Schwetzingerstadt
Wie viel Kirche braucht der Staat?
Die SPD-Landtagsfraktion lädt am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in den Konfirmadensaal der Christuskirche, Werderplatz 15, ein. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Unter dem Motto "Wie viel Kirche braucht der Staat?" diskutiert die Mannheimer Landtagsabgeordnete Helen Heberer gemeinsam mit dem evangelischen Dekan Günter Eitenmüller und dem katholischen Stadtdekan Karl Jung. Ingo Rust, kirchenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, schildert das Verhältnis von Staat und Kirche aus Sicht des Staates. Nach den einführenden Impulsen wird die Diskussion auch für die Zuhörer geöffnet. kur
Mannheimer Morgen
06. Mai 2009
Innenstadt: Rund 350 Radler fahren zwei Stunden in Polizeibegleitung durch die Quadrate
Radfahrer fordern mehr Platz auf den Straßen
Emma möchte, dass es bessere Radwege in der Stadt gibt. Deshalb radelt die Zehnjährige zusammen mit ihren Eltern sowie über 350 anderen Radlern auf dem "Fahrad-Spaß-Umzug" durch die Quadrate. Den Zweiradfreunden heizen die 26 Musiker vom Trommelpalast unter Leitung von Gero Fei kräftig ein, ehe diese sich auf den Sattel schwingen.
Dass hinter dieser Tour ernste Forderungen stehen, macht SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer klar: "Es geht neben weniger Feinstaub und besserer Luft darum, die Akzeptanz von Autofahrern gegenüber Fahrradfahrern zu erhöhen, damit die beispielsweise morgens ungefährdet an den Bahnhof fahren zu können" Einige gefährliche Situationen habe sie dabei schon erlebt, schildert sie. Nach Ansicht von Stadtrat Ulrich Schäfer sollte Rad fahren gegen die Einbahnstraße erlaubt werden. Ihn nerven die vielen Zubringer, die morgens ihre Autos kreuz und quer abstellen. Der Freizeitradler Sascha Eder findet es dagegen schade, dass er nicht durch die Planken fahren darf.
Grünen-Stadtrat Manfred Raufelder will eine lebenswerte Innenstadt erhalten, in der Radfahrer gleichberechtigt neben Autos einherfahren. Auf dem Asamplatz überrascht Radkünstler Oliver Korus mit seiner atemberaubenden Trialshow. Nahezu mühelos überwindet er auf seinem Zweirad bis zu sieben übereinandergestapelte Paletten und kurvt über sein menschliches Hindernis Edvin Kocic. "Vielleicht ist das so, wie man sich in der Stadt als Radfahrer fühlt", lacht da Raufelder.
Obwohl sich zeitweise lange Schlangen hinter den Radlern bilden, ganz besonders in der Bismarckstraße, stecken die meisten Autofahrer das weitgehend gelassen weg. "Hätten wir das gewusst, wären wir mitgeradelt", zeigt sich Albert Lellek gefasst. Und Ramazan Yatmak findet die Aktion "einfach nur gut". Ein anderer meint dagegen, es sei schon ein wenig "nervig", weil es sowieso schwierig sei, einen Parkplatz zu finden. Nur einer - ausgerechnet in einem Auto einer deutschen Nobelmarke - findet die Aktion gar nicht toll und zeigt den Stinkefinger, ehe er an der Kolonne vorbeifährt.
Von einem vollen Erfolg spricht Organisator Gerhard Fontagnier. "Das war super." Emma ist ebenfalls ganz begeistert: "Ich finde das toll, weil man bei Rot auch über die Ampel fahren darf und der Polizist schaut dabei zu." has
Mannheimer Morgen
27. April 2009
Landespolitik: 68 030 Euro fließen in den Sportstättenbau
Geld für drei Projekte
Das Förderprogramm 2009 für Sportstätten in Baden-Württemberg sieht für Mannheim einen Gesamtbetrag von 68 030 Euro vor. Die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer wie auch ihr CDU-Kollege Klaus Dieter Reichardt begrüßten die Aufnahme von drei Projekten aus der Quadratestadt beim kommunalen Sportstättenbau. Die Zuschüsse werden vom Kultusministerium getragen. "Es freut mich, dass auch Mannheim in das Förderprogramm aufgenommen wurde", so Heberer.
Von 182 Projekten, die mit insgesamt für 2009 zur Verfügung stehenden Mitteln von 42 Millionen gefördert werden, sei die Entscheidung zugunsten von drei Projekten in Mannheim gefallen. Es profitiere dabei nicht nur der Sportbereich, "auch die regionale Bauwirtschaft wird davon positiv betroffen sein", freut sich die Abgeordnete. So werde das regionale Handwerk mitgefördert. Der Gesamtbetrag von 68 030 Euro erscheint Heberer angesichts des Gesamtvolumens jedoch zu niedrig.
Umkleide in Käfertal
Die Zuschüsse teilen sich folgendermaßen auf: 30 000 Euro für den Neubau des Kunstrasen-Kleinspielfelds bei der Eugen-Neter-Schule, 21 030 Euro für die Sanierung des Umkleidegebäudes der Sportanlage Käfertal-Süd und 27 000 Euro für die Sanierung der Bertha-Benz-Halle. Die Auswahl der Projektförderung erfolgte, so die Information aus Stuttgart, auf Grundlage von Vorschlägen beratender Ausschüsse bei den Regierungspräsidien, in denen auch kommunale Landesverbände und Sportbünde vertreten sind. Der Zuschuss beträgt in der Regel 30 Prozent der Gesamtkosten. tan
Mannheimer Morgen
25. April 2009
Lindenhof: Mangelnde hygienische Einrichtungen und Alkohol-Exzesse sorgen für Ärger
Rheinterrassen-Wirt sieht den raschen Verfall der Rheinwiese
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Sie gehört zurecht zu den beliebten Ausflugszielen in Mannheim: die Gaststätte Rheinterrassen. Das Restaurant mit der Bewirtschaftung unter freiem Himmel zieht besonders im Sommer Gäste an. "Der Blick über den Rhein ist am Abend besonders reizvoll, wenn die Sonne langsam untergeht", schwärmt Günter Haspel. Mit seiner Frau Annette betreibt er das Lokal, ihre Freude an der reizvollen Umgebung ist allerdings zunehmend getrübt. "Nein, nicht die Leute, die auf der Rheinwiese friedlich grillen, sind es", wehrt Haspel ab, "sondern die Auswüchse mit alkoholisierten und Streit suchenden Jugendlichen".
Seit mehr als 30 Jahren ist der erfahrene Gastwirt im Geschäft, vor 13 Jahren übernahm er die Rheinterrassen. Und so kann er genau nachvollziehen, wie sich die sommerliche Freizeit auf der Rheinwiese entwickelt hat. "Am Anfang hat niemand ans Grillen hier gedacht", erinnern sich Annette und Günter Haspel, "das begann so richtig erst mit dem heißen Sommer 2003". Bis dahin, so der Gastronom, habe sich das Grillen auf die Wiese am Strandbad weiter Rhein aufwärts konzentriert. Weil es dort immer mehr wurde, hätten die Menschen zusätzlichen Platz für ihre Grillabende im Freien gesucht, und eben die Rheinweise auf dem Lindenhof entdeckt.
"Seit zwei Jahren kippt es hier um"
"Das war am Anfang nicht so schlimm", meint Haspel, "bis auf dass zusätzliche öffentliche Toiletten fehlten." "Seit etwa zwei Jahren kippt es hier aber", stellt der Wirt fest. Nach seinen Beobachtungen nehmen in späten Nachtstunden die Alkoholexzesse zu. Da sich an dem Missstand mit den mangelnden Toiletten nichts geändert hat, suchen die jungen Leute die Büsche am Rande der Wiese auf. An warmen Tagen stinke es erbärmlich entlang der ganzen Rheinpromenade.
Nicht selten kämen sie ins Lokal. "Die Gäste schauen schon überrascht, wenn da Einer barfuß, mit Gras in T-Shirt und Piercing-Ringen in Ohren Lippen und Augenbrauen durch das Restaurant stampft", weiß Haspel. Und wenn man den Leuten den Zutritt verbiete, gebe es nicht selten Randale.
Für den Wirt ist klar: Das Toilettenhäuschen an der Rheinpromenade ist für die Masse der Menschen zu wenig, zumal es gegen 22 Uhr geschlossen wird. Die Betreuer, die es unterhalten, machen Feierabend, haben aber auch Angst, länger zu bleiben. Neuerdings tauchen zu nächtlicher Stunde Jugendbanden auf der Rheinwiese auf, zetteln Streit an, der auch in Gewalttätigkeiten ausarten kann, oder überfallen friedliche Griller, um sie zu bestehlen. "Im vergangenen Sommer gab es hier drei schwerwiegende Vorfälle", zählt Gastronom Haspel auf.
Das weiß auch der Leiter des zuständigen Polizeireviers Neckarau, Polizeioberrat Renato Gigliotti. Im Gespräch mit dieser Zeitung kündigte er im kommenden Sommer verstärkte Kontrollen am Rhein an. Das aber löst noch nicht die Sache mit der Hygiene. Dafür engagieren sich Wolf Engelen von der Bürger-Interessen-Gemeinschaft Lindenhof, die resolute Lindenhöferin Helma Schäfer, Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) und die SPD Lindenhof unter dem Vorsitz von Stadtrat Professor Dr. Horst Wagenblaß.
Bislang freilich mit mäßigem Erfolg. Die Stadt hat die Umgebung des vorhandenen Toilettenhäuschens saniert, so dass es auch für Behinderte leichter zu erreichen ist. "Doch das genügt bei weitem nicht", betont Annette Haspel. Vor wenigen Tagen war sie in München und schaute sich an der Isar um. "Die haben dort etliche mobile Toilettenkabinen aufgestellt", lobt sie.
Bereiche mit Alkoholverbot
Günter Haspel weiß wiederum, dass auch die Heidelberger Stadtverwaltung ihre liebe Not mit Gelagen auf den Neckarwiesen hat. "Dort gibt es Bereiche, in denen Alkohol verboten ist; das wäre auch hier notwendig" meint er und verspricht sich davon eine Beruhigung der nächtlichen Exzesse: "Nicht die friedlichen Griller, die durch Alkohol enthemmten bereiten uns hier Kummer".
Mannheimer Morgen
22. April 2009
Rheinau: Zweites Hase-Essen "neuer Zeitrechnung"
Tradition am Leben halten
Das Hase-Essen des Rheinauer Carnevalvereins "Die Sandhase" - das war einst ein legendäres Mahl, Bestandteil des großen Sandhase-Festes. Zunächst in einem eigenen Zelt auf dem Festplatz Distelsand, fand es zuletzt in einem separierten Teil des großes Festzeltes statt, bevor es gemeinsam mit dem Sandhase-Fest unterging. Ein Wiederbelebungs-Versuch Ende der neunziger Jahre im Saal der Rheinauer Feuerwache scheiterte an der Raumfrage.
Im vergangenen Jahr jedoch wagte der Verein einen neuen Anfang. Senator Kurt Kubinski, im Organisieren derartiger Dinge weithin erfahren, nahm mit seiner Frau Verena die Sache in die Hand, und so wurde die Premiere ein großer Erfolg. Nun also folgte die Wiederholung rechtzeitig zu Ostern - welcher Termin würde auch besser passen?
Zahlreiche Ehrengäste
Auch in diesem Jahr war der Gemeindesaal St. Theresia gut gefüllt - trotz des stolzen Preises von 18,88 Euro. "Sandhase"-Chef Manfred Schenck und Senatspräsident Dieter Linke hießen zahlreiche Vertreter des gesellschaftlichen Lebens aus Rheinau und darüber hinaus willkommen. Allen voran Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) und Stadtrat Paul Buchert (CDU) sowie mehrere Vereinsvorsitzende wie Wolfgang Lehmpfuhl (BASF-Siedlergemeinschaft Rheinau-Süd) und Dieter Walter (Heimatverein).
Und dann endlich, nach dieser Begrüßung, war es soweit: Das namensgebende Gericht, die Hasenkeule mit Knödeln und Rotkraut, in Kurt Kubinskis Garage frisch gekocht, wurde kredenzt. Für diejenigen, die sich nicht damit anfreunden konnten, den Schenkel von Meister Lampe zu verspeisen, stand ein Rollbraten bereit. Dazu serviert wurden Weine des Wachenheimer Winzers Peter Stapf, den "Sandhase" als Ex-Stadtprinz von 2001 eng verbunden und daher ebenfalls anwesend.
Ihm galt der Dank der Veranstalter ebenso wie Walter Fessler und der Metzgerei Sinn sowie Elvira Winterkorn vom Tanzsportverein für ihren Auftritt quasi als Nachtisch. -tin
Mannheimer Morgen
17. April 2009
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen
14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de