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Podiumsdiskussion in Oftersheim / Born: „Die Umsetzung der Kinderrechte macht unsere Demokratie stark“

Veröffentlicht am 22.01.2024 in Veranstaltungen

Oftersheim. Kinderrechte sind eine Chance für alle. Davon ist Landtagsvizepräsident Daniel Born überzeugt. Am 7. Februar ab 18 Uhr wird er im Bürgersaal des Oftersheimer Verwaltungsgebäudes in der Eichendorffstraße 2 mit seinen Gästen darüber diskutieren, welche Vorteile nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch gesamtgesellschaftlich darin liegen, die UN-Kinderrechtskonvention ernst zu nehmen und Kinderrechte in Kita, Familie und Politik umzusetzen.

„Kindheit findet dort statt, wo Kinder zu Hause sind – in ihrer Familie, in ihrer Kita oder Schule, in ihrer Gemeinde. Dort wird die Kinderrechtskonvention in Lebensbedingungen übersetzt“, sagt Born, der seit 2016 Sprecher für frühkindliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion ist. „Wer Entscheidungen trifft, die Auswirkungen auf Kinder haben, muss konsequent nach ihrem Wohl fragen. Zum Beispiel bei Bildungsangeboten, bei der Gestaltung öffentlicher Räume, beim Klimaschutz, bei der Haushaltsplanung in der Kommune – kurz gesagt überall“, betont der Schwetzinger Abgeordnete die umfassende Bedeutung, die er den Kinderrechten zuschreibt.

„Es ist unsere Aufgabe, die Angelegenheiten der heranwachsenden Generation ernsthaft im Blick zu haben – sie haben ein Recht darauf. Außerdem ist Kinder- und Familienfreundlichkeit eine Investition in die Zukunft, die sich auszahlt. Die Umsetzung von Kinderrechten ist ein messbarer Standortfaktor: Wie es Kindern und Familien vor Ort geht, wirkt sich auf Abwanderung oder Zuwanderung und damit auf Steuereinnahmen, auf Handlungsspielräume und auf den sozialen Zusammenhalt aus“, begründet Bildungsexperte Born, warum er sich dem Thema Kinderrechte weiter intensiv annehmen wird.

Die Gäste, die der Einladung des stellvertretenden Landtagspräsidenten und des mitveranstaltenden SPD-Ortsvereins nach Oftersheim folgen, sind allesamt Experten, wenn es um Partizipation, den Schutz und das Wohl von Kindern geht: Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Jasmina Hostert ist Mitglied im Familienausschuss und stellvertretendes Mitglied in der Kinderkommission. Die SPD-Familienpolitikerin setzt sich unter anderem für den Kampf gegen Kinderarmut ein: „Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland auf Leistungen der Existenzsicherung angewiesen sind – viele von ihnen sogar, obwohl die Eltern erwerbstätig sind. Das verstößt gegen das Recht des Kindes auf ein Aufwachsen in sozialer Sicherheit“ – für Hostert ein Beispiel dafür, dass auch in Deutschland die Umsetzung der Konvention eine große Aufgabe bleibt.

Klaas Uphoff, Leiter der Heidelberger UNICEF-Gruppe, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Situation von Kindern weltweit und weiß, wie wenig selbstverständlich es ist, dass Kinderrechte konsequent umgesetzt werden, auch „wenn die Kinderrechte immer gelten, für alle und überall.“ Was UNICEF zur Verwirklichung der Kinderrechte beiträgt – global genauso wie vor der eigenen Haustür - dazu hat Uphoff eine Menge zu berichten. Eine Voraussetzung dafür, die Welt für Kinder besser zu machen, ist es, über Wohl und Wünsche von Kindern und Jugendlichen Bescheid zu wissen, eine andere ist die Sensibilisierung der Entscheidungsträger. Impulse für kindergerechte und kinderfreundliche Kommunen zu setzen und die kinderpolitische Arbeit vor Ort zu inspirieren, das ist eine der Aufgaben, der sich die Bundearbeitsgemeinschaft Kinderinteressen stellt. Sie wird an diesem Abend von Birgit Schreiber vertreten, die sich im Vorstand der BAG Kinderinteressen engagiert. Kinderrechtsexperten, die ihr Wissen und ihre Erfahrung jeden Tag in ihrer Arbeit mit Kindern umsetzen, sind Tanja Tischmeyer, Leiterin des Inklusiven Kindergartens Sonnenblume in Hockenheim und Kommissarische Geschäftsbereichsleitung für die Kindertagesstätten der Lebenshilfe der Region Mannheim/Schwetzingen/Hockenheim, und Volker Schuld, der das Kinderschutz-Zentrum der Stadt Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises leitet.

Warum er gleich mehrere Veranstaltungsformate zum Thema Kinderrechte auflegt? „Weil die Umsetzung der Kinderrechte ein essentieller Beitrag für eine starke Demokratie ist. Sie fördert eine Kultur der Achtung, der Solidarität und der Beteiligung. Wer Kinder an Entscheidungsprozessen beteiligt, vermittelt demokratische Grundwerte. Außerdem schützen Kinderrechte die Schwächsten in der Gesellschaft vor Ausbeutung, Vernachlässigung und Diskriminierung. Die Achtung der Kinderrechte gehört zum Fundament unserer Demokratie, denn sie stärkt das Vertrauen in die Integrität demokratischer Institutionen“, ist Landtagsvizepräsident Born überzeugt.

Homepage Daniel Born

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