
Wohnraum ist ein knappes Gut. Das ist nicht neu. Die Situation, auch in Offenburg, verschärft sich aber zunehmend. Der Markt für bezahlbaren Wohnraum wird in unserer Stadt immer mehr zu einem Problem. Ein Blick ins Internet verdeutlicht das ganze Dilemma für Wohnungssuchende. Die Angebote beginnen bei zirka zehn Euro pro Quadratmeter und klettern bis auf 13,50 Euro – für die Kaltmiete. Die SPD Offenburg, in guter Zusammenarbeit mit dem Mieterverein, beobachtet diese Entwicklung genau. Im neuen Doppelhaushalt der Stadt sind 5 Millionen Euro als Eigenkapital- zuführung für die städtische Wohnbau vorgesehen, um zirka 100 neue öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten. Ein Kraftakt, der aber leider nicht ausreichend sein wird.
Bund und Land verdrücken sich und lassen es seit Jahren an wirklich spürbaren Förderprogrammen fehlen. Ein SPD-Prüfantrag „Zweckentfremdung für Wohnraum verhindern. Wohnungsbestand aktivieren“ soll eine Ergänzung zu den bisherigen Bemühungen sein. Es ist nicht die Lösung für die Misere, aber hoffentlich ein Signal und etwas Hilfe für die Betroffenen. In diesem Sinne müssen wir auch aufwendige und unbequeme Wege versuchen.
Jochen Ficht jochen.ficht@t-online.de [VGL Offenblatt 03.02.2018]


