Zufallsfoto

SPD und Grüne beantragen, dass der Schulversuch „G 8 plus“ am Gymnasium in Mosbach genehmigt wird

Veröffentlicht am 14.04.2009 in Pressemitteilungen

Bildungsexperte Mentrup: „Rau darf den Willen der Eltern und das einstimmige Votum im Gemeinderat nicht einfach links liegen lassen“

Die Fraktionen von SPD und Grünen drängen mit einem gemeinsamen Antrag im Landtag darauf, dass Kultusminister Helmut Rau den Schulversuch „G 8 plus“ am Auguste-Pattberg-Gymnasium in Mosbach doch noch genehmigt.

„Rau darf den Willen der Eltern und die parteiübergreifende Zustimmung im Mosbacher Gemeinderat zum Konzept des Gymnasiums nicht einfach links liegen lassen“, unterstreicht der bildungspolitische SPD-Sprecher Frank Mentrup. Der Kultusminister wolle hier erneut seinen Willen störrisch durchsetzen. „Wie beim Konflikt um den verpflichtenden Französisch-Unterricht an der Rheinschiene demonstriert Rau erneut, dass ihn der Wille und die Bedürfnisse der Beteiligten vor Ort nicht interessieren“, erklärte Mentrup. Die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Renate Rastätter, ergänzte: „Ein achtjähriges Gymnasium darf doch kein Dogma sein, wenn auf erklärten Wunsch aller Beteiligten eine Möglichkeit geschaffen wird, auch langsameren Schülerinnen und Schülern das Abi am allgemeinbildenden Gymnasium zu ermöglichen. Entscheidend ist doch, dass mit einem solchen Konzept auf die heterogene Schülerschaft eines Gymnasiums flexibel reagiert werden kann.“

Das „G 8 plus“-Konzept des Auguste-Pattberg-Gymnasiums Mosbach sei deshalb so bemerkenswert, da es zum einen von der Schule und den Eltern gemeinsam erarbeitet wurde und mit dem G 8-Landeskonzept kompatibel ist, unterstrichen Mentrup und Rastätter. Zum andern habe sich der Gemeinderat Mosbach kürzlich in einem einstimmigen Votum hinter das Konzept gestellt. „Was spricht dagegen, Eltern auf ihren eigenen Wunsch hin für ihre Kinder durch ein zusätzliches Jahr im Gymnasium mehr Lern- und Entwicklungszeit zu ermöglichen?“, fragen die Parlamentarier - zumal die Vereinbarkeit mit dem G 8-Zug gewahrt bleibe und der Schulträger dies einhellig befürworte.

SPD und Grüne fragen in ihrem Antrag zum ersten nach, welche Bedeutung das Kultusministerium dem Willen der Väter und Mütter beimisst. Schließlich hatten sich in einer Umfrage an der Schule drei von vier Elternteilen für den Versuch ausgesprochen. Die Eltern hätten sich sogar an der Ausarbeitung des Konzepts beteiligt. Sie wollen ihren Kindern damit ein zusätzliches Schuljahr am Gymnasium über das G 8 hinaus ermöglichen. Zum zweiten geht es darum, wie das Ministerium den neunjährigen Zug innerhalb des G 8 inhaltlich-pädagogisch bewertet. Und zum dritten wollen die Oppositionsfraktionen wissen, wie die einstimmige Zustimmung des Gemeinderats Mosbach zu dem Schulversuch beurteilt wird. „In Mosbach wird auch deutlich, dass Eltern das G 8 nach wie vor ablehnen“, sagte Mentrup.

Homepage Dr. Frank Mentrup MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de