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Videoschalte aus dem Landtag: Born kocht mit Schwetzinger Schüler*innen

Veröffentlicht am 05.02.2022 in Landespolitik

Der Schwetzinger Wahlkreisabgeordnete und Landtagsvizepräsident Daniel Born hat am Mittwoch mit Schwetzinger Schüler*innen via Videoschalte ein gesundes Frühstück gekocht. Born: „Für mich ist wichtig: Welchen sozialen Fußabdruck haben meine Lebensmittel?“

Stuttgart/Schwetzingen. Eine direkte Videoschalte gab es in dieser Woche von der Küche in den Stuttgarter Landtagsgebäuden in das Privatgymnasium Schwetzingen in der Hildastraße. Die Schüler*innen hatten den Wahlkreisabgeordneten und Vizepräsidenten Daniel Born eingeladen, mit ihnen ein gesundes Frühstück zuzubereiten. Da aber an dem Tag der Landtag auch Sitzungstag hatte und Born über mehrere Stunden die Sitzungen leitete, wurde direkt aus der Küche im Landtagsgebäude nach Schwetzingen geschaltet. Auf dem Rezeptzettel stand ein Porridge mit Hafermilch, Quinoa und Früchten.

„Als Verbraucher*innen habt ihr richtig viel Macht in euren Händen“, das war die zentrale Botschaft des Landtagsvizepräsidenten Born an die Schüler*innen der 8. Klasse des Privatgymnasiums in Schwetzingen.

Die Jugendlichen hatten anlässlich des Umwelttages an ihrer Schule Gelegenheit, unter der Anleitung des Abgeordneten ein nachhaltiges und gesundes Frühstück zuzubereiten. Dabei kam Born auf die ökologischen und sozialen Zusammenhänge von Lebensmittelproduktion und -konsum zu sprechen und beantwortete Fragen der Schülerinnen und Schüler zu nachhaltiger und verantwortungsbewusster Ernährung.

Das Beispiel von Quinoa als Nährpflanze verdeutlicht auch die globalen Dimensionen der Ernährungsdebatte: Während die Pflanze in Südamerika seit 6000 Jahren zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln gehört hatte, verboten Kolonialmächte teilweise zunächst ihren Anbau. Erst seit wenigen Jahren ist in Europa ein regelrechter Hype um das sogenannte Superfood entstanden, was wiederum Druck auf lokale Produktion und einheimische Bauern erzeugt hat. Die Vereinten Nationen stufen Quinoa heute als ein Zukunftsnahrungsmittel ein, weil es einen wichtigen Beitrag zur Ernährung von vielen Menschen weltweit leisten kann. Aber, so der Vizepräsident: „Damit der Handel mit Quinoa fair ist, müssen die Bauern gute Löhne für ihre Arbeit erhalten.“

Die Jugendlichen wollten wissen, wie man nachhaltige Lebensmittel erkennen kann und ob man sich generell besser vegetarisch oder vegan ernähren sollte. Born betonte, wie wichtig es sei, sich gut zu informieren. Es gibt eine Vielzahl von Siegeln und man muss schon genau hinschauen, welche Kriterien angewandt werden. Außerdem, so Born: „Wenn wir vor allem billig einkaufen, zahlt immer jemand einen Preis: Entweder die Umwelt oder die Bäuerinnen und Bauern, die die Lebensmittel produzieren.“

Für den Abgeordneten ist es deshalb wichtig, sich bewusst zu ernähren und darauf zu achten, welchen sozialen und ökologischen Fußabdruck Lebensmittel haben. Fleischkonsum verursacht enorme CO2-Emissionen. Man muss sich nicht zwingend ausschließlich vegan oder vegetarisch ernähren, aber jeden Tag Fleisch zu essen, kann nicht nachhaltig sein und macht es wegen höherer Kosten auch schwieriger, auf Produktionsbedingungen zu achten. Born ist außerdem begeistert: „Ich habe für mich durch die vegetarische und vegane Küche auch eine viel größere Vielfalt entdeckt, die Spaß macht.“

Homepage Daniel Born

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