Wie muss ein guter Kindergarten aussehen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Kinder im Vorschulalter ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit entwickeln können? Was braucht es, damit Mädchen und Jungs ihre Kreativität entfalten können und auch adäquat auf die Schule vorbereitet werden?
Diese und noch mehr Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung, zu der der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Frank Mentrup und seine Landtagskollegin Helen Heberer ins Mannheimer Capitol eingeladen hatten.
Lisette Siek-Wattel und Regisseurin Sigrid Klausmann-Sittler zeigten, wie es funktionieren kann. (S. auch www.lisette-film.de) Allerdings müssten auch überall die Rahmenbedingungen stimmen. „Kleine Gruppen, einfühlsame, den Kindern zugewandte und gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sowie ein schlüssiges Konzept sind der Schlüssel für Erziehung und frühkindliche Bildung“, ist sich Dr. Mentrup sicher. „Dazu brauchen wir den Ausbau der Betreuungs- und Bildungsangebote ebenso wie die Entwicklung eines umfassenden Bildungskonzeptes und verbesserte Aus- und Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher.“
Dass dies ist nicht zum Nulltarif zu haben ist, darin waren sich Bildungsbürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer, der jugendpolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim Roland Weiß sowie die frühere Kinderhausleiterin und jetzige freigestellte Personalrätin Hansi Weber sowie die Leiterin des Fröbelinstituts in Mannheim Heike Braun einig. Einig waren sie sich darüber hinaus auch mit dem anwesenden fachkundigen Publikum, dass insbesondere die Sprachförderung und frühe Einbeziehung gerade von Eltern mit ausländischen Wurzeln nötig ist, um die Startchancen von Kindern mit Migrationshintergrund nachhaltig zu verbessern. Mentrup: „Elterninformation, Elternbildung und die Mitbestimmung der Eltern sind wichtige Aspekte, die wir ausbauen und intensivieren müssen. Die allermeisten Eltern wollen doch nur das Beste für ihre Kinder. Es kommt deshalb darauf an, dass wir gerade Eltern mit unzureichenden Deutschkenntnissen und geringem Wissen über unser Betreuungs- und Bildungssystem in die Lage versetzen, ihre Kinder optimal zu unterstützen und so zu deren Bildungserfolg beizutragen.“