Zufallsfoto

Verlängerung der Friedensmission UNMIS im Sudan und UNAMID in Darfur

Veröffentlicht am 15.11.2007 in Anträge

Den Anträgen der Bundesregierung über die Fortsetzung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an der Friedensmission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS) sowie an der AU/UN Hybrid Operation in Darfur (UNAMID) am 15. November 2007 habe ich zugestimmt.

Die VN-Friedensmission im Süden des Sudans (UNMIS) ist dort seit 2005 stationiert. Im selben Jahr wurde ein Nord-Süd-Friedensabkommen zur Beendigung des blutigen Bürgerkrieges geschlossen, dessen Umsetzung sich als zunehmend schwierig erweist. Die UNMIS ist dabei als stabilisierendes Element bis auf weiteres unverzichtbar. Sie übernimmt mit etwa 10.000 Soldaten und Polizisten sowie 3.500 zivilen Experten die Aufgabe Sicherheit zu schaffen für den wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbau.

Dieser Aufbau geht voran: Zahlreiche Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück, Verwaltungsstrukturen festigen sich. Politisch ist die Umsetzung des „Umfassenden Friedensabkommens“ jedoch ins Stocken geraten. Der Friedensvertrag gilt den Darfur-Rebellen auch als Beispiel für eine mögliche politische Lösung in Darfur. Ein Scheitern des Friedensabkommens würde auch die Entwicklungen in Darfur gefährden. Der UNMIS kommt deshalb eine zentrale Rolle zu - nicht nur bei der Friedenskonsolidierung im Südsudan, sondern darüber hinaus im ganzen Land.

Die Bundeswehr leistet dazu durch Ihre Beteiligung mit Militärbeobachtern und Stabspersonal einen wichtigen und international angesehenen Beitrag. Die Zustimmung zur Verlängerung dieser Mission stellt daher aus meiner Sicht das einzig verantwortliche politische Handeln dar; darin sind sich alle im Bundestag vertretenen Fraktionen bis auf die Linke einig.

Besonders schwierig gestaltet sich die derzeitige Situation in Darfur im Westen des Sudans. Seit Beginn der Kämpfe zwischen den Rebellen und den Milizen der Regierung sind mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen, eine noch größere Zahl ist in benachbarte Länder geflüchtet. Da eine Friedensmission der Afrikanischen Union in Darfur (AMIS) keine Verbesserung der humanitären Situation und Sicherheitslage bewirken konnte, haben die Vereinten Nationen zusammen mit der Afrikanischen Union eine gemeinsame Friedensmission in Darfur, die UNAMID, eingerichtet.

Die Aufgabe von UNAMID ist es, die umgehende und wirksame Umsetzung des Darfur-Friedensabkommens von 5. Mai 2006 sowie der Ergebnisse der derzeit unter Leitung der Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union geführten Friedensverhandlungen zu unterstützen. Die Mission soll neben dem Eigenschutz auch den Schutz der Zivilbevölkerung vor bewaffneten Überfällen gewährleisten. Der deutsche Beitrag umfasst einen Umfang von bis zu 250 deutschen Soldatinnen und Soldaten, die als Einzelpersonal in Stäben, als Experten mit Verbindungs-, Beratungs- und Unterstützungsaufgaben und im Rahmen der Lufttransportunterstützung eingesetzt werden. Ich sehe in dieser gemeinsamen Friedensmission der VN und der Afrikanischen Union eine realistische Möglichkeit, das menschliche Leid effektiv und dauerhaft zu lindern.

Die Kosten für den UNMIS-Einsatz werden sich für die Dauer von 9 Monaten und bei einem Einsatz von bis zu 75 Soldatinnen und Soldaten rund 1,2 Mio. Euro betragen. Die Kosten für den UNAMID-Einsatz belaufen sich auf insgesamt rund 2,0 Mio. Euro, wovon der Einsatz von bis zu 250 deutschen Soldatinnen und Soldaten finanziert werden kann.

Homepage Peter Friedrich

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de