Zufallsfoto

SPD: „Integration braucht konkrete Schritte“

Veröffentlicht am 02.02.2018 in Wahlkreis

konzentrierte Debatte darüber, was nötig ist für gelingende Integration

Vertreter der SPD aus den Gemeinden Schwetzingen, Brühl, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt und Eppelheim waren der Einladung von Daniel Born zum Fachgespräch gefolgt und trafen sich in Schwetzingen in der AWO-Begegnungsstätte.

Schwetzingen. „Gelingende Integration schafft nur, wer Bildung, Arbeit und Wohnen für alle hier Lebenden im Blick hat“, zeigte sich der Schwetzinger Stadtrat Simon Abraham bei seiner kurzen Begrüßung überzeugt.

Die Eppelheimer Kreisrätin Renate Schmidt hält für wichtig, dass man sich innerhalb der Landesregierung zunächst über das Ziel einig wird, was nicht gelinge, „wenn mit Innenminister Strobl und Sozialminister Lucha zwei Minister sich in ihren Aussagen ständig widersprechen statt ein einheitliches Integrationskonzept vorzulegen“.

Der Plankstädter SPD-Vorsitzende, Prof. Jürgen Kegler, ergänzte, "man sollte vor allem damit aufhören, ständig zu überlegen, ob man Flüchtlingsunterkünfte baut oder ausreichend Wohnraum für alle schafft - es liegt doch auf der Hand, dass beides notwendigerweise passieren muss". Schmidt und Kegler zeigten danach anhand aktueller Zahlen auf, wo derzeit die Herausforderungen der Kommunen liegen.

SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born, Sprecher für frühkindliche Bildung seiner Fraktion, verwies darauf, dass eine erfolgreiche Integrationspolitik alle im Blick habe. „Diejenigen Migrantinnen und Migranten, die schon lange in Baden-Württemberg leben ebenso wie neu zu uns kommende Flüchtlinge.“ Integration beginne auch nicht mit einem bestimmten Alter und ende dann irgendwann, sondern erfordere die „Anstrengung aller am Prozess Beteiligten von der frühkindlichen Bildung bis zur Pflege im Alter.

Kindertagesstätten, die nach dem Willen der SPD im Ländle schrittweise gebührenbefreit werden sollten, kommt bei der Integration eine wichtige Rolle zu, denn „Sprachkenntnisse müssen so früh wie möglich erworben werden, damit Integration gelingen kann“, so der Schwetzinger Parlamentarier.

Überzeugt zeigte sich die Runde, dass ohne das enorme Engagement der vielen Ehrenamtlichen die Herausforderungen der letzten Monate nicht hätten gestemmt werden können. Einhelliger Tenor der Debatte war, dass man Ehrenamtlichen nicht nur einmal im Jahr am „Tag des Ehrenamts“ danken kann und ansonsten darauf vertrauen, dass sie sich schon kümmern würden.

Vielmehr müsse es darum gehen, ganzjährig mit ihnen im Austausch zu stehen und sie zu unterstützen wo immer man kann. „Gerade in unseren Gemeinden ist von so vielen Bürgerinnen und Bürgern Unermessliches geleistet worden. Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, wurden willkommen geheißen und bei ihren ersten Integrationsschritten unterstützt.“ erinnert Born. „Durch das ehrenamtliche Engagement spart der Staat. Aber das ist nur ein Teilaspekt. Wichtiger noch ist, dass nur dank ihrer Hilfe überhaupt Vieles so gut klappt, wie es das tut“, unterstützt ihn Prof. Kegler aus Plankstadt.

Die Runde der Ortsvereine und ihr Landtagsabgeordneter bekräftigten ihre Forderung nach einem längst überfälligen Einwanderungsgesetz auf Bundesebene einschließlich der Möglichkeit eines „Spurwechsels“ für Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit. Mit einem „Spurwechsel“ bezeichnet die SPD die Schaffung einer Möglichkeit zum Übertritt aus einem Asylverfahren zu einem Aufenthaltstitel basierend auf der ausgeübten Tätigkeit, wenn sich bereits konkrete Integrationsschritte gezeigt haben.

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

16.08.2026, 16:00 Uhr - 21:00 Uhr
öffentlich
OV-Kinzigtal Grillfest
Gengenbach-Bermersbach

Alle Termine

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de