Pressemitteilung vom 05. Januar 2009
MdL Gunter Kaufmann informiert sich über die aktuelle Anliegen
der Gernsbacher Schule
Auf Wunsch der Schulleitung der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, vor Ort über aktuelle Anliegen der Schule. Hierbei ging es insbesondere um die beiden auch vom Landkreis als Schulträger unterstützten zusätzliche Angebote im Ausbildungsprofil der Schule. Zum einen um einen Schulversuch im Rahmen der kaufmännischen Ausbildung mit der Möglichkeit der Verzahnung des Berufskollegs mit einem dualen Ausbildungsberuf sowie die Einrichtung einer besonderen Fachklasse für „Verkaufshelfer“.
Im Gespräch mit dem Leiter der Handelslehranstalt Gernsbach, Oberstudiendirektor Stephan Blum, und Oberstudienrat Manfred Weber wurden dem SPD-Parlamentarier im Rahmen dieser neuen Angebote Anliegen der Schulleitung zum Ausdruck gebracht.
Die HLA Gernsbach bietet zur Zeit im Rahmen der Ausbildung zum Industriekaufmann eine ausgezeichnete Verzahnung mit dem Berufskolleg an. Der Besuch des Berufskollegs dient quasi als Einstieg in die Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach erfolgreichem Abschluss des Berufskollegs ist man staatlich geprüfter Wirtschaftsassistent mit der Möglichkeit die Fachhochschulreife zu erwerben und die Ausbildung in verkürzter Form in einem Betrieb fortzusetzen.
Gunter Kaufmann will, dass seitens der Wirtschaft den Absolventen der Berufskollegs im notwendigen Umfang auch Lehrverträge für eineinhalb Jahr angeboten werden und die Auszubildenden nach 18 Monaten zur Prüfung zugelassen werden. Der bis 2010 begrenzte Schulversuch könnte nach Ansicht des SPD-Landtagsabgeordneten später durchaus landesweit als Alternative zur klassischen Ausbildung als Industriekaufmann eingeführt und anerkannt werden. Die Unterstützung von Politik und Wirtschaft sei hier besonders von Nöten.
Die Einrichtung einer Fachklasse „Verkaufshelfer“ soll dagegen vor allem lernbehinderten Schülern aus dem Sonderschulbereich die Chance bieten, in geeigneten Ausbildungsstätten einen beruflichen Abschluss zu erwerben. Die Ausbildung dauert hierbei zwei Jahre. Neben der rein schulischen Ausbildung erhalten die Schüler zusätzlich eine sozialpädagogische Betreuung und besondere Lernhilfen. Diese werden bisher in Zusammenarbeit mit einem freien Bildungsträger und der Agentur für Arbeit angeboten.
Die Schulleitung ist nun der Ansicht, dass die Leistung der freien Bildungsträger auch von der Schule übernommen werden könnte, wenn sie hierfür die Möglichkeit erhält und sich an der entsprechenden Ausschreibung für die sozialpädagogische Betreuung beteiligen zu können. Inwieweit dies möglich ist, will Gunter Kaufmann vom Kultusministerium prüfen lassen.
Der SPD-Landtagsabgeordnete zeigte sich insgesamt vom Zustand der kreiseigenen Schule erfreut und auch darüber, dass sich die Schulleitung den aktuellen Herausforderungen stellt.