Im Beisein von Bürgermeister Franz Masino trug sich Schwesig auch ins Goldene Buch der Gemeinde Waldbronn ein.Auf Einladung Dr. Mentrups kam am 16. Februar die Sozialministerin von Schleswig-Holstein und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig in den Wahlkreis Ettlingen. Nach einem Besuch im Haus "Spielberg" der Arbeiterwohlfahrt in Karlsbad stellten sich Dr. Mentrup und Manuela Schwesig in der Albtherme Waldbronn den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger.
Zu einem Kernthema der Veranstaltung wurde die Bildungspolitik. „Wir müssen das Bildungssystem für alle besser machen“, so Mentrup. „Wir müssen als Bildungspolitiker den Anspruch haben, unsere Schulen so gut zu machen, dass zusätzliche Nachhilfe nicht mehr nötig ist.“ Für seine Forderung, das Land müsse endlich wieder bei der Schulsozialarbeit einsteigen, erhielt Mentrup viel Beifall und zustimmendes Kopfnicken.
Auch den Vorschlag eines verpflichtenden Vorschuljahrs, um etwa Sprachkenntnisse zu fördern und so späteren Problemen in der Schule vorzubeugen, diskutierten Mentrup und Schwesig mit den Bürgerinnen und Bürgern. Mentrup zeigte sich von der Wirksamkeit eines solchen Vorschuljahres überzeugt. Noch besser sei es allerdings, schon beim Alter von drei Jahren anzusetzen. So könnten die Kinder Deutsch wie ihre Muttersprache lernen. „Wenn die Kinder mit drei Jahren in den Kindergarten kommen, sollen sie gleich die optimale Förderung bekommen.“
Schwesig, die sich trotz der laufenden Verhandlungen im Vermittlungsausschuss Zeit genommen hatte, um nach Waldbronn zu kommen, bemängelte die Bildungspolitik der baden-württembergischen Landesregierung. Die Bildungschancen seien sehr ungleich verteilt, obwohl Baden-Württemberg ein wirtschaftsstarkes und wohlhabendes Land sei. „Ich glaube daran, dass jedes Kind Stärken hat, und es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie diese auch entfalten können.“ Die Verhandlungen um das so genannte Hartz IV spielten in der Diskussion natürlich ebenso eine große Rolle. Entscheidende Frage bei beiden Themen, betonte Mentrup, sei: „Investieren wir auch mal in Strukturen oder laufen wir immer nur den aktuellen Problemen hinterher?“