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Wo Demokratie Gestalt annimmt: Landtagsfahrt mit Daniel Born in die Herzkammer der Demokratie

Veröffentlicht am 05.06.2025 in Landespolitik

Stuttgart. „Demokratie heißt für mich, dass jeder den Unterschied macht“, so Landtagsvizepräsident Daniel Born. Dieses Erleben stand im Mittelpunkt seiner Demokratietour am 5. Juni 2025. Mit einem bis auf den letzten Platz vollbesetzen Reisebus ging es für Bürgerinnen und Bürger aus seinem Wahlkreis Schwetzingen, Teilnehmerinnen von der Louise-Otto-Peters-Schule Hockenheim und Wiesloch und Mitglieder des VdK Mühlacker in die Landeshauptstadt. Die Demokratietour ist ein besonderes Format, mit dem Daniel Born regelmäßig Bürgerinnen und Bürger aus seinem Wahlkreis in den Landtag einlädt. Ziel ist es, politische Entscheidungsprozesse nachvollziehbar zu machen und durch persönliche Begegnungen das Vertrauen in demokratische Institutionen zu stärken. „Wir sind bei der Demokratietour immer Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Denn unsere Demokratie braucht genau diese Vielfalt“, betonte Born beim Empfang im Landtag.

Schon beim Besuch des Landtagsgebäudes wurde deutlich: Demokratie hat in Stuttgart nicht nur einen festen Ort, sondern auch eine bewegte Geschichte. Erst nach dem Zusammenschluss von Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden zum Bundesland Baden-Württemberg im Jahr 1952 wurde eine gemeinsame parlamentarische Heimat geschaffen. Das heutige Haus des Landtags war 1961 der erste Parlamentsneubau der Bundesrepublik nach dem Krieg – ein klares Bekenntnis zur Demokratie in der jungen Bundesrepublik. Der Bau wurde 1957 von Architekt Kurt Viertel entworfen, in unmittelbarer Nähe zum Neuen Schloss und dem Staatstheater.

Die Teilnehmenden der Demokratietour erhielten während einer Führung durch den Landtag nicht nur Einblicke in die Funktionsweise des Parlaments, sondern erfuhren auch, wie hier über Gesetze, Haushalte und Zukunftsfragen unseres Landes entschieden wird. Im anschließenden persönlichen Gespräch mit ihrem Landtagsabgeordneten nutzten die Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen – etwa zu den Herausforderungen im Bildungssystem oder barrierefreiem Wohnraum.

Dabei konnte Born auch Fragen zu seinen Aufgaben als Wahlkreisabgeordneter und als stellvertretender Landtagspräsident beantworten. „Es ist ein hohes demokratisches Gut, dass die Sitzungsleitung aus den Reihen der Abgeordneten gewählt wird. In dieser Rolle gilt für mich auch eine hundertprozentige Neutralitätspflicht. Aber natürlich bin ich Sozi mit Leib und Seele und setze mich als Abgeordneter für unseren Wahlkreis für so ganz konkrete Themen wie Förderprogramme, Entenpfuhl vor Auskiesung schützen oder besseren Lärmschutz ein“, erläuterte der Politiker und ergänzte: „Die Fragen, Anregungen und Meinungen der Menschen aus meinem Wahlkreis sind mir wichtig, denn sie helfen mir, ihre Interessen bestmöglich im Parlament zu vertreten. Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen und Mitgestalten. Sie beginnt nicht erst im Plenarsaal, sondern in jeder persönlichen Begegnung.“

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Hotel Silber, der ehemaligen Gestapo-Zentrale in Stuttgart und heutigen Gedenk- und Bildungsstätte. Der Ort dokumentiert die Verbrechen des NS-Regimes – gerade auch gegenüber politischen Gegnern wie Mitgliedern der SPD und KPD – und erinnert an die Mechanismen autoritärer Herrschaft.

Die Geschichte des Hauses ist auch eine Geschichte der demokratischen Zivilgesellschaft. In einem breiten Bündnis aus Ehrenamtlichen, Fachleuten und Politikerinnen und Politikern – insbesondere aus der SPD – konnte das Gebäude vor dem Abriss bewahrt und zu einem Lernort umgewandelt werden.

Im Museum, das heute dem Haus der Geschichte angegliedert ist, sollen insbesondere junge Menschen zentrale demokratische Werte vermittelt bekommen. „Gerade in Zeiten, in denen populistische und antidemokratische Kräfte in Europa wieder erstarken, ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus – wie hier im ‚Hotel Silber‘ – wichtiger denn je“, erklärte der SPD-Politiker. „Nur wenn wir uns unserer Vergangenheit stellen, können wir unsere Demokratie schützen und der wachsenden Gewaltbereitschaft entschlossen entgegentreten.“

Zum Ausklang des Tages lud Born zu einem Sektempfang auf die Dachterrasse des Hauses der Abgeordneten ein. Bei sommerlichem Wetter und mit Blick auf Schloss und Staatstheater tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Eindrücke aus. „Ich nehme viel mit – nicht nur über den Landtag, sondern auch darüber, wie wichtig es ist, sich einzumischen“, so eine Teilnehmerin. Eine andere ergänzte: „Wie schön, dass wir hier in Freiheit miteinander auf die Demokratie anstoßen.“

Homepage Daniel Born

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