Kurpfälzisches Kammerorchester: Mitgliederversammlung des Fördervereins
Harmonie zurückgekehrt
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
Das Kurpfälzische Kammerorchester ist "nach sehr, sehr schwieriger Zeit wieder auf einem guten Weg". Das sagte Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene, der Vorsitzende des Trägervereins, bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins: "Wir hatten Grundberührung", räumte er selbstkritisch ein, "sind aber aus dem tiefen Tal wieder heraus."
Nach einem hohen Defizit hatte sich der Trägerverein des Orchesters von seinem Geschäftsführer getrennt, zudem habe der Chefdirigent den Klangkörper "im Stich gelassen", wie Hoyningen-Huene formulierte. Inzwischen sei es aber gelungen, einen Nachfolger zu finden, der "schon glänzende Kritiken erhalten" habe und der "mit dem Orchester hervorragend harmoniert", wie der Vorsitzende betonte. Auch finanziell sei man "gut stabilisiert", weshalb demnächst freie Stellen besetzt werden und der Klangkörper wieder auf 14 feste Musiker anwachse.
Dennoch sprach Hoyningen-Huene von einer finanziell "unsicheren Perspektive". Einmal sinke das Spendenaufkommen. Zudem könne das Land nur dann weiter einen Zuschuss von 280 000 Euro zahlen, wenn die Stadt ihren Beitrag von derzeit 240 000 um mindestens 10 000 Euro erhöhe. "Es wäre sonst bitter, wenn wir zugesagtes Geld vom Land verlieren", hofft der Vorsitzende auf einen entsprechenden Beschluss des Gemeinderats.
Jenseits aller finanziellen Probleme wolle sich das Orchester "noch intensiver der Kundenpflege widmen", wie Hoyningen-Huene ankündigte. Bereits bewährt hätten sich die neuen Einführungsveranstaltungen vor Konzerten und der neue Internetauftritt, ferner sind Probenbesuche geplant. Zudem will die neue Assistentin der Geschäftsführung, Gabriele Gefäller, ein Projekt starten, um Kindern und Jugendlichen das Kammerorchester näher zu bringen.
Der Förderverein will nach den Worten seines Vorsitzenden Hubertus Stärk "einen Beitrag zur Erweiterung des Repertoires leisten" und "einen besonderen Anreiz für die Abonnementkonzerte schaffen". Deshalb hat er zugesagt, dem Orchester bei der Verpflichtung renommierter Solisten zu helfen. Zudem wurden schon einheitliche Notenpulte angeschafft, es gab ein Benefizkonzert und Mitgliederwerbeaktionen. Stärk wurde als Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie seine Stellvertreterin, die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer, sowie die Vorstandsmitglieder Prof. Gerd Schröder, Hella Eichhorn, Dr. Hans Oskar Koch, Dr. Horst Mölders und Dr. Adelheid Weiss.
Mannheimer Morgen
7. Juli 2009
Politik: Stadt macht in Stuttgart Eigenwerbung in Sachen Kreativwirtschaft
Mannheim trommelt für sich
Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm
Ein Sommerabend mitten in Stuttgart, und alle reden über Mannheim. Zumindest für einige Stunden war das gestern Abend so, die Stadt hatte zu ihrem zweiten "Mannheim Abend" in die Landeshauptstadt geladen. Thema: Musik- und Kreativwirtschaft. Das Ziel: In der baden-württembergischen Entscheidungszentrale auf Mannheim aufmerksam machen und Kontakte knüpfen. Gekommen waren in den Bix-Jazzclub Landespolitiker, dazu Vertreter aus Wirtschaft und Medien in Stuttgart - und zahlreiche Mannheimer.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz warb für die Vielfalt seiner Stadt, die bekannten Namen aus Mannheim lauteten heute schließlich Naidoo, Ceylan und Al-Deen statt Müller und Meyer. Die Schnelligkeit und Kleinteiligkeit der Kulturwirtschaft sei im Übrigen auch für seine Verwaltung eine Herausforderung. Minister Prof. Peter Frankenberg wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt ja bereits Früchte trage, so etwa bei der Einrichtung der Popakademie in Mannheim. Lob gab es von Christoph E. Palmer, Geschäftsführer der Allianz Deutscher Produzenten in Film und Fernsehen. "Ich habe den Eindruck, dass Mannheim sehr strategisch an das Thema herangeht."
Herzstück der Veranstaltung war eine Diskussionsrunde, in der es natürlich darum ging, was in Mannheim alles getan wurde und was es noch zu tun gibt. Denn dass die Kreativwirtschaft förderungswürdig sei, betonten alle. "In der Bruttowertschöpfung hat sie die Chemiebranche schon überholt", sagte Helen Heberer, die die Diskussion leitete. Die Runde warf einen Blick auf viele Bereiche, den Nutzen der Popakademie für die Stadt und bei aller Kreativbegeisterung die Probleme der Existenzgründer - für kleine Modeunternehmen sei es etwa "extrem schwer, bei den Banken an Geld zu kommen", so die Mannheimer Designerin Katrin Leiber.
Mehr Besucher als beim ersten Mal hatten sich gestern zum "Mannheim Abend" angemeldet, daran lasse sich das gestiegene Interesse ablesen, findet Prof. Dietmar von Hoyningen-Huene, Mannheims "Botschafter" in Stuttgart. Als Erfolg könne er zudem vermelden, dass Mannheim als Zentrum der Metropolregion als "sehr interessant gilt hier in Stuttgart". Tatsächlich überlegen wohl auch andere Kommunen, wie sie in der Landeshauptstadt auf sich aufmerksam machen können. Karlsruhe erwägt so einen "Badener Stammtisch".
Die offensive Art Mannheims stoße in Stuttgart sicher auf mehr Sympathie als die "Selbstbemitleidung" anderer Städte, sagte ein Kenner der Stuttgarter Politszene. "Trotzdem fragen sich natürlich immer noch viele, warum Mannheim hier ein eigenes Büro braucht." Das sei schließlich bundesweit einmalig, es gebe ja noch die Landtagsabgeordneten als Vertreter. Mit denen möchte von Hoyningen-Huene erst gar nicht in Konkurrenz treten - "wir machen keine Politik".
Mannheimer Morgen
1. Juli 2009
Polizei: Umbau und Neubau in L 6 werden nicht mehr in einem Zusammenhang realisiert / Unruhe bei den Beamten
Verwirrung um Sanierung des Präsidiums
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
"Erhebliche Unruhe und Besorgnis" macht sich, so Personalratsvorsitzender Egon Manz, im Polizeipräsidium breit. Nach Beobachtungen der Beamten sind die Vorbereitungen für die Sanierung und den Anbau des Gebäudes in L 6 ins Stocken geraten. "Wir haben den Eindruck, dass man auf Zeit spielt, um dann wegen der Finanzkrise ganz von dem Projekt Abstand zu nehmen", fürchtet Manz und verweist als Beleg dafür auf ein Schreiben des Stuttgarter Finanzministers.
Minister Willi Stächele hatte an die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer geschrieben. In dem Brief heißt es, einer "zeitnahen Ausschreibung und Durchführung" der Sanierungsarbeiten stehe nichts entgegen, "sofern sich das Polizeipräsidium bereiterklärt, den Umbau auch dann mitzutragen, wenn sich die Realisierung des Neubaus verzögern sollte". Und dass sie sich verzögert, ist dem Brief auch zu entnehmen. Darin wird zwar bekräftigt, dass der Anbau "durch einen privaten Investor erstellt und vorfinanziert werden" solle. Doch müsse "noch geklärt werden", ob wegen der Finanzkrise "derzeit wirtschaftliche Angebote erzielt werden können".
Präsident weiß von nichts
Egon Manz schließt daraus, "dass man in Stuttgart möglicherweise nicht mehr gewillt ist, beide zusammenhängenden Projekte zu realisieren". "Aber das Land steht im Wort", erinnert er an frühere Zusagen, zudem käme solch eine Baumaßnahme ja derzeit der Wirtschaft zugute, mahnt der Personalratschef.
Polizeipräsident Gerhard Klotter findet das "alles sehr verwirrend". "Ich merke nur, dass sich das Vorhaben verzögert - aber wie lange und warum, das weiß ich nicht", beklagt er. Er kenne lediglich den Brief des Ministers an die Abgeordnete, direkt habe er noch gar nichts gehört: "Offiziell weiß ich nichts" - nur, dass die Unruhe und das Rätselraten in seinem Haus zunehmen. "Die Sanierung ist dringend notwendig und kann auch nicht warten, bis der Neubau fertig ist", bekräftigt Klotter.
Ministerium zurückhaltend
Aus dem Finanzministerium wird dagegen versichert: "Das Land hält an den geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Altbau fest", so Melanie Zachmann, die Pressesprecherin des Ministers. Die Mitarbeiter könnten davon ausgehen, "dass mit den Umbauarbeiten am Altbau im vierten Quartal begonnen werden kann". Noch im April war vom Baubeginn "nach der Sommerpause" die Rede.
Zurückhaltender ist die Aussage zum Neubau. "Das Ministerium klärt derzeit, ob und unter welchen Voraussetzungen wirtschaftliche Angebote erzielt werden können", so Zachmann. Das Ministerium habe angenommen, dass der Neubau vor Beginn der Sanierung als Ausweichfläche zur Verfügung stehen müsse, erklärt sie den Vorbehalt: "Der besteht nach unserem Kenntnisstand nicht mehr, da der Nutzer mit einem Umbau im laufenden Betrieb einverstanden ist." Das aber steht schon sehr lange fest.
Mannheimer Morgen
30. Juni 2009
Bildung: Bundesweite AOK-Aktion "Möhren, Kinder, Sensationen" macht in Mannheim Station / Zeltstadt auf dem Neuen Meßplatz
Gesunde Ernährung dank Meggie Möhre
Wenn Quassel auf die Bühne kommt, klatschen, kreischen und lachen die Kinder. Der lispelnde Kochlöffel ist Teil des Theaterstücks "Henriette in Fructonia". Die AOK zeigt das Schauspiel auf dem Neuen Meßplatz, der sich gestern in eine bunte Zeltstadt verwandelt hat. "Möhren, Kinder, Sensationen" heißt das bundesweite Projekt, das noch bis heute Nachmittag Station in der Quadratestadt macht, bevor es nach Trier weitergeht.
"Die Themen Gesundheit und Ernährung stehen im Fokus", erklärt Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. Es gehe darum, so früh wie möglich damit anzufangen, Kindern zu erklären, was es heißt, sich gesund zu ernähren und wie wichtig Bewegung ist. "Wir haben oft das Problem, dass Eltern nicht darauf eingehen", so Strobel.
Bereits gestern waren hunderte Kinder auf dem Neuen Meßplatz, am heutigen Vormittag erwarten die Veranstalter weitere Schulklassen. "Insgesamt rechnen wir mit über 2000 Schulkindern", sagt Marion Eisenberger von der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.
Für die kleinen Zeltstadt-Besucher startet der Gesundheitstag mit der Geschichte von der müden Henrietta. Nach und nach merkt das Mädchen, dass Obst und Gemüse helfen, sie wach und fit zu halten. Banano Banini, Meggie Möhre und die Zirkusakrobaten Zitrone, Kiwi und Paprika sowie die Kraftmenschen Michel Milchini und Bodo Brotono entführen Henrietta nach "Fructonia". Bevor es zurück nach Hause geht, toben sich die Kinder beim Malen, Rätselraten und Jonglieren in fünf Themenzelten aus.
"Wir merken, dass unsere Aktion absolut sinnvoll ist", sagt Bernd Sürken von der Kölner Agentur "Projekte & Spektakel", die das Theaterstück geschrieben und einstudiert hat. "Geschätzte zehn Prozent der Kinder, die bei uns sind, haben nicht gefrühstückt." Die seien dann müde, würden nicht richtig mitmachen.
"Toll, dass die Aktion auch in Mannheim Station macht", freute sich SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer, die zum ersten Gastspieltag gekommen war. hafi
Mannheimer Morgen
30. Juni 2009
Auszeichnung: Theaterpreis geht an Creative Factory
Jubel im Jungbusch
Mit einer Resonanz von über 1500 Zuschauern gehen die ersten Freien Theater Tage Schwindelfrei zu Ende. Und die Schiller-Produktion "ZarteSehnsuchtSüßesHoffen" der Creative Factory Jungbusch darf sich über den erstmals ausgeschriebenen Theaterpreis freuen, der zur Überraschung der Gäste auf 5 000 Euro aufgestockt wurde.
Zufrieden mit dem Festival zeigte sich Sabine Schirra, Leiterin des Kulturamts, das als Initiator und Mitfinancier fungierte, und überzeugt ist, "dass dieses Festival eine richtige Maßnahme zur Belebung und Förderung der freien Szene ist. Wir werden uns nun dafür einsetzen, dass dieses neue Festival und die intensivierte Förderung der freien Theater in Mannheim eine Zukunft bekommt."
Landtagsabgeordnete Helen Heberer überreichte die Trophäe an Lisa Massetti, Regisseurin der Creative Factory, und Darstellern ihrer Gruppe mit den Worten: "Die teilnehmenden Gruppen haben in dieser Woche wieder gezeigt, wofür sie stehen: für die Freiheit der Arbeitsweisen und Zugänge." rcl
Mannheimer Morgen
29. Juni 2009
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen
14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen
04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.
03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen
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