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MdL Kaufmann (SPD) sieht nach Gespräch mit Prof. Hippler (KIT) Hoffnungsschimmer für Fortbestand des WWF-Aueninstituts

Veröffentlicht am 12.03.2010 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 12. März 2010

Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter des WWF-Aueninstituts vorläufig gesichert / WWF-Aueninstitut könnte weiter am KIT angesiedelt werden, wenn die Landesregierung unterstützt

Neue Hoffnung schöpft der mittelbadische SPD-Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann für den Fortbestand des WWF-Aueninstituts am Standort Rastatt. Er sei nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Horst Hippler, einem der beiden Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) (vormals Universität Karlsruhe) positiv gestimmt. Es wird zwischenzeitlich wieder nach einer einvernehmlichen Lösung für eine Verstetigung der Arbeit des Aueninstituts gesucht. Prof. Dr. Hippler hatte zugesagt, sich persönlich für den Fortbestand stark zu machen, lobte der SPD-Parlamentarier den Einsatz des Präsidenten, der seit einigen Tagen auch Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz ist.

Im Moment wird an der Universität geprüft, ob das WWF-Aueninstitut einem anderen Institut zugeordnet werden kann. Anstelle des bisherigen Instituts für Wasser- und Gewässerentwicklung (IWG) käme auch das Institut für Geografie und Geoökologie in Frage. Zu den Geografen und Geoökologen würde die Auenforschung aus fachlicher Sicht hervorragend passen.

Am Herzen lag dem SPD-Landtagsabgeordneten, in dessen Wahlkreis das WWF-Aueninstitut im Jahr 1985 gegründet worden war, auch die Zukunft der Mitarbeiter. Bis vor wenigen Tagen mussten diese davon ausgehen, dass ihre Verträge Ende März auslaufen, so Kaufmann. Prof. Hippler hat zugesagt, die Arbeitsverträge bis Ende September zu verlängern. Die Universität wird dafür eine Garantie übernehmen. Diese Zeit sollte genutzt werden, die Zukunft des Aueninstituts auf der Grundlage einer neuen vertraglichen Vereinbarung zu sichern. Diese muss auch von der Landesregierung mitgetragen werden.

Vor allem die Landesregierung ist nach Auffassung von Gunter Kaufmann gefragt, wenn es um die Aufrechterhaltung der Lehrkapazität in den kommenden Jahren geht. Im Rahmen der Ausbauplanung 2012 für den doppelten Abiturientenjahrgang müssen nach Kaufmann auch Lehrkapazitäten im Bereich der Geowissenschaften aufrecht erhalten werden. Dies sei auch wegen der Entwicklung der Zahl der Studierenden notwendig.

Nicht aus der Verantwortung entlassen will der SPD-Landtagabgeordnete daher die CDU/FDP-Landesregierung. In Reden und Antworten auf seine im Landtag eingebrachten Anträge habe das Land immer die Bedeutung des Aueninstituts unterstrichen. Nun müsse das Land dem auch Taten folgen lassen.

So müsste das Land selbst als Auftraggeber von Gutachten u.ä. beim WWF-Aueninstitut ein eigenes Interesse an dessen Fortbestand haben. Als Unterstützung könnte sich Gunter Kaufmann dabei die finanzielle und personelle Förderung von Projekten oder z.B. die Berücksichtigung in Programmen des Umwelt- bzw. Wissenschaftsministeriums, etwa bei der Nachwuchsförderung, vorstellen. Auch der WWF sollte überlegen, inwieweit er von sich aus die Arbeit des Aueninstituts fördern kann.

Für das WWF-Aueninstitut scheint somit nochmals eine Chance zu bestehen, die erfolgreiche Arbeit fortführen zu können, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete, der auch dem Umweltausschuss des Landtags angehört, mit gedämpften Optimismus.

Homepage Gunter Kaufmann

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