Zufallsfoto

MdL Kaufmann will mit Körperschaftsteuerguthaben der Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten der Wirtschaft verbessern

Veröffentlicht am 18.12.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 17. Dezember 2008

Allein in Baden-Württemberg ist dabei mit 2,3 Milliarden Euro zu rechnen.

Die derzeitige Krise auf den Finanzmärkten wird nicht nur die großen Konzerne in der Region wie die Daimler AG treffen, sondern auch Auswirkungen auf den Mittelstand haben. Darin ist sich der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, sicher. Konsequenz dessen könnte sein, dass insbesondere mittelständische Unternehmen in den nächsten Jahren Liquiditätsprobleme bekommen und deshalb auf die Unterstützung durch Banken angewiesen sind, so der SPD-Parlamentarier weiter.

„Wir können den Mittelstand bei der Kreditbeschaffung sofort helfen, wenn wir ihm erlauben, seine Körperschaftsteuerguthaben bei den Banken als Sicherheit einzusetzen“, erklärte Gunter Kaufmann. Nach seinen Informationen weigern sich die Finanzämter allerdings bei einer Abtretung dieser Forderungen an die Banken, auf den so genannten Verrechnungsvorbehalt zu verzichten und machen damit eine Kreditierung der Körperschaftsteuerguthaben faktisch unmöglich.

Die Auszahlung der in den Jahren 1978 bis 1999 angesammelten Körperschaftsteuerguthaben der Unternehmen erfolge nämlich ab 2008 in zehn Jahresraten durch die Finanzämter. Banken könnten diese Auszahlungsansprüche ankaufen und den Unternehmen sofort als liquide Mittel zur Verfügung stellen, schwebt Gunter Kaufmann vor. Voraussetzung dafür sei, dass die Finanzverwaltung den neuen Gläubiger anerkennt und nachträglich keinerlei Verrechnungen mit späteren Steueransprüchen geltend macht.

Dafür müssten die politisch Verantwortlichen die notwendigen Vorgaben machen und die Abgabenordnung entsprechend modifizieren, fordert Gunter Kaufmann. Den Vorschlag hat er bereits gestern der SPD-Landtagsfraktion erläutert. „Ich gehe davon aus, dass aber auch die Landesregierung ein Interesse an einer unbürokratischen Hilfe für die mittelständischen Unternehmen haben muss“, betonte der SPD-Parlamentarier.

In einer Antwort auf seine Anfrage hat die Landesregierung dargelegt, dass zur Zeit in Baden-Württemberg 2,3 Milliarden Euro zur Auszahlung an die Unternehmen in den Jahren 2009 bis 2017 anstehen. Im gesamten Bundesgebiet sind es rund 16 Milliarden Euro. Diese Gelder sind nach Auffassung von Gunter Kaufmann in der Finanzkrise sofort zu mobilisieren, da sie den Unternehmen sowieso zustehen. Wenn jedoch die Finanzverwaltung auf der Aufrechnung mit bestehenden Steuerforderungen besteht, können die Körperschaftsteuerguthaben nicht eingesetzt werden.

Angesichts der Summen, die hinter den Guthaben stehen, ist es für den SPD-Landtagsabgeordneten unverständlich, dass bislang bei der Diskussion um Konjunkturprogramme dieser Tatbestand ausgeklammert wurde. Gelder zu mobilisieren, die der Fiskus einbehalten hat, obwohl kein eigentlicher Anspruch dafür besteht, ist aus seiner Sicht doch naheliegend und angesichts der Finanzierungsklemme zahlreicher Unternehmen zwingend geboten.

Homepage Gunter Kaufmann

Termine Gengenbach

05.07.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
öffentlich
Fairtrade Gengenbach: Ernteschätzspaziergang auf den Streuobstwiesen
Gengenbach „Römerbad“ am Ziegelwaldsee

Alle Termine

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de