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Startschuss für Lokale Bündnisse der Flüchtlingshilfe

Veröffentlicht am 07.08.2015 in Pressemitteilungen

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Ich bin tief beeindruckt von der Bereitschaft der Menschen in Baden-Württemberg, sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einzusetzen“ 

Staatsrätin Gisela Erler: „Wir müssen die Talente, Fähigkeiten und das Wissen der Flüchtlinge nutzen und sie zu einem Teil der Gemeinschaft werden lassen“

Die Landesregierung stellt 1 Mio. Euro zur Verfügung, um bürgerschaftliche Initiativen der Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Ziel des neuen Programms „Gemeinsam in Vielfalt“ ist es, alle relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe vor Ort – Flüchtlingsinitiativen, Vereine, Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kommunen und Kreise – in lokalen Bündnissen zusammenzubringen. Diese Vernetzung soll es den Beteiligten erleichtern, gemeinsame Projekte zur Integration von Flüchtlingen in den Kommunen umzusetzen. Am Freitag (7. August) gaben Sozialministerin Katrin Altpeter und die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, die 67 für die Teilnahme an dem Programm ausgewählten Initiativen bekannt (s. Anhang). Jede der Initiativen erhält in der Regel 15.000 Euro.

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Die große Bereitschaft der Menschen in Baden-Württemberg, sich für Flüchtlinge zu engagieren, beeindruckt mich sehr. Ehrenamtliches Engagement spielt eine ganz wesentliche Rolle bei der gesellschaftlichen Einbindung von Flüchtlingen, aber auch beim Abbau von Schwellenängsten in der Bevölkerung. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir die vielen bürgerschaftlichen Initiativen in ihrer vorbildlichen Arbeit unterstützen können.“

Staatsrätin Erler zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Projekte, die die lokalen Bündnisse umsetzen wollen. „In einer Gemeinde kümmern sich Flüchtlinge um eine Minigolfanlage, in einer anderen richten sie interkulturelle Begegnungscafés ein. Sie leiten eine Fußballmannschaft und betreiben nachbarschaftliche Fahrradwerkstätten“, sagte sie. In einigen Kommunen wolle man die Flüchtlinge ermutigen, in den Unterkünften eigene Hausräte bzw. Wohnheimsprecher zu wählen, die die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner nach außen hin vertreten. „Dadurch, dass die Flüchtlinge von Beginn an in die Projekte miteingebunden sind, haben sie die Möglichkeit, ihre Talente, Fähigkeiten und Wissen einzubringen und so Teil der Gemeinschaft zu werden“, betonte Erler. „Ehrenamtliches Engagement spielt einfach eine ganz wesentliche Rolle bei der menschenwürdigen Aufnahme und der Integration von Flüchtlingen.“

Ministerin Altpeter wies darauf hin, dass auch dem vielfach geäußerten Wunsch der Initiativen nach Weiterqualifizierungsmaßnahmen entsprochen wird. Schulungen etwa im Asylrecht oder zur interkulturellen Sensibilisierung sollen die Arbeit der Ehrenamtlichen erleichtern. Ein entsprechendes Konzept werde, so die Ministerin, derzeit auf Landesebene erarbeitet und anschließend allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Zudem werde derzeit ein Handbuch zur Unterstützung ehrenamtlich Aktiver in der Flüchtlingshilfe erarbeitet, ergänzte die Staatsrätin. Dieses wird die Internetseite www.flüchtlingshilfe-bw.de ergänzen. Hier kann auch ein Newsletter zu Projektbeispielen und Praxistipps abonniert werden.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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