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Schwetzingen: Landtagsvizepräsident Born besucht VHS / Daniel Born im Gespräch mit Carolin Brunner

Veröffentlicht am 22.01.2025 in Wahlkreis

Schwetzingen. Die Volkshochschule Bezirk Schwetzingen spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Bildungslandschaft. Dies betonte Landtagsvizepräsident Daniel Born am vergangenen Montag bei seinem gemeinsamen Besuch mit Stadträtin Sabine Rebmann (SPD) in der VHS. Im Gespräch zwischen VHS-Leiterin Carolin Brunner und den beiden Schwetzinger Sozialdemokraten standen die Themen Inklusion, Digitalisierung, Demokratiebildung und die Bedeutung der Volkshochschule als Begegnungsort im Fokus. „Die Volkshochschule ist eine der wichtigsten Begegnungsstätten, insbesondere nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie“, erklärte Brunner, die im vergangenen November die Leitung der VHS Bezirk Schwetzingen von ihrer Vorgängerin Gundula Sprenger übernommen hat. Während der Pandemie sei schnell auf Online-Angebote umgestellt worden, doch danach habe man deutlich gespürt, wie sehr die Menschen den persönlichen Austausch suchten. Trotzdem bleiben Online-Angebote ein fester Bestandteil des Programms.

Born hob die Arbeit der VHS als entscheidenden Baustein für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor: „Deutschland braucht Zuwanderung, und dafür brauchen wir ein starkes und resilientes System der Sprachbildung“, betonte der SPD-Bildungspolitiker, der seit neun Jahren Mitglied des Bildungsausschusses ist. Die VHS sei hier mit ihren Deutschsprachkursen, darunter auch Berufssprachkurse bis zu C1-Niveau, ein unverzichtbarer Partner.

Als größter Träger von Sprach- und Integrationskursen ermöglichen sie sprachliche Qualifizierung für den Alltag und Beruf und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer kultursensiblen Verständigung. Für Geflüchtete und Menschen, die einen Antrag auf Asyl gestellt haben, bieten die Volkshochschulen spezielle Kurse an. Diese beinhalten nicht nur Deutschförderung, sondern auch Wertevermittlung – ein zentraler Bestandteil der Erstorientierung. Rund die Hälfte aller vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Integrationskurse wird in Baden-Württemberg an Volkshochschulen durchgeführt. „Sprache ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und beruflichen Perspektiven“, erklärte Born. „Die Volkshochschulen leisten hier einen unschätzbaren Beitrag, indem sie Menschen befähigen, sich in unserer vielfältigen Gesellschaft einzubringen.“ Damit blieben die Volkshochschulen unverzichtbare Partner für Integration und ein gelungenes Miteinander, so der SPD-Politiker.

Ein weiteres Herzensthema, das Born und Brunner teilen, ist das Thema Inklusion. „Wir möchten den inklusiven Gedanken in allen Bereichen umsetzen“, erklärte Brunner. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im vergangenen Jahr habe die VHS ein klares Zeichen für Diversität gesetzt. „Inklusion ist kein Randthema – es ist DNA unserer Demokratie!“, betonte Born eindringlich. „Es geht darum, dass alle Menschen am Fortschritt teilhaben können. Jeder Mensch hat ein Talent, das er zeigen können soll, und eine Stimme, die gehört werden muss.“

Der stellvertretende Landtagspräsident hob hervor, dass Inklusion ein Menschenrecht sei und Bildungseinrichtungen eine Schlüsselrolle dabei übernehmen, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. „Bildung muss von der Kita bis zur Erwachsenenbildung so gestaltet sein, dass alle Menschen Zugang haben und es keinen Raum für Ausgrenzung gibt“, erklärte er. Dafür brauche es auch in Zukunft einen sicheren finanziellen Rahmen. „Die Nachfrage an den Volkshochschulen ist groß, und es braucht Planungssicherheit, um die Angebote auch in Zukunft weiterzuentwickeln“, unterstrich Born im Hinblick auf die Notwendigkeit einer verlässlichen finanziellen Ausstattung der Volkshochschulen.

Den Blick nach vorn richtet die Volkshochschule Bezirk Schwetzingen mit ihrem Themenschwerpunkt „Future Skills“. Auch das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz findet seinen Platz im Programm der VHS. Brunner ist es wichtig, die Nutzer zu einer kritischen Auseinandersetzung mit KI zu befähigen: „Nicht die Anwendung steht für uns im Vordergrund, sondern die Reflexion über Chancen und Risiken.“

Die Förderung der Demokratie ist ein weiterer Schwerpunkt. Born und Brunner waren sich einig, dass politische Bildungsarbeit entscheidend für die Stabilisierung der Demokratie sei. „Gesprächsbereit bleiben und sich nicht aus dem Diskurs verabschieden – das ist essenziell“, sagte Born. Die VHS biete mit ihren Programmen einen Raum, in dem gesellschaftliche Themen offen und respektvoll diskutiert werden können. Sabine Rebmann, Ortsvereinsvorsitzende der Schwetzinger SPD, ergänzte: „Die Volkshochschule ist nicht nur eine Bildungsstätte, sondern ein Ort, der Demokratie erlebbar macht. Hier kommen Menschen zusammen, um voneinander und miteinander zu lernen.“

„Die VHS zeigt, wie Bildung vor Ort gelebt wird: mit Angeboten, die Menschen verbinden, Horizonte erweitern und auf die Herausforderungen der Zeit reagieren“, resümierte Born zum Abschluss des Gesprächs.

Homepage Daniel Born

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