Die beruflichen Schulen sind unverzichtbar für die jungen Menschen und die Wirtschaft in unserem Land. Deshalb hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren massiv in diesen wichtigen Bereich investiert. "Durch mehrere Rekordeinstellungsrunden haben wir den Fehlstundenanteil, der zu Zeiten der Vorgängerregierung noch bei landesweit 4,4 Prozent lag, nahezu halbiert", erklärt Kultusminister Andreas Stoch.
Flüchtlinge
Bei der Integration von jungen Flüchtlingen in unsere Gesellschaft leisten die beruflichen Schulen - wie auch die allgemein bildenden Schulen - einen ganz zentralen Beitrag. "Ich möchte mich bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die diese anspruchsvolle und zum Teil auch belastende Aufgabe wahrnehmen, sehr herzlich bedanken", so Stoch weiter. Ziel der Landesregierung ist es, all diesen Kindern und Jugendlichen gute Bildungsangebote zu machen. Auf Grundlage der bisherigen Prognosen des Bundes wurden zum kommenden Schuljahr 2015/16 insgesamt 565 zusätzliche Deputate für Vorbereitungsklassen und VABO-Klassen bereitgestellt. Rund 300 dieser Stellen entfallen auf den beruflichen Bereichen. Klar ist, dass bei Änderungen in den Prognosen zeitnah über eine weitere Nachsteuerung entschieden werden muss. Dazu sollen auch Rückmeldungen der Schulen ausgewertet werden.
Lehrergewinnung
Das Kultusministerium setzt sich mit verschiedenen Maßnahmen intensiv dafür ein, dass auch für Stellen in den so genannten Mangelbereichen genügend Bewerberinnen und Bewerber gefunden werden können. Neben der Möglichkeit des Quereinstiegs wurde aktuell etwa das Kontingent für die vorgezogenen Lehrergewinnungsverfahren für die beruflichen Schulen im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt. In den Fächern Metall- und Elektrotechnik setzt das Land sogar zusätzliche finanzielle Anreize wie tarifliche Zulagen und Anwärtersonderzuschläge. Letztendlich ist es aber die Entscheidung der jeweiligen Personen, ob sie in den Schuldienst eintreten möchten oder nicht - die Steuerungsmöglichkeiten der Schulverwaltung sind hier begrenzt.
Langfristig leistungsstarke Standorte sichern
Der demografische Wandel ist auch im beruflichen Schulbereich zu spüren und wirkt sich immer stärker auf die Nachfrage nach Vollzeitangeboten und dualen Ausbildungsangeboten aus. Um diese Entwicklung planvoll zu steuern und mögliche negativ Auswirkungen gerade auf kleinere Standrote im ländlichen Raum zu verhindern, setzt das Land auch im beruflichen Schulbereich auf einen engen Austausch und eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten vor Ort. "Wir sind überzeugt, dass wir mit den Instrumenten der regionalen Schulentwicklung auch im beruflichen Bereich langfristig leistungsfähige Standorte sichern und dadurch auch künftig möglichst viele Ausbildungsgänge in erreichbarer Nähe für die jungem Menschen anbieten können", so der Kultusminister.
Inklusion
Die Umsetzung der Inklusion ist ein langfristiger Prozess. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler schrittweise ansteigen wird und dies nach dem allgemein bildenden Bereich nun auch im beruflichen Bereich zunehmend spürbar sein wird. Parallel dazu sollen die entsprechenden Kompetenzen auch im beruflichen Bereich ausgebaut werden - etwa durch umfassende Fortbildungsangebote