Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei: „Wir brauchen mehr Gymnasiallehrkräfte für einen wirklich guten Unterricht auf allen drei Lernniveaus der Gemeinschaftsschulen“
Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei: „Wir brauchen mehr Gymnasiallehrkräfte für einen wirklich guten Unterricht auf allen drei Lernniveaus der Gemeinschaftsschulen“
Für eine bessere Durchmischung des Lehrerkollegiums an Gemeinschaftsschulen fordert die SPD-Fraktion in den laufenden Haushaltsverhandlungen zusätzlich mehr als 100 Lehrerstellen an den Gemeinschaftsschulen. „Wir brauchen mehr Gymnasiallehrkräfte für einen wirklich guten Unterricht auf allen drei Lernniveaus der Gemeinschaftsschulen“, begründet SPD-Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei diesen Vorstoß. Nur so könnten beste Voraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden, um sie ihren Fähigkeiten entsprechend optimal auf den jeweiligen Schulabschluss vorzubereiten. Bisher liegt der Anteil der Gymnasiallehrkräfte an den Gemeinschaftsschulen zwischen knapp 5 und 10 Prozent, teilte das Kultusministerium der SPD auf Anfrage (Drucksache 16/1747) mit. Dieser Anteil ist nach Meinung von Fulst-Blei definitiv viel zu niedrig angesichts der Vorgaben aus dem Ministerium, dass die Hauptfächer in allen Klassenstufen auch von Gymnasiallehrkräften unterrichtet werden sollen (vgl. SPD-Drucksache 16/1747). „Einer so klaren Erwartungshaltung von Seiten der Kultusministerin müssen auch ebenso klare Zuweisungskriterien gegenüber stehen. Aber bisher agiert hier jedes Regierungspräsidium nach eigenem Gutdünken“, moniert Fulst-Blei. Seiner Meinung nach übergibt der grüne Koalitionspartner die junge Gemeinschaftsschule viel zu leichtfertig in die Hände der bösen CDU-Stiefmutter. Die gute Bewerbungssituation für den Schuldienst am Gymnasium sieht der SPD-Fraktionsvize als große Chance, um auch die Arbeitsbedingungen an anderen Schularten zu verbessern: „Es ist richtig, dass es an Lehrkräften für die Grundschule und Sonderpädagogik fehlt, aber gerade deshalb sollten wir doch unbedingt das große vorhandene Potential bei den Gymnasiallehrkräften nutzen“. Von den 3.138 Bewerberinnen und Bewerbern auf die offenen 880 Stellen an Gymnasium für das Schuljahr 2017/2018 hatte ein Drittel angegeben, alternativ auch an einer Gemeinschaftsschule arbeiten zu wollen (vgl. SPD-Drucksache 16/2576). „Scheinbar sieht Kultusministerin Eisenmann die zahlreichen jungen Gymnasiallehrkräfte ohne Stelle lieber weiterhin arbeitslos, als sie in Gemeinschaftsschulen oder den beruflichen Schulen einzusetzen“, kritisiert Fulst-Blei. Die Forderung der Eltern nach einem offenen Dialog darüber, was gute Bildung bedeutet, sieht Fulst-Blei als Beleg für den schlechten Kommunikationsstil der grün-schwarzen Landesregierung. Mantra artig würde die Kultusministerin die Worte „Qualität“ und „Leistung“ vortragen, diese aber nicht näher definieren, sondern nur in Stammtischparolen verarbeiten. „Die Gesprächskultur und Dialogbereitschaft von Kultusministerin Eisenmann ist absolut ungenügend“, urteilt der SPD-Fraktionsvize und fügt hinzu: „Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen – unsere Forderung nach einer partei-übergreifenden Enquete-Kommission zu Bildungsqualität liegt der CDU seit letztem Jahr vor.“
Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
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