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Rolland: „Es muss der Anspruch sein, den Unterrichtsausfall deutlich zu reduzieren“

Veröffentlicht am 07.02.2020 in Pressemitteilungen

In einer parlamentarischen Anfrage hat die SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Rolland bei der Landesregierung erfragt, wie es um die Unterrichtsversorgung in der Stadt Freiburg bestellt ist (Kleine Anfrage, Drucksache 16/7533). In einer Stellungnahme hat das Kultusministerium reagiert und schildert die Situation an den Freiburger Schulen.

Laut Angaben des Kultusministeriums wurden für drei Stichwochen im Schuljahr 2018/19 Erhebungen zum Ausfall von Stunden des Pflichtunterrichts an allen öffentlichen Schulen des Landes durchgeführt. Demnach lag der Unterrichtsausfall im Stadtbezirk Freiburg in allen Schularten bei rund 5 Prozent.

Die größten Ausfallquoten verzeichnen die Realschulen, die Gymnasien und die Beruflichen Schulen. In den 98 Klassen der Realschulen fielen zwischen 4,0 Prozent und 8,5 Prozent der Unterrichtsstunden aus, in den 204 Klassen der Gymnasien zwischen 4,1 Prozent und 6,9 Prozent. Die meisten Schulstunden fielen durchschnittlich in den 566 Klassen der Beruflichen Schulen aus, dort bewegte sich die Quote zwischen 6,8 Prozent und 8,8 Prozent. „Die vorgelegten Zahlen sind nicht zufriedenstellend“, so Rolland. „Es muss der Anspruch sein, den Unterrichtsausfall deutlich zu reduzieren.“

Nach Ansicht des Ministerium gebe es aber keinen Zusammenhang von Unterrichtsausfall und unbesetzten Lehrerstellen. Die ausgeschriebenen Stellen in der Stadt Freiburg seien allesamt besetzt worden, sodass der Versorgungsgrad an Lehrkräften bei knapp 100 Prozent liege. „Diese Zahl verschleiert aber, dass die Krankheitsreserve in den Versorgungsgrad des Pflichtunterrichts eingerechnet wird“, verdeutlicht Rolland. Sobald also eine Lehrerin oder ein Lehrer erkranke, stehe keine Vertretung mehr zur Verfügung. Deshalb verweist die Abgeordnete auf eine schon länger formulierte Forderung der SPD: „Es ist weiterhin zwingend notwendig, dass der Versorgungsgrad mit Lehrkräften auf 106 Prozent ausgebaut wird, um Lehrkräfte, die ausfallen, tatsächlich vertreten zu können.“  

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