Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Wir wollen junge Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine Ausbildung eng begleiten und ihnen zeigen, wie sie ihre eigene berufliche Zukunft in Deutschland erfolgreich gestalten können.“
Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Wir wollen junge Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine Ausbildung eng begleiten und ihnen zeigen, wie sie ihre eigene berufliche Zukunft in Deutschland erfolgreich gestalten können.“
Staatssekretärin Marion v. Wartenberg und Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, haben heute (8. Dezember) in Stuttgart eine Rahmenvereinbarung zur Berufsorientierung für Flüchtlinge an beruflichen Schulen unterzeichnet. „Wir wollen junge Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine Ausbildung eng begleiten und ihnen zeigen, wie sie ihre eigene berufliche Zukunft in Deutschland erfolgreich gestalten können. Mit der Rahmenvereinbarung vernetzen wir berufliche Schulen und Arbeitsagenturen, damit sie abgestimmte und gezielte Angebote zur Berufsorientierung machen können“, so die Staatssekretärin Marion v. Wartenberg.
Christian Rauch betont, dass die Berufsorientierung eine wichtige Grundlage für junge Menschen ist, um eine erfolgreiche Ausbildung zu absolvieren: „Ich freue mich, dass wir mit der Rahmenvereinbarung jungen Flüchtlingen das ermöglichen, was für Inländer bereits gute und bewährte Tradition ist: Durch eine kontinuierliche und bedarfsorientierte Zusammenarbeit von beruflichen Schulen und Arbeitsagenturen nutzen wir die Chance, jungen Flüchtlingen frühzeitig Einblicke in die für sie passenden Ausbildungsberufe zu geben. Wir wollen sie für eine selbstbestimmte Entscheidung in der Berufsfindung stärken.“
Die Rahmenvereinbarung regelt, dass Schule und Arbeitsagentur vor Ort künftig ein Tandem bei der Berufsorientierung bilden. Dazu treten die 500 Beratungsfachkräfte der Arbeitsagenturen mit den beruflichen Schulen mit VAB-O-Klassen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen) in Kontakt. Sobald die Schülerinnen und Schüler über ausreichend Deutschkenntnisse verfügen, bieten die Arbeitsagenturen in den VAB-O-Klassen und den häufig im Anschluss besuchten VAB-Klassen Berufsorientierungsveranstaltungen an. Diese können durch Besuche im Berufsinformationszentrum (BiZ) und durch Onlinemedien der Bundesagentur ergänzt werden. Individuelle Berufsberatungsgespräche der Arbeitsagentur können in den Räumen der Schule geführt werden. Bei Bedarf kann der Berufspsychologische Service der Agentur für Arbeit zugeschaltet werden. In regelmäßigen Gesprächen zwischen der VAB-O- oder VAB-Lehrkraft und der Beratungsfachkraft wird abgestimmt, welche Schülerinnen und Schüler in die Vermittlungsdatei der Arbeitsagentur aufgenommen werden und damit regelmäßig Vermittlungsangebote erhalten.
Aktuell besuchen rund 5.800 Schülerinnen und Schüler eine VAB-O-Klasse in Baden-Württemberg. Derzeit sind an beruflichen Schulen mehr als 370 VAB-O-Klassen eingerichtet. Jugendliche und junge Erwachsene ohne Deutschkenntnisse erhalten dort eine intensive Deutschförderung und erwerben parallel erste berufliche Vorqualifikationen. Der Besuch einer VAB-O-Klasse ist deshalb ein entscheidender Schritt zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration dieser jungen Menschen. Eine wichtige Anschlussmöglichkeit nach Besuch des VAB-O bieten die VAB-Klassen, in denen unter anderem ein Hauptschulabschluss erworben werden kann.
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