Zufallsfoto

MdL Gunter Kaufmann (SPD) fordert Maßnahmen gegen Wildschäden

Veröffentlicht am 06.11.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 06. November 2008

SPD-Landtagsabgeordneter bringt Wildschäden-Problematik im Landtag vor / Landesregierung bestätigt überdurchschnittliche Anzahl von Wildschäden in Mittelbaden

Die rasant zunehmenden Verwüstungen bei landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber auch privaten Gärten und Wiesen sowie die gestiegene Zahl von Verkehrsunfällen nahm der SPD-Landtagsabgeordnete, Gunter Kaufmann in der Sitzung des baden-württembergischen Landtags am gestrigen Donnerstag zum Anlass einer Anfrage an die Landesregierung.

Zahlreiche Bürger, vor allem aus dem Murgtal, hätten sich in den letzten Wochen ihm gegenüber über die zunehmenden Schäden durch Wildschweine beschwert und von der Landesregierung entsprechende Gegenmaßnahmen gefordert. Dass insbesondere Mittelbaden unter der starken Schwarzwild-Population zu leiden habe, musste auch die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, in ihrer Antwort einräumen. So seien im vergangenen Jagdjahr im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis überdurchschnittlich viele Unfälle mit Schwarzwild zu verzeichnen gewesen, so Gunter Kaufmann. Wären es im Landesdurchschnitt neun überfahrene Wildtiere, so sind im Landkreis Rastatt 12 und im Stadtkreis Baden-Baden sogar 22 Tiere zu beklagen. Aber auch die Gefahr für Menschen durch Verkehrsunfälle mit Wildschweinen sei nicht zu unterschätzen, betonte der SPD-Parlamentarier.

Auf die Frage, mit welchen Maßnahmen nach Auffassung der Landesregierung der stark wachsenden Wildschweinpopulation wirksam begegnet werden könne, habe die Staatssekretärin allerdings nur ausweichend geantwortet, stellte Gunter Kaufmann fest. Allerdings sei auch die Landesregierung der Meinung, dass durch revierübergreifendere und effizientere Jagdmethoden beispielsweise Drückjagden der Schwarzwildbestand begrenzt werden müsse. Möglichkeiten, die Bürger vor Wildschweinschäden zu schützen, gäbe es nach Ansicht des SPD-Parlamentariers auch durch eine Novellierung des Landesjagdgesetzes, wie es andere Bundesländer, wie Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereits getan hätten. Hierzu gehöre ein generelles Verbot der Fütterung und eine zeitliche Begrenzung der Kraftfutter-Fütterung auf wenige Monate.

Wie die Landesregierung möchte auch der SPD-Landtagsabgeordnete die Jäger in die Pflicht nehmen. So wünsche er sich von diesen einen vermehrten Jagdeinsatz, um bei der Wildscheinpopulation ein natürliches Gleichgewicht zu erreichen. Er sähe sich dabei auch einig mit Forderungen des Naturschutzbundes (NABU) und des Ökologischen Jagdvereins (ÖJV) Baden-Württemberg. Auch die Staatssekretärin habe dies so gesehen, so Gunter Kaufmann.

Es könne aber auch nicht sein, dass die Landesregierung auf die Verantwortung der Jäger verweise und die mittelbadischen Bürger mit den Zerstörungen in den Vorgärten und den landwirtschaftlichen Flächen allein lasse, machte er deutlich. So habe die Staatssekretärin eingestehen müssen, dass im Landkreis Rastatt insbesondere Grünflächen in Bühl, Bühlertal, Gaggenau, Gernsbach und Muggensturm von Wildschäden betroffen seien.

Die vermehrte Wildschweinpopulation habe zudem aber auch erhebliche Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht und die Naturschutzflächen in Mittelbaden. So würden vielfach schützenswerte Flächen, wie z.B. FFH-Gebiete wie das Krebsbachtal bei Kuppenheim, durch Schwarzwild verwüstet.

Homepage Gunter Kaufmann

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de