Zufallsfoto

„Schnell erfassen und schnell integrieren“

Veröffentlicht am 20.03.2014 in Presseecho

Lindenhof aktuell, Ausgabe 2 März 2014

Nächstes Jahr soll in Mannheim ein „Haus des Jugendrechts“ in der Schwetzingerstadt entstehen. Das dritte in Baden-Württemberg, denn in Stuttgart und Pforzheim gibt es bereits vergleichbare Einrichtungen. Auf ihrer Veranstaltung „Talk am Fluss“ im „Gasthaus am Fluss“ hat Helen Heberer (SPD), Mitglied des Landtags, unter anderem mit dem Justizminister des Landes Baden-Württemberg, Rainer Stickelberger, über dieses Thema gesprochen.

 

Mit „Kriminalprävention neu denken“ war die Runde überschrieben, der auch Vertreter der Polizei und der Jugendgerichtsbarkeit beiwohnten. Das Öffentliche Interesse schien groß. Zahlreiche Besucher verfolgten die Diskussion.

Schnellere Verfahren, engere Kontakte, kürzere Wege im Sinne gezielter Entwicklungshilfen und einer wirkungsvollen Präventionsarbeit sind die Ziele, die das „Haus des Jugendrechts“ verfolgt.

Dabei arbeiten in Zukunft die Polizei, Jugendgerichtshilfe und Staatsanwaltschaft unter einem Dach zusammen. In der Einrichtung wird unter anderem ein Anti-Gewalt-Training für straffällige Jugendliche angeboten, ebenfalls Räume für Kooperationspartner, beispielsweise zur Anwendung des Täter-Opfer-Ausgleichs.

„Es gibt Ideen, wie man kriminelle Karrieren stoppen kann“, meinte Helen Heberer. Daher habe sich Mannheim für die Einrichtung eines solchen Hauses beworben. „Die Zeit zwischen den Straftaten und den Sanktionierungen muss kürzer werden“, fügte sie hinzu. Rainer Stickelberger berichtete von den positiven Erfahrungen, die schon in Stuttgart gesammelt wurden.

„Solche Einrichtungen sind für uns ein Weg, kriminelle Jugendliche schnell zu erfassen, diese aber auch wieder schnell in die Gesellschaft zu integrieren.“ Auch der kommissarische Leiter des Polizeipräsidiums, Siegfried Kollmar, bewertet das Projekt

als aussichtsreich. „Für uns ist es ein Leuchtturmprojekt.“ Er berichtete zwar von einem Rückgang der Jugendkriminalität, erwähnte aber auch neue Herausforderungen. „Themen, die uns Sorgen bereiten sind ‚Alkohol’, ‚Gewalt’ und die ‚neuen Medien’.“

Oberstaatsanwalt Andreas Herrgen, der die Jugendabteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim leitet, bekundete die Bereitschaft und Notwendigkeit zur engeren Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Jugendgerichtshilfe. „Bei den Jugendlichen sollte die Erziehung im Vordergrund stehen. Man muss darauf schauen, welche Hilfen die einzelnen Jugendlichen brauchen.

Darauf möchten wir dann reagieren.“ Damit wies er auf die Arbeit im „Haus des Jugendrechts“ hin: eine individuelle Beratung und passgenaue Hilfe für die jungen Straftäter. Auch seitens des Gerichts findet die zukünftige Einrichtung guten Anklang. Der Jugendrichter Dr. Klaus-Jürgen Seiser sprach von einem Gewinn für das Gericht und lobte die geschützte Atmosphäre, beispielsweise, wenn Kinder vernommen werden müssten.

In Mannheims Nachbarstadt Ludwigshafen gibt es bereits seit einigen Jahren ein „Haus des Jugendrechts“. Im Publikum befand sich ein Mitarbeiter, der zwar meinte, dass es „keinen Königsweg zur Bekämpfung der Jugendkriminalität“ gebe. Dennoch betonte er den deutlich positiven Nutzen dieser Einrichtung, wo seinen Angaben nach circa 3000 Straftaten von Kindern und Jugendlichen jährlich auflaufen. Jm

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de