Zufallsfoto

Mannheimer Morgen: „Für Mannheim ist das hervorragend“

Veröffentlicht am 02.04.2012 in Presseecho

Polizeireform: Politiker aus Gemeinderat und Landtag loben parteiübergreifend Verbleib des Präsidiums in der Stadt / CDU und FDP mit einzelnen Kritikpunkten
„Für Mannheim ist das hervorragend“

Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm

Erleichterung und Zustimmung überall: Die Reaktionen auf die Entscheidung, dass Mannheim ein Großpräsidium für die Region erhält, fallen in der Stadt einhellig positiv aus. Politiker aller Parteien loben die Entscheidung, nur das Maß des Beifalls variiert. Grüne und SPD, die im Landtag die Mehrheit stellen und die Reform somit verantworten, würdigen das gesamte Reformvorhaben. Aus CDU und FDP gibt es dagegen zumindest an einigen Stellen auch kritische Stimmen.

Für die SPD melden sich die Landtagsabgeordneten und Stadträte Helen Heberer und Stefan Fulst-Blei zu Wort. "Für Mannheim, ist es hervorragend, dass das Präsidium, das jetzt überdies saniert und der Neubau inzwischen in Angriff genommen worden ist, in unserer Stadt erhalten bleibt", so Heberer, Fulst-Blei bewertet die Entscheidung zudem als "für unsere Region ausgewogen: Sitz Polizeipräsidium und Kriminalkommissariat in Mannheim, Kriminalpolizeidirektion in Heidelberg". Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer sieht eine "gute Entscheidung".

Von den Grünen gibt es ebenfalls Lob. "Die Stadt Mannheim wird durch die Polizeireform gestärkt", das sagt Wolfgang Raufelder, Landtagsabgeordneter und Stadtrat. Die Polizeireform bekomme ein "regionales Gesicht" - daneben gehe es für die Bürger doch sowieso weniger um Präsidienstandorte, sondern um die Präsenz der Polizeibeamten vor Ort. Und die werde nun verbessert. "Im Durchschnitt zwei zusätzliche Stellen pro Revier" kündigt Raufelder an.

Erleichterung über die Standortwahl, aber Kritik am Verfahren kommt von der CDU. "Sachlich richtig" findet Claudius Kranz, CDU-Kreisvorsitzender und Stadtrat, die Entscheidung pro Mannheim, allein schon wegen des hiesigen Kriminalitätsaufkommens. Allerdings kritisiert er, dass die derzeitige Polizeipräsidentin Caren Denner ihren Posten wohl nicht behalten und von einem Mann ersetzt werden wird. "So macht man Gleichberechtigung durch tatsächliches Handeln kaputt, auch wenn man in Sonntagsreden anderes von sich gibt", so Kranz.

Die FDP freut sich darüber, dass das Polizeipräsidium in der Stadt bleibt - schließlich sei Mannheim die zweitgrößte Kommune in Baden-Württemberg. Fraktionschef Volker Beisel warnt allerdings vor dem "Negativbeispiel Bayern", wo eine Polizeireform weniger gebracht habe als erhofft. Zudem kritisiert die FDP die Verlagerung der Kripo-Direktion nach Heidelberg als in Sachen Effizienzsteigerung schädlich.

Egon Manz, Chef des Bezirkspersonalrats der nordbadischen Polizeidienststellen und Vorsitzender des CDU-Arbeitskreises Innere Sicherheit, bedauert zwar, dass Denner nicht Präsidentin bleiben werde. Er lobt aber im gleichen Atemzug den designierten Präsidenten Detlef Werner und wünscht ihm eine gute Aufnahme in Mannheim.
© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 29.03.2012

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de