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Heberer: Hochqualifizierte Frauen sollen in börsennotierten Unternehmen angemessen berücksichtigt werden

Veröffentlicht am 24.01.2013 in Pressemitteilungen

Im heutigen Ausschuss für Europa und Internationales, in welchem die Landtagsabgeordnete Heberer als ordentliches Mitglied sitzt, wurde die Unterstützung einer verbindlichen Frauenquote für Führungskräfte auf europäischer Ebene beschlossen. Diese von CDU, Grünen und SPD getragene Beschlussempfehlung an den Landtag sieht vor, den von der Europäischen Kommission vorgelegten Richtlinienvorschlag zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern bei börsennotierten Gesellschaften zu unterstützen. Danach soll bis zum Jahr 2020 bei Aufsichtsräten in börsennotierten Unternehmen eine Quote von 40 Prozent für das unterrepräsentierte Geschlecht – das sind in der Regel Frauen – eingeführt werden soll. „ Da Selbstverpflichtungen der Wirtschaft bislang keinen Erfolg gezeigt haben, wird es höchste Zeit, dass hochqualifizierte Frauen angemessen in Führungspositionen dieser Unternehmen berücksichtigt werden“, so Heberer, die sich davon eine Signalwirkung für die Stellenvergabe bei Führungskräften in der Wirtschaft erhofft.

“Einerseits klagen wir über den Mangel an qualifizierten Fachkräfte, andererseits schöpfen wir die Potentiale von geeigneten Bewerberinnen noch lange nicht aus“ erläutert Heberer den Kernvorschlag der Europäischen Kommission, der vorsieht Aufsichtsratsposten künftig nach objektiven und transparenten Verfahren zu vergeben.. Das unterrepräsentierte Geschlecht solle nicht automatisch bevorzugt werden. Wenn aber männliche und weibliche Kandidaten gleich gut qualifiziert seien, solle das Geschlecht der Minderheit den Vorzug bekommen, die Abgeordnete.

Die Europäische Kommission schlägt außerdem vor, die Mitgliedstaaten zu verpflichten, wirksame und abschreckende Sanktionen, bis hin zur Abberufung von männlichen Aufsichtsratsmitgliedern, festzulegen, wenn die Quotenvorgabe nicht bis zum Jahr 2020 erfüllt wird. Für Vorstandsmitglieder sollen börsennotierte Unternehmen bis 2020 eigene Gleichstellungsziele, eine sogenannte „Flexiquote“, formulieren.

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