Zufallsfoto

Jede Kommune in Baden-Württemberg muss Mittel aus dem Konjunkturpaket verwenden können

Veröffentlicht am 13.02.2009 in Kommunalpolitik

photocase.com, Fotograf: AndreasF.

Jede zweite Kommune im Land müsse wohl auf die Mittel aus dem Konjunkturpaket verzichten, wenn die bisherigen rechtlichen Vorgaben nicht geändert würden, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Reinhold Gall. Die Fraktion fordert deshalb Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brandbrief dazu auf, diese Vorgaben zu ändern. "Alle Städte und Gemeinden müssen die ihnen zustehenden Mittel ohne negative Folgen in voller Höhe ausgeben können", forderte die SPD-Fraktion in diesem Schreiben.

Angesichts der Vorgabe sei denkbar, dass das Geld zurückgezahlt werden müsse. Auch die Kommunen in anderen Bundesländern hätten damit Probleme. Die SPD verlangt deshalb von der Bundeskanzlerin, die rechtlichen Vorgaben für das Konjunkturpaket "zur Chefsache zu machen". Sie müsse gewährleisten, dass die Hilfsmittel tatsächlich so schnell wie möglich von den Kommunen verwendet werden könnten.

Die Vorgabe in der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zielt darauf ab, lediglich zusätzliche Investitionen zu unterstützen. Diese Investitionen müssen im Zeitraum 2009 bis 2011 in den Gemeinden höher sein als zwischen 2006 und 2008. Das aber sei angesichts der hohen Ausgaben der vergangenen Jahre nicht möglich, erläuterte Gall. Diese Vorgabe müsse deshalb gestrichen werden. Nur wenn die Kommunen die Mittel schnell investieren könnten, sei es auch möglich, die Krise schnell zu bekämpfen.

Mit der geplanten Umsetzung des Programms im Land ist die SPD weitgehend einverstanden, da Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) ihre Vorschläge in großem Umfang aufgegriffen habe. "Wir freuen uns, dass die Landesregierung die Mittel den Kommunen weitgehend pauschal zur Verfügung stellen will, wie wir es auch gefordert haben", sagte Reinhold Gall. Nur so sei tatsächlich gewährleistet, dass die Zuschüsse so schnell wie möglich ausgegeben werden könnten.

Einen großen Wermutstropfen sieht die SPD allerdings darin, dass die Landesregierung den Umfang der eigenen Mittel nicht erhöht. So sollen für den Wohnungsbau lediglich zehn Millionen Euro fließen, die SPD hatte 100 Millionen Euro gefordert. "Es ist für uns absolut unverständlich, dass die Landesregierung hier nicht nachgibt", sagte Gall. Schließlich könne die Wirkung des Programms durch diese Förderung deutlich verstärkt werden: Jede Ausgabe vergrößere sich durch Privatinvestitionen um das Siebenfache. Reinhold Gall: "Die Wirtschaft hätte hiervon große Vorteile gehabt und viele Familien hätten mehr bezahlbare Wohnungen erhalten."

Bedauerlich sei auch, dass die Landesregierung sich weigere, die Familien zu entlasten. "Ohne Sonderlasten wie Kindergarten- und Studiengebühren würden die Eltern mit Kindern deutlich besser dastehen", betonte Gall.

Homepage Reinhold Gall MdL

Termine Gengenbach

05.07.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
öffentlich
Fairtrade Gengenbach: Ernteschätzspaziergang auf den Streuobstwiesen
Gengenbach „Römerbad“ am Ziegelwaldsee

Alle Termine

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de