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Mannheimer Morgen: Rot und Schwarz gibt Blau

Veröffentlicht am 30.01.2012 in Presseecho

Rot und Schwarz gibt Blau
Von Bernhard Haas

Mannheim. Die Fasnachter vom Mannheimer "Club der Knöchelträger" haben den Frankenthaler CDU-Landtagsabgeordneten Christian Baldauf feierlich in den Orden zum "Blauen Zecher" aufgenommen. Damit wird ein waschechter Kurpfälzer für seine humorvolle Politik im Mainzer Landtag geehrt.

Wer die beiden Farben rot und schwarz miteinander mischt, der erhält normalerweise alles andere, nur nicht blau. Doch während der Fasnacht ist das anders. Wenn die baden-württembergische "rote" SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer die Laudatio auf den "schwarzen" rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsabgeordneten Christian Baldauf hält, kommt am Ende der Zeremonie mit einem Ritterschlag ein neuer "Blauer Zecher" heraus. So geschah es zumindest bei der Nacht der Präsidenten des "Clubs der Knöchelträger" im Hotel Steigenberger Mannheimer Hof. Feierlich erhob "Rheinschanzen"-Ehrenminister Jürgen Janßen mit einem Ritterschlag den waschechten Kurpfälzer CDU-Politiker aus Frankenthal in den neuen Ordensstand - "im Stehen" wie Janßen betonte, denn der "humorvolle Politiker soll bei seinen Taten immer aufrecht sein".

Nach dieser Ehrung zeigte sich der Frankenthaler "liewwe Bu" Baldauf "sichtlich geplättet", ob der herzlichen Laudatio der letztjährigen "Blauen Zecherin" Heberer. Keineswegs trocken verlief denn auch die Sitzung in vornehmem Ambiente. Das Stadtprinzenpaar Eva Maria I. und Marco I. eröffneten einen über vierstündigen bunten Reigen aus höchst präsidialen Büttenreden, weltmeisterlichen Tänzen und stimmungssteigernder Musik, in dem beide ihr Motto verkündeten.

Die Präsidenten befreundeter Karnevalsvereine gaben beim Vorsitzenden der Knöchelträger, Franz Barth, ein Stelldichein an Kurpfälzer Frohsinn. Andreas Heinrich und Yvonne Ries von der Scheitzniger Carnevalgesellschaft (SCG) ließen letztmalig Clown Andy und Äffchen Yvonne mit frechen Witzen aufleben. Der als Katastrophenprinz bekannte "Oberknöchel" Barth stieg selbst in die Bütt und zog markante Geschehnisse aus der Stadt- und Weltpolitik scharfzüngig durch den Kakao. SCG-Ex-Präsident Dr. Hans-Joachim Förster erzählte in 44 Redensarten die Lebensgeschichte vom Oberförster und seiner Frau, die in dem Sprichwort gipfelte: "Alte Liebe rostet nicht". Hans Schmitt von der Fröhlich Pfalz trieb als Bruder vom Kachelmann den Zuhörern Freudentränen in die Auge und Rollie Müller fixierte als "knipsender Fotograf" alle Lebenslagen von der Wiege bis zur Bahre durch hintersinnigen Humor.

Dazwischen boten die Tanzmariechen Melina Strohmeier, Tatjana Friedrich und Sabrina Mayer sowie die Aktivengarde der großen Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft und der Spargelstecher sowie die Showtanzgruppe von Grün-Weiß Oftersheim Akrobatik in höchster Vollendung. Die beiden Geschwister Denis und Sebastian Gouin begeisterten mit Überschlägen und Salti. Die siebenjährige Melina fand alle Tänze einfach nur "ganz toll". Stimmung in das "Wohnzimmer" der Knöchelträger brachte "Mister Pudelnaggisch", Horst Karcher von den Stichlern. Er schwang das Akkordeon und besang weniger bekleidete Alltagsgeschichten. Einen wahren Sturm an Frohsinn entfaltete Alexander Boppel von den Spargelstechern, der das Publikum zu einer schunkelnden Joggingrunde mitriss. Abschließend besang er das, was einem Fasnachter am Kampagnen-Ende fehlt: "Ich brauche sechs bis acht Stunden Schlaf".

Übrigens hat der Name "Blauer Zecher" zunächst einmal nichts mit der vermuteten ureigensten Bedeutung des Wortes zu tun. Ursprünglich stammt die 1986 erstmals an kurpfälzische Politiker verliehene Ehrung von den beiden Karnevalsvereinen, den Mannheimer "Blauen Veilchen" - einer uralten Kulturpflanze, die allerdings keine Trockenheit verträgt- und den Ludwigshafener "Fidelen Zecher" - einem geselligen Zeitgenossen, der sich mit Anderen gut verträgt. Damit wollten die beiden Vereine die Verbundenheit der Menschen mit den beiden Städten am Rhein unterstützen.

Mannheimer Morgen
29. Januar 2012

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

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