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MdL Kaufmann (SPD) fordert „Schutzschirm für Ausbildungsplätze“

Veröffentlicht am 15.04.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 15. April 2009

SPD-Landtagsabgeordneter sorgt sich um Ausbildungsplatzsituation ab kommenden Herbst

Die aktuelle Wirtschaftskrise kann sich nach Ansicht des SPD-Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, auch auf dem Ausbildungsmarkt niederschlagen. Um für das im Herbst beginnende Ausbildungsjahr 2009/2010 noch entsprechende Maßnahmen für einen Schutzschirm zu ergreifen, sei es nun höchste Zeit, erklärte der SPD-Parlamentarier, der zugleich auch Sprecher für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion ist. Gunter Kaufmann fordert daher mit einem Antrag die Landesregierung auf, zu erklären, wie die im so genannten „Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung in Baden-Württemberg 2007-2010“ zusammen geschlossenen Partner einen Rückgang der Ausbildungsplätze verhindern wollen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete will zudem klären, welche der vereinbarten Vorgaben aus dem Ausbildungspakt, dem seinerzeit auch die Landesregierung beigetreten ist, bislang erreicht wurden und welche bislang noch nicht. Darüber hinaus fordert er mit seinem Antrag auf, darzulegen, welche Verpflichtungen sich für die Landesregierung sowie die anderen Partner des Bündnisses aus diesem für die Jahre 2009 und 2010 ergeben, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen“ und wie die Landesregierung sicherstellen will, „dass auch angesichts eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds die Zahl der Ausbildungsplätze der Nachfrage gerecht wird“.

Da es sich bei dem auch als „Ausbildungspakt“ bezeichneten Bündnis nicht mehr als um eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ der Bündnispartner handele, sei zu befürchten, dass die Schulabgänger wie vor Jahren die Leidtragenden der Wirtschaftskrise sind und viele im kommenden Ausbildungsjahr vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen werden, befürchtet Gunter Kaufmann. Bei seinen Zweifeln weiß er nach eigenen Angaben auch die Gewerkschaften auf seiner Seite, die damals die Zusagen der Arbeitgeber nicht weit reichend genug fanden und aus diesem Grund das Bündnis nicht mit unterschrieben hatten.

Das Bündnis macht angesichts steigender Schulabgängerzahlen und der wieder größer werdenden Bugwelle von Altbewerbern nämlich nur dann Sinn, wenn es sich für die kommenden zwei Jahre zum Ziel setzt, mehr zusätzliche Ausbildungsplätze als bisher schaffen zu wollen, so der SPD-Parlamentarier. Dieses und nächstes Jahr werde dabei der Lackmustest für Erfolg oder Misserfolg des Ausbildungspaktes, ist sich Gunter Kaufmann sicher.

Das Problem des Ausbildungspaktes sei nämlich, dass sich die Arbeitgeber nur dazu verpflichten, eine bestimmte Anzahl „neuer“ aber nicht zusätzlicher Ausbildungsplätze zu schaffen. Ein Taschenspielertrick, so der SPD-Landtagsabgeordnete, denn die Zusage, „neue“ Ausbildungsplätze zu schaffen, könne auch eingehalten werden, wenn die Zahl der insgesamt angebotenen Ausbildungsplätze in Wirklichkeit abnimmt. Nämlich dann, wenn mehr „alte“ Ausbildungsplätze verloren gehen als neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden.

Die Landesregierung sei jedoch nicht nur bei den Ausbildungsplätzen in die Pflicht zu nehmen, sondern auch bei den Schulen. Zu wenige Ausbildungsplätze können nämlich dazu führen, dass immer mehr junge Menschen, die keinen geeigneten Ausbildungsplatz finden, weiterhin die Schule besuchen werden. Der SPD-Parlamentarier erkundigt sich daher in seinem Antrag nicht nur, in welchem Umfang, die beruflichen Schulen zusätzliche Angebote zur Weiterqualifizierung nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung, insbesondere im Bereich der Fachschulen und Berufskollegs bereitstellen können, sondern auch, ob und in welchem Umfang den beruflichen Schulen zusätzliche Klassen und Lehrkräfte zur Verfügung stehen, um dem bereits vorhandenen Bewerberandrang im Vollzeitschulbereich gerecht zu werden.

Gerade durch zusätzliche Weiterbildungsangebote der beruflichen Schulen, wie das viele der beruflichen Schulen in Mittelbaden, wie etwa die Carl-Benz-Schule in Gaggenau bereits in vorbildlicher Weise anbieten und auch noch ausbauen wollen, wird verhindert, dass schon jetzt der nächste Fachkräftemangel für die Zeit nach der Wirtschaftskrise geschaffen wird, so Gunter Kaufmann abschließend. Auch hier sei das Land nun gefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Homepage Gunter Kaufmann

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