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MdL Gunter Kaufmann bestätigt Reformbedarf in beruflicher Aus- und Weiterbildung

Veröffentlicht am 08.07.2010 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 08. Juli 2010

SPD-Landtagsabgeordneter begrüßt Papier der Professoren Georg Rothe und Götz W. Werner zum Reformbedarf im deutschen Berufsbildungssystem

Dringenden Reformbedarf im deutschen Berufsbildungssystem konstatieren der Gründer und Gesellschafter von dm Drogeriemarkt, Götz W. Werner, und Georg Rothe, ehemaliger Ordinarius für Berufspädagogik an der Universität Karlsruhe (KIT) in einem Impulspapier. Beide wollen den Artikel als ihren Input in die Enquete-Kommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ des baden-württembergischen Landtags einspeisen. Unterstützung erhalten sie dabei vom Sprecher für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion, Gunter Kaufmann.

Die beiden Professoren betonen, dass sich die deutsche Berufsausbildung seit Jahren in einer Schieflage befindet und dass derzeit für mehr als die Hälfte der Schulentlassenen keine richtige Chance auf eine echte Berufsausbildung besteht. Zu Recht kritisieren sie auch, dass stark veränderte Wege in der Ausbildung und in der Beschäftigung in den letzten Jahren und Jahrzehnten bisher unberücksichtigt geblieben sind und viele Voraussetzungen für die Realisierung des lebenslangen Lernen bisher nicht gegeben seien.

So wird dem Umstand, dass das Ausbildungseintrittsalter im Durchschnitt von 16 auf 19 Jahren gestiegen ist, bisher in der beruflichen Bildung nicht ausreichend Rechnung getragen. So müssten nach Ansicht von Gunter Kaufmann Leistungen des Übergangssystems angerechnet und vollzeitschulische Ausbildungsangebote ausgebaut werden. Auch die Tatsache, dass nach den ersten fünf Jahren die meisten in einem Beruf tätig ist als dem erlernt, fände noch zu wenig Berücksichtigung.

Werner und Rothe empfehlen zu Recht, die Notwendigkeit der Schaffung zweijähriger Grundqualifikationen auf der Basis von Berufsgruppen mit der Zielsetzung den Übergang ins Beschäftigungssystem sowie die Möglichkeiten lebenslangen Lernens zu verbessern. Gefordert seien hier die Kultusministerien.

Gunter Kaufmann sieht daher auch das Land in der Pflicht. Die CDU/FDP-Landesregierung vergäbe Spielräume für die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen, die sich aus dem seit 2005 geltenden Berufsbildungsgesetzes eröffnen. Der SPD-Parlamentarier spricht sich in diesem Zusammenhang für ein Recht auf berufliche Erstausbildung in Form einer Ausbildungsgarantie aus. Diese soll allen jungen Menschen den Weg in die berufliche Erstausbildung garantieren.

Gerade um zu verstehen, wie das deutsche Dualsystem in seiner jetzigen Form entstanden ist, ist es wichtig, die Historie zu kennen. Auch hier liefere das Papier von Georg Rothe und Götz W. Werner wichtige Impulse, so Gunter Kaufmann. Nicht nur deswegen wäre es wert, wenn sich die Enquete-Kommission des Landtags damit beschäftigt, hofft der SPD-Parlamentarier.

Homepage Gunter Kaufmann

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