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Polizei und Zoll in Deutschland und Frankreich arbeiten vorbildlich zusammen

Veröffentlicht am 29.01.2013 in Europa

Innenminister Gall und Präfekt Bouillion besuchen das Gemeinsame Zentrum der deutsch-französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Kehl

„Das Gemeinsame Zentrum der deutsch-französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit ist ein Erfolgsmodell der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und ist unverzichtbarer Bestandteil der deutsch-französischen Sicherheitspartnerschaft“, sagte Innenminister Reinhold Gall anlässlich eines Besuchs in Kehl, drei Tage nach dem 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages.
Auch der Präfekt der Region Elsass Stéphane Bouillion nutzte seinen Antrittsbesuch in Kehl, um sich einen ersten persönlichen Eindruck über die aktive grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Polizei- und Zollbehörden zu verschaffen und Innenminister Gall persönlich zu treffen.

Gemeinsam mit dem Landespolizeipräsidenten Dr. Wolf Hammann und dem Präsidenten des Landeskriminalamtes Dieter Schneider informierten sich Innenminister Reinhold Gall und Präfekt Stéphane Bouillion umfassend über Aufgaben, Funktionsweise und praktische Abläufe in der grenzüberschreitenden Polizeikooperation.

Das GZ hat im vergangenen Jahr in fast 17.500 Verfahren die Polizei- und Zollbehörden bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit unterstützt. Dies ist ein neuer Höchststand der im GZ bearbeiteten Verfahren und zeigt die enorme Bedeutung dieser Einheit. Tagein, tagaus werden danach im GZ rund um die Uhr fast 50 Fälle grenzüberschreitender Ersuchen bearbeitet. Die Fälle reichen von Straßenverkehrsdelikten über die Koordinierung grenzüberschreitender Einsätze bis hin zur umfangreichen Ermittlungsunterstützung bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. „Es ist beeindruckend, mit welcher Professionalität die Spezialisten im GZ die Dienststellen in Deutschland und Frankreich in kürzester Zeit unterstützen“, zeigte sich Innenminister Gall beeindruckt über die hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz.

Im deutsch-französischen Grenzgebiet treffen nicht nur verschiedene Rechts-, Kultur- und Sprachräume aufeinander, sondern auch unterschiedliche Zuständigkeiten und Strukturen von Zoll, Justiz und Polizei. „Durch das Gemeinsame Zentrum der deutsch-französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit werden nicht nur Sprachbarrieren überwunden und Informationsverluste minimiert, sondern auch Tatzusammenhänge schneller erkannt sowie die Zusammenarbeit beschleunigt“, so Landespolizeipräsident Dr. Hammann.

„Deutsche und französische Beamte kooperieren in Kehl nicht nur unter einem Dach, sondern arbeiten schnell, direkt und unbürokratisch Schreibtisch an Schreibtisch. Das ist das Erfolgsrezept dieser Einheit seit nunmehr fast 14 Jahren“, sagte LKA-Präsident Dieter Schneider.

In einem Europa mit 27 EU-Staaten und 23 Amtssprachen haben sich Gemeinsame Zentren zu einem Hauptinstrument der internationalen Polizei- und Zollkooperation herauskristallisiert. Mittlerweile existieren europaweit über 40 Gemeinsame Zentren oder vergleichbare Einrichtungen, die pro Jahr zwischen 500.000 und einer Million internationale Verfahren von Polizei, Zoll und Justiz bearbeiten. Das Gemeinsame Zentrum in Kehl war bei seiner Einrichtung im Jahr 1999 das erste dieser Art in Europa.

(Quelle, Text und Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)

Homepage Reinhold Gall MdL

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