Zufallsfoto

Mannheimer Morgen: Neues Theaterhaus umstritten?

Veröffentlicht am 06.07.2012 in Presseecho

Kulturpolitik: Machbarkeitsstudie für Zentrum darstellende Künste gegen die CDU beschlossen
Neues Theaterhaus umstritten??

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Gegen die Stimmen der CDU beschloss der Kulturausschuss gestern, für 30 000 Euro eine Machbarkeitsstudie für ein neues "Zentrum für darstellende Künste" in Auftrag zu geben. Es soll auf dem Gelände der Turley-Barracks angesiedelt werden (wir berichteten) und Mittelpunkt für die freie Theaterszene werden.

"Wir beschließen aber nicht, dass es das Zentrum dort geben wird", stellte Kulturbürgermeister Michael Grötsch klar. Man wolle nur die genauen Kosten und die Eignung des dortigen Areals untersuchen und "nachvollziehbar dokumentieren". "Wir brauchen eine Grundlage, um darüber reden und entscheiden zu können", so Grötsch.

Danach sei aber sicher "eine Grundsatzdiskussion nötig, ob wir uns das leisten wollen und können, ohne Einschnitte in den Bestand an anderen Kultureinrichtungen hinzunehmen", meinte er.

Doch schon gegen die Untersuchung gab es klaren Widerstand der CDU. "Wir planen ein Haus und kennen noch nicht die Inhalte - dafür steht die CDU nicht zur Verfügung", betonte CDU-Stadtrat Claudius Kranz. Sein Kollege Dr. Jens J. Kirsch hielt ein solches neues Zentrum wie auch die Machbarkeitsstudie für "völlig überflüssig". "Wir haben doch schon genug Verpflichtungen mit bestehenden Einrichtungen", gab Kirsch zu bedenken.
"Noch viele Einwände"

Steffen Ratzel fürchtete, dass die Erarbeitung einer solchen Studie die Stadt dann "in Zugzwang bringt": "Da wird etwas angestoßen, das wir eh nicht zahlen können", warnte er. Und Stadtrat Nikolas Löbel sah in der geplanten Studie "nur eine Alibifunktion". Vor einer solchen Untersuchung müsse man die Frage klären, ob Mannheim ein solches Zentrum überhaupt brauche, "und wir meinen nein", bekräftigte er.

"Wir sollten dem Ganzen eine Chance geben", meinte Prof. Dr. Achim Weizel (ML), doch wollte auch er noch viele Frage wie etwa die Folgekosten "energisch geprüft" wissen: "Ich habe noch viele Einwände dagegen", räumte er ein. Im Grundsatz für ein solches Zentrum plädierte Dr. Elke Wormer (FDP), "aber nicht in dieser Dimension", warnte sie: "Wir brauchen Proberäume, aber keine eigene Intendanz und zehn Mitarbeiter und kein neues Nationaltheater!"

Klar für das Zentrum votierten SPD und Grüne - wobei sich SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer "irritiert" zeigte, dass die CDU eine Vorlage ihres eigenen Dezernenten ablehne. "Es macht doch nur Sinn, wenn wir den Weg mit deutlicher Mehrheit beschreiten", meinte er mit Blick auf die erhoffte Unterstützung durch die Landesregierung für das Projekt.

"Wir sollten dem Ganzen eine Chance geben und ein Konzept erarbeiten, damit wir wissen, worüber wir konkret sprechen", sagte Helen Heberer (SPD): "Wenn Mannheim nicht will, wird es das Land nicht bezahlen". Sie wandte sich aber gegen eine zu schnelle Festlegung auf den Standort Turley-Barracks und wollte die Untersuchung auch den Lokschuppen auf dem Lindenhof ausdehnen.

Gerhard Fontagnier freute sich für die Grünen, "dass das Thema wieder auf dem Tisch ist". "Wir wollen das, weil wir heute für die Kultur von Morgen sorgen müssen", so der Stadtrat der Grünen.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 05.07.2012

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de