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Mannheimer Morgen: Leidenschaftliche Gespräche über Kirche und Politik

Veröffentlicht am 31.05.2010 in Presseecho

Innenstadt: Dekanatstag der Katholischen Frauengemeinschaft
Leidenschaftliche Gespräche über Kirche und Politik

"Die Frauen dachten beinahe, dass es unser eigenes Leben ist, das wir hier schildern", sagt Marianne Kessler. Mit leuchtenden Augen erzählt die 50-Jährige in großer Runde vom "Frauenspaziergang". Der Frauenspaziergang ist ein Angebot während des Dekanatstages der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd). Beim gemeinsamen Gang durch die Quadrate wird aus dem Leben von historischen Frauengestalten erzählt.

Hier, wie auch bei den fünf anderen Workshops haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich mit dem 2008 verabschiedeten Leitbild der kfd, "Leidenschaftlich glauben und leben", auseinanderzusetzen. Mehr als 80 Frauen kann die kfd-Vorsitzende Gabriele Blank im Foyer des Ursulinengymnasiums begrüßen. Aufgrund eines Wasserschadens im Ignatiussaal des Stadtdekanates musste der Frauentag kurzerhand verlegt werden. "Gitta Grimm, die Schulleiterin des Gymnasiums, hat sofort zugesagt, uns zu helfen, als sie von dem Malheur hörte", berichtet Blank. Und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Ich denke, die Frauen sind es wert."

Liebevoll hat ein Team um Gabriele Blank alles vorbereitet. Kaffee und Kuchen stehen bereit, als die Teilnehmerinnen eintreffen. Nachdem diese sich gestärkt haben, stehen sie vor der Qual der Wahl: Sie müssen sich für einen der sechs attraktiven Workshops entscheiden. Sofort "ausgebucht" ist die Schlossführung mit dem Theologen Alexander Wischniewski. Er ist der einzige Mann, der an diesem Tag "zugelassen" ist. Wie und ob am Hofe der Kurfürsten gelebt und geglaubt wurde, will Wischniewski den Frauen vor Ort erzählen. Neben der Schlossführung gibt es noch liturgischen Tanz mit Schwester Regina Hunder vom Ursulinenkonvent, Bibelarbeit mit der Diplom-Theologin Sabine Müller, einen Kreativarbeitskreis mit der Malerin Veronika Drop und ein politisches Gespräch mit der SPD-Landtagsabgeordneten Helen Heberer. Es geht sehr leidenschaftlich in den einzelnen Gruppen zu. So will Helen Heberer die Teilnehmerinnen ihres Workshops mit auf eine "gedankliche Reise" zur Bedeutung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft nehmen. Dabei entwickelt sich ein lebhaftes und tiefgehendes Gespräch über Erziehung, Bildung und Frauen in Politik und Kirche.

Im Kreativarbeitskreis gestalten die Teilnehmerinnen drei Bilder zum Thema Leidenschaft, die später im Plenum allgemeine Bewunderung hervorrufen. "Einige Frauen haben mir zuvor gesagt, sie könnten nicht malen", berichtet Veronika Drop, "da habe ich ihnen geantwortet, ihr braucht nur die Farben aneinanderzusetzen, denn es geht um den Ausdruck."
Abschluss in der Jesuitenkirche

Nach einem Imbiss bildet ein geistliches Konzert mit dem Frauenquartett "Alta Voce" in der Jesuitenkirche den Abschluss des Frauentages. Hierzu kann Gabriele Blank auch einige Herren, darunter Dekan Karl Jung, willkommen heißen. Werke bekannter Komponisten aus verschiedenen Jahrhunderten stehen auf dem Programm. Es ist ein Kunstgenuss vom Feinsten, der selbst durch zwei kleine Patzer der Sängerinnen nicht geschmälert werden kann. "Das war gar nicht so schlimm, sonst hätte man meinen können, wir seien schon im Himmel", befindet Gabriele Blank, die wie auch die anderen Frauen mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden ist. bh

Mannheimer Morgen
14. Mai 2010

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

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