Mit einer Feier erinnern die Genossen an ihre Gründung vor 50 Jahren. Dabei wird deutlich, wer in dieser Zeit die Motoren des Ortsvereins waren.
„Wir alle sind aufgerufen, unsere Stimme zu erheben, Haltung zu zeigen und für eine Gesellschaft einzutreten, die von Respekt, Offenheit und Gerechtigkeit geprägt ist.“
Diesen Appell richtete Helmut Lind, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rheinau, am Freitagabend bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Ortsvereins im "Waldhorn" an die
Gäste.
Bei seiner Begrüßung blickte Lind auf die vergangenen Jahre und die Entwicklung des Ortsvereins zurück. „Die Gründung des Ortsvereins, der fast zeitgleich mit der Gründung der
Stadt Rheinau zusammenfiel, war ein Wendepunkt, auch für den Ortsverein. Seitdem hat sich Rheinau zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort entwickelt, zu einer weltoffenen, aktiven und liebenswerten Stadt.“
Lind bezeichnete Rheinau als ein Erfolgsmodell, „und dazu haben Personen aus unserem Verein wesentlich dazu beigetragen. Ihr Engagement und ihre Ideen haben nicht nur den Ortsverein, sondern auch unsere Stadt geprägt.“ Dabei betonte Lind die Verdienste des ehemaligen Bürgermeisters Friedrich Stephan, dem „Baumeister“ der Stadt Rheinau, der auch den SPD-Ortsverein entscheidend geprägt hatte.
Zuvor eröffnete der Projektchor der Ortenau-SPD, „Die Roten Socken“, mit dem „Bürgerlied“ die Feier musikalisch und erfreute später mit weiteren Auftritten. Mit einem informativen
Bildervortrag ließ Siegfried Koch die Vereinsgeschichte Revue passieren, von der Gründung mit dem damaligen Vorsitzenden Fritz Kunle. Fortan war die SPD, als Listengemeinschaft mit den Freien Wählern, als Fraktion im Gemeinderat vertreten.
Positive Entwicklung
Unter dem späteren Vorsitzenden Bernd Keck, der sehr engagiert war, erreichte man 13 Sitze im Gemeinderat und war damit stärkste Fraktion. Dabei wurde deutlich, dass die beiden SPD-Bürgermeister Friedrich Stephan und Meinhard Oberle maßgeblich an der positiven Entwicklung der Stadt Rheinau beteiligt waren.
„Es ist großartig, was sie hier in Rheinau erreicht haben, denn die Demokratie lebt von diesem Engagement“, lobte Johannes Fechner, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis
Lahr/Emmendingen, und einer der Gratulanten aus dem Ortenaukreis und dem Kreis Rastatt bei der gut besuchten Veranstaltung. Zur aktuellen Situation in Berlin stellte das Mitglied in der Arbeitsgruppe Inneres, Migration und Recht, fest: „Die Dinge laufen ordentlich, wir sind uns der Verantwortung in Sachen Migration und Bürokratieabbau bewusst, und ich hoffe, dass es wohl bis Anfang Mai zur Regierungsbildung kommen kann.“
Anschließend ehrten Fechner und der stellvertretende Rheinauer Ortsvereinsvorsitzende Uwe Acker langjährige Mitglieder: Rudolf Maurer bringt es auf 20 Jahre, Manfred Kreß auf 25 Jahre sowie Uta Heidt und Helmut Lind auf je 50 Jahre.
Glückwünsche überbrachten auch die Vorsitzenden der SPD Ortenau, Richard Groß und Saskia Ganter, sowie Elvira Drobinski-Weiß, die ehemalige Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Offenburg, die das Engagement der Mitglieder hervorhoben.
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Die Rheinauer SPD ehrte zum Jubiläum langjährige Mitglieder (von rechts): MdB Johannes Fechner, Ortsvereinsvorsitzender Helmut Lind, Manfred Kreß, Uta Heidt, Rudolf Maurer und der stellvertretende Vorsitzende Uwe Acker.
Josef Budai in der Kehler Zeitung vom 8. April 2025