor nennt Rabe die Ausweitung von Lesen, Schreiben und Rechnen: „Das Erlernen der klar definierten Kernkompetenzen muss wieder mehr im Fokus stehen. Hierfür braucht es ausreichend Zeit im Unterricht. Deshalb haben wir feste Lesezeiten eingeführt und die Stundenzahl für Deutsch und Mathe erhöht. Die Ergebnisse der IQB-Studie zeigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind.“

Von Hamburg lernen heißt auch, grundsätzlich mehr Geld in Bildung zu investieren. Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ergänzt: „Während Hamburg 12.100 Euro pro Kind in die Bildung seiner Grundschüler*innen steckt, investiert Baden-Württemberg lediglich 6.700 Euro pro Grundschüler*in. Damit liegt unser reiches Bundesland nur auf Platz 11 im Bundesländervergleich.* Das hat Folgen: in keinem anderen Bundesland ist die Schüler-Lehrer-Relation an Grundschulen so schlecht wie in Baden-Württemberg!“

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de