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SPD: Grundsatz des Zwei-Pädagogen-Prinzips nicht aus dem Auge verlieren

Veröffentlicht am 25.10.2017 in Pressemitteilungen

SPD-Bildungsexperte Gerhard Kleinböck: „Die Inklusion an baden-württembergischen Schulen steckt noch in den Kinderschuhen“

Der nun vorgelegte Bericht der Landesregierung zum Stand der Inklusion an baden-württembergischen Schulen zeigt dem SPD-Schulexperten Gerhard Kleinböck zufolge, wie groß der Handlungsbedarf in diesem Bereich auch weiterhin ist: „Es wird deutlich, die Inklusion an baden-württembergischen Schulen steckt noch in den Kinderschuhen. Nun gilt es, auf dem Weg zu einem erfolgreichen inklusiven Schulsystem realistische Etappenziele zu formulieren.“

Dies beginne beim Zwei-Pädagogen-Prinzip, welches angesichts des Fachkräftemangels im sonderpädagogischen Bereich derzeit nicht flächendeckend umsetzbar sei. „Hier dürfen wir aber vom Grundsatz nicht abweichen und das Endziel, eine Betreuung durch zwei Pädagogen zu gewährleisten, nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn diese schrittweise realisiert werden muss“, so der SPD-Bildungsexperte. Wenn förderbedürftige Kinder in kleinen Gruppen inklusiv beschult würden und auf diese Weise auch von zwei Lehrkräften betreut werden könnten, sei dies ein sinnvoller Zwischenschritt.

Er mahnt an, dass die Inklusion ein Thema für alle Schularten sei und nicht allein von einigen Schulstandorten geleistet werden könne. „Die Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich auch die Gymnasien und Realschulen nicht verweigern können“, mahnt Kleinböck. Seit Änderung des Schulgesetzes unter Grün-Rot vor zwei Jahren können Eltern entscheiden, ob ihr Kind an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum oder inklusiv an einer allgemeinbildenden Schule unterrichten werden soll.

Für die Feststellung des Förderbedarfs bedarf es laut Kleinböck dabei aber transparenter Richtlinien. „Wenn ein Kind Unterstützung braucht, muss es diese bekommen – unabhängig vom Wohnort und den übrigen Planungsaufgaben des zuständigen Schulamts“, fordert der SPD-Schulexperte. Derzeit gäbe es keine einheitlichen Verfahren und deutliche regionale Unterscheide bei den Förderquoten und Formen der inklusiven Beschulung.

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