Zufallsfoto

Landtag wählt SPD-Abgeordneten Boris Weirauch zum Vize-Vorsitzenden im „Strobl“-Untersuchungsausschuss

Veröffentlicht am 01.06.2022 in Landespolitik

Der Mannheimer SPD-Abgeordnete Dr. Boris Weirauch wurde heute vom Landtag zum stellvertretenden Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses gewählt, der die Vorgänge rund um die vorsätzliche Weitergabe vertraulicher Informationen durch Innenminister Thomas Strobl (CDU) parlamentarisch aufklären soll. Zum Obmann der SPD-Fraktion wurde deren parlamentarischer Geschäftsführer Sascha Binder bestimmt. 

Gegen CDU-Innenminister Thomas Strobl ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts mehrerer Straftaten im Amt. Außerdem ist der Landesdatenschutzbeauftragte in seiner rechtlichen Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Innenminister rechtswidrig gehandelt habe, und hat ein aufsichtsbehördliches Verfahren eröffnet.
 
„Strobl hat Recht gebrochen und mutmaßlich sogar Straftaten begangen. Durch sein Handeln wurde das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert. Das bedarf neben der strafrechtlichen auch einer parlamentarischen Aufklärung“, erklärt Weirauch im Anschluss an die durch SPD und FDP gemeinsam beantragte Einsetzung des Untersuchungsausschuss. Die beiden Oppositionsparteien werden zudem die Ermittlungen gegen den wegen sexueller Belästigung vom Dienst suspendierten Inspekteur der Polizei zum Gegenstand der Untersuchung machen. 

„Wir müssen klären, ob das System hatte und ob dieser „Führungsstil“ Auswirkungen auf Personalentscheidungen in der Landespolizei gehabt haben könnte. Es steht Machtmissbrauch im Raum. Der nun suspendierte Inspekteur war der Wunschkandidat des Ministers und seiner Entourage. Wir werden auch zu klären haben, ob bei der Ernennung des obersten Polizisten des Landes alles rechtskonform gelaufen ist und wer bei dieser Entscheidung seine Finger im Spiel hatte“, erklärt der Mannheimer Abgeordnete die Zielsetzung des Untersuchungsausschusses.
 
Die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses wird allgemein als „das schärfste Schwert“ der Opposition bezeichnet. Er ist auf Verlangen eines Viertels der Mitglieder des Landtags oder zweier Fraktionen einzusetzen. Der Untersuchungsausschuss hat gerichtsähnliche Kompetenzen, er kann Zeugen ins Kreuzverhör nehmen und sogar unter Eid aussagen lassen. Zudem haben die Mitglieder ein vollumfängliches Akteneinsichtsrecht und die Möglichkeit, auch Ordnungsgelder oder Beugehaft verhängen zu lassen. 
 
„Die mangelnde Einsicht und Intransparenz der Landesregierung ließ uns keine andere Möglichkeit, als einen Untersuchungsausschuss einzusetzen“, kritisiert der Sozialdemokrat die grün-schwarze Koalition. „Aus meiner Sicht ist ein Rücktritt oder eine Entlassung Strobls weiterhin unausweichlich. Aber offenbar steht der grün-schwarze Koalitionsfrieden über dem Rechtsstaat“, fordert Weirauch Konsequenzen aus dem Rechtsbruch des Ministers, zumindest aber ein Ende der Behinderung der Justiz durch Minister Strobl, der eine Ausweitung der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft durch sein Veto verhindert. „Ein in einem Rechtsstaat ungeheuerlicher Vorgang. Wenn Minister Strobl nichts zu verbergen hat, muss er der Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen freie Hand lassen“. 
 

Homepage Dr. Boris Weirauch: Ihre starke Stimme im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de