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„SPD für längeres gemeinsames Lernen und stärkere individuelle Förderung der Kinder“

Veröffentlicht am 11.07.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 11. Juli 2008
Bildungspolitisches Gespräch der SPD Baden-Baden mit dem mittelbadischen SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann

Auf Einladung der Baden-Badener SPD diskutierte der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal und SPD-Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis Baden-Badeb/Bühl, Gunter Kaufmann, mit Vertretern des Ortsvereins und Lehrkräften aus den Baden-Badener Schulen.

Der Baden-Badener SPD-Stadtrat Michael Geggus, der als Leiter einer Bildungsakademie des Handwerks die Moderation dieser Veranstaltung übernommen hatte, begrüßte die Teilnehmer in der Cafeteria der AWO Baden-Baden und zeigte sich dabei sehr unzufrieden mit der derzeitigen Bildungspolitik der CDU/FDP-Landesregierung. „Wir brauchen eine neue Lernkultur und müssen das Schulsystem grundlegend reformieren“, so Michael Geggus. Der baden-württembergische Handwerkstag fordere daher eine achtjährige gemeinsame Basisschule für alle Schüler.

Gunter Kaufmann unterstrich, dass die Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik der Landesregierung nicht mehr zu übersehen und zu überhören sei. Bereits hunderte von Schulleitern haben offen gegen die Missstände im Schulwesen protestiert. „Es fehlt ein einheitliches Konzept für ein modernes Schulsystem, das den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist“, so der SPD-Landtagsabgeordnete.

Die Rektorin der Grund- und Hauptschule Haueneberstein, Heidemarie Mohr, pflichtete dem bei und betonte, dass die Selektion der Kinder auf einzelne Schularten viel zu früh erfolgt und den Kindern nicht gerecht wird. Die Schulen müssten sich darauf einstellen, dass jedes Kinder stärker individuell gefördert wird. „Bessere Bildung für alle!“, so das Ziel der SPD-Landtagsfraktion, womit sie nicht alleine steht, wie sich bei der Veranstaltung gezeigt habe: So mehren sich die Stimmen aus den Verbänden, aus der Wirtschaft und Wissenschaft, vor allem aber von am Bildungsleben Beteiligten selbst, die Mängel endlich an der Wurzel zu packen. "Bislang waren Erziehung, Bildung und Betreuung nicht als aufsteigende Abfolge im kindlichen Lebenslauf konzipiert. Dies muss sich ändern und zwar durch ein Nebeneinander von Aufgaben, die gleichzeitig zu bewältigen sind", machte Gunter Kaufmann deutlich. In der Kindertagesbetreuung wurden die Bildungsaspekte lange eher unterschätzt, wie umgekehrt, die Schule die Themen Betreuung und Erziehung lange weitgehend vernachlässigt hat, so der SPD-Landtagsabgeordnete weiter.

In diesem Zusammenhang verwies die aus dem Gymnasialbereich kommende Heidrun Dürr auf die Erfahrung der skandinavischen Länder. Dort habe man erkannt, dass der erste Schritt besonders wichtig ist. Die Kindertagesstätten müssten als Teil des Bildungssystems verstanden werden und entsprechend auf die Schulen vorbereiten, so die Oberstudienrätin.

Einigkeit bestand im Rahmen der anschließenden Diskussion darin, dass das baden-württembergische Schulsystem von hoher sozialer Ungerechtigkeit geprägt sei und in keinem vergleichbaren Land der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg so eng sei wie im Ländle. „Wir brauchen deshalb endlich einen Aufbruch in Richtung auf ein längeres gemeinsames Lernen, mehr Integration und den Abbau von Selektion, was die Landesregierung mit allen Mitteln zu verhindern versucht“, fasste Gunter Kaufmann die Erfahrungen aus seiner Arbeit im Schulausschuss des Landtags zusammen.

Mit dem „Bildungsaufbruch für Baden-Württemberg“, so das Mitglied des Landtags, will die SPD auf den drängenden Reformbedarf an einigen Beispielen hinweisen und mehr Druck in Richtung notwendiger Veränderungen machen. In den letzten Wochen und Monaten hätten viele Eltern gegen Lehrermangel, Stundenausfall, zu große Klassen und die Probleme mit dem achtjährigen Gymnasium protestiert. Auch nach Auffassung der SPD-Landtagsfraktion habe die Landesregierung den richtigen Weg für eine zukunftsgerechte Bildungspolitik noch nicht gefunden, stellte der SPD-Parlamentarier abschließend klar.

Homepage Gunter Kaufmann

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