Zufallsfoto

Hintergründe des Amoklaufs von Lörrach aufklären!

Veröffentlicht am 22.09.2010 in Landespolitik

Bildquelle: photocase.com // himberry

Fraktionsvize Katrin Altpeter: „Die SPD wird prüfen, ob das geltende Waffenrecht geändert werden muss, um die Gefahr von Tragödien wie jetzt in Lörrach so weit wie möglich zu verringern“

Reinhold Gall: „Es muss gewährleistet werden, dass die Waffenbehörden von den Schützenvereinen wirklich darüber informiert werden, wenn Sportschützen nicht mehr am Schießtraining teilnehmen und deshalb keine Waffen mehr besitzen dürfen“

Nach dem Amoklauf von Lörrach fordert die SPD-Landtagsfraktion von Innenminister Rech, alle Umstände des Waffenbesitzes der Täterin vollständig aufzuklären. Erklärungen des Ministers, das geltende Waffenrecht sei in Ordnung, hält die SPD für vorschnell. „Zuerst müssen die genauen Umstände der Tat überprüft werden, bevor die Konsequenzen absehbar sind“, erklärt Reinhold Gall, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion.

Er bezweifelt ebenso wie Katrin Altpeter, Fraktionsvizechefin und frühere Obfrau der Fraktion im Sonderausschuss „Winnenden“ des Landtags, dass die Amokläuferin als Sportschützin tatsächlich legal im Besitz zahlreicher Waffen gewesen sei. Die beiden Politiker weisen darauf hin, dass nach dem neuen Waffenrecht die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Waffen und Munition erlischt, wenn ein Sportschütze nicht regelmäßig an Schießsportveranstaltungen teilnimmt. „Angesichts der familiären Hintergründe können wir uns nicht vorstellen, dass die Lörracher Rechtsanwältin bis in die jüngste Zeit hinein regelmäßig den Schießsport ausgeübt hat“, erklärt Altpeter.

In einem heute eingebrachten Parlamentsantrag fordert die SPD-Fraktion von Innenminister Rech deshalb präzise Auskunft über folgende Fragen: Welcher anerkannte Schießsportverband hat wann erstmals gegenüber welcher Behörde bescheinigt, dass für die Rechtsanwältin ein waffenrechtliches Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition als Sportschützin besteht? Ob und wann ist dieses Bedürfnis später erneut überprüft worden? Welche Waffen und Munition wurden in der Waffenbesitzkarte der späteren Amokläuferin bescheinigt? Seit wann war sie Mitglied in einem Schießsportverein? Welcher Schützenverein führte den Nachweis über die Häufigkeit und die schießsportlichen Aktivitäten der Rechtsanwältin?

Altpeter und Gall fordern vor dem Hintergrund des Sorgerechtsstreits der Anwältin und ihrer psychischen Situation, dass auch geklärt werden müsse, ob Zuverlässigkeit und persönliche Eignung der späteren Amokläuferin noch immer vorhanden gewesen seien, um berechtigt Waffen und Munition zu besitzen und ob dies überhaupt überprüft worden sei. Sie wollen deshalb von der Landesregierung wissen, ob sie Änderungen im Waffenrecht für sinnvoll erachtet, mit dem Ziel, bei Sportschützen das Vorliegen der waffenrechtlichen Voraussetzungen zum Besitz und Erwerb von Waffen und Munition (regelmäßige Teilnahme am Schießsport, persönliche Eignung und Zuverlässigkeit) ohne jede Befristung und von Anfang an regelmäßig zu überprüfen. „Es muss gewährleistet werden, dass die Waffenbehörden von den Schützenvereinen auch wirklich darüber informiert werden, wenn Sportschützen nicht mehr am Schießtraining teilnehmen und deshalb keine Waffen mehr besitzen dürfen“, sagt Gall.

Die SPD fordert, es müsse sichergestellt werden, dass die Waffenbehörden über alle gravierenden Veränderungen in der Persönlichkeit von Sportschützen informiert werden, die die persönliche Eignung und Zuverlässigkeit der Waffenbesitzer in Frage stellen. „Die SPD wird prüfen, ob das geltende Waffenrecht geändert werden muss, um die Gefahr von Tragödien wie jetzt in Lörrach so weit wie möglich zu verringern“, erklärt Altpeter.

Homepage Reinhold Gall MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de