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Mannheimer Morgen: Buntes Treiben tagsüber – Lagerfeueratmosphäre abends

Veröffentlicht am 22.07.2013 in Presseecho

Schwetzingerstadt: Ehrenamtliche und Sponsoren sorgen für ein erfolgreiches Stadtteilfest / Pestalozzischule dabei
Buntes Treiben tagsüber – Lagerfeueratmosphäre abends

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

Als die "Camp Fire Kings" am Samstagabend die Bühne rockten, war kein Platz mehr frei an den Biertischen. Die Musiker aus der Schwetzingerstadt um Hans Frauenschuh zauberten Lagerfeuerromantik in den gemütlichen Biergarten unter Bäumen. Bei herrlichem Sommerwetter war das Stadtteilfest in der Schwetzingerstadt schon am Nachmittag gut besucht.

Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil zeigten auf der Bühne singend, tanzend und musizierend ihr Können. "Tagsüber Familienfest und abends Party" lautete das bewährte Rezept beim zweitägigen Fest, veranstaltet vom Trafohausverein, Bürgerverein Schwetzingerstadt/Oststadt (bso) und der Aktionsgemeinschaft der Gewerbetreibenden Mannheim Ost e.V. (ADG). Trafohausvereinvorsitzender Thomas Saueressig dankte allen, die sie tatkräftig und finanziell unterstützten, besonders der ADG und Schirmherr Hans-Josef Michels (Kartoffel Kuhn), Markus Hör, Una und Bernd Hillesheim, Matthias Ströbele, der seinen Lkw zur Verfügung stellte, und dem Stadtteilservice, der mit zehn Mann beim Aufbau half. "Ohne diese Unterstützung wäre das Fest nicht zu stemmen", so Saueressig. Er lobte auch Damian Kamensek vom Partyservice Fisch Vogelmann, der nach Rückzug des bisherigen Getränkeversorgers spontan den Ausschank übernahm.

Es gab dieses Mal etwas weniger Stände rund um den Biergarten. Aber dafür war das Mitmachangebot für Kinder und Jugendliche an den Ständen der Gewerbetreibenden, der Parteien, von Polizei und Feuerwehr noch breitgefächerter als sonst. Außerdem lockte ein noch größerer Flohmarkt entlang der Otto-Beck-Straße. Abgesprungen waren kurz vor Festbeginn zwei Kindergärten. Dafür stieg die Pestalozzischule ganz groß ein und gestaltete über eine Stunde lang mit fetziger Musik, Gesang und Tanz das Bühnenprogramm. "Wir gehören zum Stadtteil und wollen das auch zeigen", betonte Schulleiter Rolf Schönbrod.

Stadtteilfest zwischen Tradition und Herausforderung
Das Stadtteilfest in der Schwetzingerstadt, das in diesem Jahr zum 34. Mal stattfand, ist das älteste Stadtteilfest in Mannheim. Es wurde vom Bürgerverein Schwetzingerstadt/ Oststadt ins Leben gerufen.
Als der Bürgerverein das Fest nicht mehr stemmen konnte, traten ihm der Trafohausverein und die Aktionsgemeinschaft der Gewerbetreibenden Mannheim Ost e.V. unterstützend zur Seite. In den vergangenen Jahren zeigte die Diskussion, wie schwer es den Stadtteilakteuren fällt, diese Traditionsveranstaltung am Leben zu erhalten. Das finanzielle Risiko ist enorm, ganz zu schweigen von dem personellen Aufwand.
Bei der Sponsorensuche helfen soll künftig ein Stadtteilfestverein. ost

Mehr als 3000 Besucher kamen, vor allem viele Jugendliche, die bei den Auftritten vom Tanzstudio Creadom, vom Trommelpalast und beim Tanzbattle der Tänzer aus dem Jugendhaus Herzogenried die Bühne umlagerten. Aber auch Ilona Brede kommt jedes Jahr wieder gern zum Stadtteilfest, "wegen der gemütlichen Atmosphäre und weil man hier immer Nachbarn und Freunde trifft". Für den Grünen-Bundestagsabgeordneten, Dr. Gerhard Schick, ist es "das schönste Stadtteilfest, wegen des schönen Platzes unter Bäumen - das hat fast Dorfatmosphäre".

Die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer betonte: "Das Stadtteilfest ist wichtig, als Ort der Begegnung, Möglichkeit für Einrichtungen, sich zu präsentieren und um zu sehen, was in dem Stadtteil lebt". Deshalb engagieren sich auch die ADG-Mitglieder immer wieder tatkräftig und finanziell, setzen sich ein für das Stadtteilfest, das immer mal wieder auf der Kippe stand, aber auch für den Erhalt der Einrichtungen vor Ort.

Der Erlös ihrer Verlosungsaktion fließt an die Pestalozzischule zur Schulhofgestaltung mit Spielgeräten. "Als Gewerbetreibende setzen wir uns ein für einen lebendigen Stadtteil, dazugehört das Stadtfest und auch die Werkrealschule, beides muss erhalten bleiben", erklärte die Vorsitzende Christiane Fuchs. Um künftig die Sponsorensuche für das Stadtteilfest zu erleichtern, soll ein Stadtteilfestverein gegründet werden, berichtete Stadtteilpate Bernd Joa, der in bewährter Manier durch das Programm führte.

Beim Frühschoppen am Sonntagmorgen ließen "The Acoustic-Play-Boys" das rundum gelungene Fest ausklingen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 17.07.2013

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