Pressemitteilung vom 12. Februar 2009
SPD-Landtagsabgeordneter: "Kann Entscheidung des Kultusministers nicht nachvollziehen"
In einem Antrag an die Landesregierung auf Einrichtung eines Realschulzuges an den Hauptschulen Forbach und Weisenbach als Modellversuch, setzte sich der Rastatter Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann als Mitglied der SPD im Schulausschuss des Landtags von Baden-Württemberg, für die berechtigten Belange der beiden Murgtalgemeinden ein. Er unterstützte damit den Vorschlag der beiden Bürgermeister Kuno Kußmann (Forbach) und Toni Huber (Weisenbach) für die beiden Gemeinden eine gemeinsame Haupt- und Realschule einzurichten. Dies könne z.B. dadurch geschehen, dass in Weisenbach die Klassen 5 bis 7 und in Forbach die Klassen 8 bis 10 unterrichtet würden. Alle Beteiligten erhoffen sich dadurch einen Erhalt der Schulstandorte im hinteren Murgtal.
Mit Unterstützung von Seiten des Kultusministeriums für diesen Vorschlag können die beiden Kommunen allerdings nicht rechnen, wie aus der Antwort von Kultusminister Helmut Rau (CDU) auf den Antrag von Gunter Kaufmann hervorgeht.
Demnach käme die Zusammenlegung der Schularten Hautschulen und Realschulen zu einer Regionalschule oder Verbandschule mit einem neuen Bildungsgang für die Landesregierung nicht in Betracht. Wörtlich heißt es: „Die Landesregierung lehnt die Zusammenlegung der Schularten deshalb weiterhin ab“. Deshalb wird das Kultusministerium eine Angliederung eines einzügigen Realschulzuges an die Hauptschulen in Weisenbach und Forbach als Modellversuch nicht genehmigen. Auch das von den beiden Bürgermeistern gewünschte Gespräch mit dem Kultusminister wurde verweigert, sie wurden von ihm an das staatliche Schulamt verwiesen.
Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Kommunen in ihrem Bemühen um eine pragmatische Lösung der schulischen Situation vor Ort, so Gunter Kaufmann, muss aber leider feststellen, dass die Kultusverwaltung derartige Anträge auf Einrichtung integrativer Schulformen nicht in dem gebotenen Maße anerkennt. Auf die Frage des Abgeordneten, welche alternativen Entwicklungsmöglichkeiten den beiden Hauptschulen in Forbach und Weisenbach von Seiten der Landesregierung angeboten werden können, antwortete der Kultusminister lapidar: „mit den im Kabinett verabschiedeten Eckpunkten zur Werkrealschule ist damit die besondere Situation des ländlichen Raums berücksichtigt“. Soll heißen, alles bleibt beim alten.