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Modellstadt: SPD fordert stärkeren Fokus auf Verringerung des Verkehrs in Quadraten und 365-Euro-Jahresticket

Veröffentlicht am 17.08.2018 in Kommunalpolitik

Anlässlich der Ankündigungen seitens der Stadtverwaltung, wie Mannheim als Modellstadt der Bundesregierung die Luftverschmutzung verringern will, mahnen der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Eisenhauer und der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Boris Weirauch MdL, die Nachhaltigkeit der Pläne von Verkehrsdezernent Christian Specht (CDU) an.

„Die Absenkung der Ticketpreise für Einzelfahrscheine klingt zunächst einmal gut. Wir wollen aber vorher wissen, wie die Verwaltung das finanzieren will, wenn das Modellprojekt durch den Bund nach zwei Jahren nicht verlängert wird. Es wäre fatal, wenn man nach einigen Jahren die Preise im Nahverkehr wieder erhöhen müsste, weil der Bund sich entschließt, sich nicht weiter an der Finanzierung zu beteiligen“, fordert Weirauch Klarheit vom Verkehrsdezernenten.

Der SPD-Fraktionschef Eisenhauer signalisiert grundsätzliche Zustimmung seiner Fraktion: „Wir stimmen mit der Verwaltung überein, den Nahverkehr durch günstigere Tickets attraktiver zu machen. Als SPD können wir uns sehr gut auch das Wiener Modell vorstellen, also eine Jahreskarte für die Großwabe Mannheim zu 365 Euro, d.h. man kann für einen Euro pro Tag den Nahverkehr das ganze Jahr über nutzen.“

„Es muss gelingen, Menschen nicht nur für einzelne Fahrten für den ÖPNV zu gewinnen, sondern über das ganze Jahr hinweg. Momentan ist die Jahreskarte für die Großwabe Mannheim mit 730 Euro schlicht zu teuer“, ergänzt sein Fraktionskollege Weirauch.

Eisenhauer betont zudem nochmals die Position der SPD, den Nahverkehr in der Innenstadt noch deutlicher zu verbilligen. „Wir halten daran fest, den Nahverkehr in den Quadraten mittelfristig kostenlos anzubieten. Unser Vorschlag, ein Kurzstreckenticket anzubieten, ist hierfür der erste Schritt.“

Eisenhauer und Weirauch erneuern zudem ihre Forderung, dass der Verkehrsdezernent den Gemeinderat bei den Überlegungen einbinden soll: „Das ist kein Geschäft der laufenden Verwaltung, sondern muss in den zuständigen Ausschüssen des Gemeinderats besprochen werden.“

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