Zufallsfoto

Unzufriedenheit bei der Polizei auch in Mittelbaden

Veröffentlicht am 11.08.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 11. August 2008

Vertreter der Polizeigewerkschaft (DPolG) im Gespräch mit SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann

Mit einem Sack voller Probleme machten vier Vertreter des Kreisverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Baden/Rastatt/Bühl unter Leitung ihres Vorsitzenden Eberhard Wetzel einen Besuch beim Landtagsabgeordneten der SPD, Gunter Kaufmann und brachten ihre Unzufriedenheit über die bestehenden Arbeitsbedingungen und die Besoldungssituation zum Ausdruck.

Die belegbaren und anerkannten beruflichen Besonderheiten der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen im Polizeidienst sind offenkundig und nicht von der Hand zu weisen, stellte Wetzel beim Gespräch klar. Kaum eine andere Verwaltung fordert ihre Mitarbeiter mehr als die Polizei, kaum eine andere Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist gefährlicher und gesundheitlich belastender als die Arbeit der Polizeibeamten, was Kaufmann nur bestätigen konnte. Die entsprechende Entlohnung fällt dagegen nur ungerecht aus, so der stellvertrende Kreisvorsitzende Axel Mörmann im Namen der Polizeigewerkschaftler. Die DPolG fordert daher eine baldige Änderung der Dienstrechtsreform vom Land Baden-Württemberg, wie sie zum Teil in anderen Bundeslängern bereits geschehen ist.

Knapp 1.500 Stellen (900 im Polizeivollzugsdienst und 570 im Nichtvollzugsdienst) seien in den nächsten drei Jahren in Baden-Württemberg abzubauen, was letzten Endes zu Lasten der Bürger und ihrer Sicherheit geht, stellte Reinhold Schell fest. Grund für diesen Abbau sei unter anderem die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 41 Stunden. In den Dienstgruppen Bühl und Gaggenau seien von den tatsächlich zur Verfügung stehenden 40 Planstellen derzeit nur rd. 34 Stellen besetzt. Ausfälle durch Zurruhesetzung, Weggang, Fortbildung oder Mutterschaftsurlaub, werden meist durch Inanspruchnahme von Mitarbeitern aus dem Streifendienst ersetzt, betonte Thomas Eck. Schon jetzt ist bekannt, dass bis März 2009 im Bezirk der Polizeidirektion Baden-Baden/Rastatt/Bühl 17 Abgänge/Ausfälle zu Buche stehen, denen nur ein Zugang gegenübersteht. Das hat zur Folge, so Wetzel, dass anstatt zwei nur noch eine Streifenbesatzung (mindestens zwei Beamte) zum Einsatz kommen kann. Dies sei „Sicherheitspolitik mit heiß gestrickter Nadel“, so die Vertreter der Polizeigewerkschaft.

Gunter Kaufmann will sich der Probleme der Polizisten annehmen, um für die Zukunft die Motivation und damit die Leistungsbereitschaft der im Polizeidienst stehenden Beamten nicht zu gefährden. Hierzu sei nur eine grundlegende Strukturveränderung dauerhaft zufriedenstellend. Mit entsprechenden Initiativen im Parlament will er die Entwicklung der Plan-Soll –und Plan-Ist-Stellen thematisieren. Ebenso muss die Situation der Besoldung für den Schichtdienst und die Höhe der Erschwerniszulage angesprochen werden. Während im Bund die Erschwernis-zulage-Verordnung bereits umgesetzt sei, fehle diese Umsetzung im Land Baden-Württemberg noch, bedauerte der Landtagsabgeordnete.

Homepage Gunter Kaufmann

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de