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SPD-Landtagsfraktion für gesetzlichen Feiertag anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation im Jahr 2017

Veröffentlicht am 25.01.2013 in Landespolitik

Bildquelle: photocase.com // himberry

Der Reformationstag im Jahr 2017 soll nach einem Antrag des SPD-Abgeordneten Thomas Reusch-Frey in Baden-Württemberg ein arbeitsfreier Tag werden. Der Sozialdemokrat verweist in seinem Landtagsantrag darauf, dass sich am 31. Oktober in vier Jahren zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an die Wittenberger Schlosskirche jährt. „500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers sollen die Menschen in Baden-Württemberg feiern statt arbeiten“, schlägt Reusch-Frey vor.

Das Land solle sich damit jenen Bundesländern anschließen, aus denen bereits ein positives Signal gekommen sei, den 31. Oktober 2017 als einmaligen Feiertag festzulegen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hatte auf der Synode im September vergangenen Jahres eine Anregung in diese Richtung gegeben. Thomas Reusch-Frey, der bis zu seiner Wahl in den Landtag 2011 über sechzehn Jahre lang Pfarrer an der Kilianskirche in Bietigheim-Bissingen war, begründet den Zeitpunkt seiner Initiative mit dem Wunsch nach einer breiten Diskussion und vor allem mit der Planbarkeit für Betriebe, Arbeitnehmer und Kirchen. „Ich bin optimistisch, dass die Landesregierung meiner Anregung folgt und die notwendigen Schritte einleitet“, so Reusch-Frey.

Nach Vorstellung des SPD-Politikers sollten in Baden-Württemberg alle Menschen über die Grenzen der Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen hinweg gemeinsam dieses bedeutende Jubiläum begehen, das unser Land wesentlich mitgeprägt habe. Die Reformation habe nicht nur eine religiöse Bedeutung, sondern habe auch vielfältige gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen angestoßen und eine Langzeitwirkung, die bis in die Gegenwart reiche. In diesem Zusammenhang hob Reusch-Frey hervor, dass durch manche Wirren in der Geschichte die Vielfalt der Konfessionen zu einem friedlichen, guten und bereichernden Miteinander gefunden habe. Er erkenne darin ein Modell für das Zusammenleben der Völker im größer gewordenen Europa und darüber hinaus.

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